Ein paar schöne Tage verbrachten die IG Wanderfreunde am Edersee und sahen wieder einmal ein schönes Stück von Deutschland. Foto: oh
BÜRSTADT - Im Oktober nahmen die IG Wanderfreunde, drei Frauen und drei Männer, den ersten Teil des Ederhöhenweges bei der Edertalsperre in Angriff. Die Ederstaumauer wurde in den Jahren 1908 bis 1914 gebaut, um der Weserschifffahrt und dem Mittelkanal in den Sommermonaten ausreichend Wasser zuzuführen. Der Edersee bietet etwas für jeden Anspruch. Ein gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz. Begonnen wurde der Weg in Vöhl-Schmittlotheim und gleich ging es aufwärts bis zum Hagenstein (374 m). Am Waldrand begann der Eingang zum Nationalpark Kellerwald-Edersee, der schöne Tiefblicke ins Edertal gewährte. Dann ging es abwärts nach Asel-Süd. Dort kam die alte Ederbrücke durch Wassermangel zum Vorschein und viele Menschen haben, so auch die Wanderfreunde, die dort die Brücke über die Eder überquert, die sonst im tiefen Wasser nicht zu sehen ist. Zehn Kilometer war die Truppe an ihrem ersten Tag gewandert. Weiter ging es am nächsten Tag: Von Asel-Süd am Edersee entlang ging es auf eine kleine Anhöhe im Edersee, jetzt die Burg Brink. Bei abgesenktem Wasserspiegel taucht die sogenannte Liebesinsel auf und wird zum Ziel von vielen Schwimmern. Von da an ging es immer berghoch, an der Sauerhütte mit einem Förstergrab und Köhlerplätzen vorbei zu den Hochspeicherbecken (548 m) mit großem Sendeturm am Peterskopf. Vom großen Becken, der Aussichtsplattform, hatten die Wanderer eine großartige Aussicht in alle Richtungen. Die Burg Waldeck war auch sehr gut zu sehen - 20 Kilometer waren an diesem Tag geschafft. Am dritten Tag führte dann ein kurzer Weg über Felder bis zur großen Edertalsperrmauer. Über die Sperrmauer ging es dann lange Zeit am Hang aufwärts. Hier bot sich ebenfalls wieder eine schöne Aussicht auf die Sperrmauer und den Edersee. Am nächsten Tag stand Erholung auf der Tagesordnung: Es wurden zwei Museums aufgesucht, das „Sperrmauermuseum“ und das „Nationalparkzentrum Kellerwald“. Anschließend fuhr die Gruppe noch zur Burg Waldeck, dem Wahrzeichen der Region, der einstige Stammsitz der Grafen von Waldeck, die hier bis ins 17. Jahrhundert residiert haben. Heute beheimatet die Burg eine First-Class-Hotel und verschiedene Restaurants. Der letzte Wandertag begann schließlich am Waldparkplatz „Drei Eichen“. Von hier wanderte die Gruppe über den Johannes-Kirchenkopf (322 m) durch schönen Wald am Rand von Geismar entlang zur Eckerichswarte. Von hier konnte man am Waldrand einen schönen Blick auf die Dom- und Kaiserstadt Fritzlar genießen. Die mächtigen Türme des St. Petri Doms und die zahlreichen Wehrtürme mit der nahezu komplett erhaltenen Stadtmauer zeigen die Bedeutung der knapp 1300-jährigen, einst von Bonifatius begründeten Stadt Fritzlar auf. Den Abend genossen die Wanderfreunde dann noch im Hotel und am nächsten Morgen begann die Rückfahrt nach Bürstadt. zg