Mo., 04. Dezember 2017, 10:36 Uhr
Hessenkasse, bezahlbarer Wohnraum sowie der Abbau des Investitionsstaus bei Straßen und Kanälen kamen zur Sprache
Schmidt und Klingler im Austausch
LAMPERTHEIM - Im Rahmen seiner Antrittsbesuche machte der neue Parteivorsitzende der SPD Bergstraße, Marius Schmidt, auch Station bei Erstem Stadtrat Jens Klingler in Lampertheim: „Auch wenn mir natürlich die Lampertheimer Situation in jedweder Hinsicht bestens bekannt ist, ist es mir wichtig, auf meiner Tour zu den Hauptamtlichen der SPD im Kreis Bergstraße auch den Verantwortlichen in meiner Heimatstadt zu besuchen und mich mit ihm im neuen Amt ebenso eng auszutauschen wie als Fraktionsvorsitzender der Lampertheimer SPD“, betonte Schmidt zu Beginn des rund einstündigen Gespräches. Als erstes sprachen Schmidt und Klingler über die Hessenkasse. Dieses Entschuldungsprogramm der Landesregierung wird Lampertheim, bei einem entsprechend von der Stadt zu tragenden Eigenanteil, beim Abbau der Kassenkredite helfen: „Natürlich hilft uns das Angebot des Landes. Aber man darf nie vergessen, dass die Kassenkredite der Stadt vor allen Dingen in der Zeit angehäuft wurden, in der das Land seine Zuweisungen an die Kommunen über den kommunalen Finanzausgleich um 344 Millionen Euro pro Jahr gekürzt hat. Jetzt gibt es also einfach einen Teil des damals entnommenen Geldes zurück und dies noch zu 77 Prozent über Gewerbesteuerumlage und den Kommunalen Finanzausgleich selbst finanziert“, monierten Klingler und Schmidt. Daher bringe die Lampertheimer Koalition aus SPD und FDP einen entsprechenden Antrag in die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Freitag ein. Klingler und Schmidt sahen wesentliche Aufgaben in Lampertheim in den kommenden Jahren in der Bereitstellung bezahlbarem Wohnraum, dem Abbaus des Investitionsstaus bei Straßen und Kanälen sowie auch im Kampf um den Erhalt des Altrheins. „Gerade beim Altrhein ist die Hilfe übergeordneten staatlicher Stellen unabdingbar. Daher werde ich auch meine neue Rolle zum Knüpfen von Kontakten nutzen“, so Schmidt. Die energetische Sanierung des Hallenbades sowie die bauliche Veränderung im Stadtkern durch den „Stadtumbau“ habe Lampertheim schon in Angriff genommen: „Man sieht, dass sich Lampertheim wirklich auf Kurs befindet und entstehende finanzielle Spielräume beherzt zur Investition in Lebensqualität für die Bürger nutzt“, stellte Klingler den Kurs der Stadt unter Führung der SPD im Stadtparlament vor. zg