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Di., 11. Dezember 2018, 07:56 Uhr
Benefiz-Fußballturnier organisiert und Spende für Pilgerhaus erwirtschaftet
Schüler der Karl-Kübel-Fachoberschule lernen Projektmanagement
Alle Mannschaften kamen zum Gruppenbild zusammen. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Wer kennt das nicht, wenn in einer Firma oder einem Verein ein größeres Ereignis geplant ist, übernimmt ein Projektteam die Arbeit, damit alles perfekt durchorganisiert wird. In der Karl-Kübel-Fachoberschule in Bensheim gibt es sogar ein Unterrichtsfach Projektmanagement. Die Anforderungen sind umfangreich, wie der 17-jährige Schüler der 12. Klasse Damon Wakelin im Gespräch mit dem TIP erläuterte. Zur Aufgabe gehört ein systematischer Plan, die Anwendung von Projektinstrumenten, ein Bericht an die Fachlehrerin und eine Präsentation vor der Klasse. Bewegung, der Gemeinschaftsgedanke und ein sozialer Zweck stehen im Vordergrund, ergänzte Fachlehrerin Mutgard Hornbacher, die dem Projektteam in Hofheim einige Zeit offenkundig mit Wohlgefallen zuschaute, um dann das nächste Projektteam zu besuchen. Die Idee ein Fußballturnier zu planen, sei bei den Teammitgliedern gut angekommen, berichtete Damon Wakelin, der beim FV Hofheim Trainer der D-Jugend ist. Luca Mackenroth und Damon Wakelin übernahmen die Turnierleitung, Franziska Hoffmann hatte die Sponsoren ins Boot geholt, mit Ronny Unger stemmte sie die Bewirtung. Ein Verkaufsschlager waren die gespendeten Kuchen. Am Ende des Turniertages waren fast 700 Euro aus dem Verkaufserlös und zusätzlichen Spenden zusammengekommen, über die sich der Förderverein Pilgerhaus Weinheim freuen wird, der die dortige Inklusionsmannschaft unterstützt. Jubel auf der voll besetzten Tribüne, temporeiches Spiel auf dem Hallenspielfeld – die Zuschauer waren begeistert, die Stimmung hervorragend. Die jungen Fußballspieler gaben alles, unvermeidlich das eine oder andere Foul. Nur zwölf Minuten dauerte ein Spiel nach den Regeln für Hallenturniere. Acht Mannschaften spielten bei diesem Benefizturnier mit starkem Einsatz um den großen Siegerpokal. Insgesamt hatten die Organisatoren elf Pokale und Preise ausgelobt. Der beste Torwart und der beste Feldspieler wurden mit einem Preis belohnt. Der Spieler mit den wenigsten Fouls erhielt den Fairplay-Preis. Der Gastgeberverein FV Hofheim stellte eine Mannschaft, die in zwei aufgeteilt wurde, der TSV Auerbach trat mit seinen beiden Mannschaften 1 und 2 an und wurde Turnierzweiter, auch der JFV Bürstadt war mit zwei Mannschaften gekommen und erreichte den 3. Platz. Die FSG Bensheim hatte drei Mannschaften aufgestellt. Turniersieger wurden die Sportfreunde Heppenheim. Schon um halb acht morgens hatten sich das Projektteam getroffen, als die jungen Organisatoren nach der Siegerehrung am Nachmittag aufgeräumt und die Einnahmen abgerechnet hatten, war es schon dunkel. Die Mannschaft vom Pilgerhaus in gelben Trikots spielte in der Mittagspause außer Konkurrenz mit einer vereinsgemischten Mannschaft aus den Reihen der ausgeschiedenen Spieler. Michael „Charly“ Mildenberger, ehrenamtlich als Behindertenbeauftragter der TSG 1899 Hoffenheim tätig, betreut die Behindertenmannschaft. Beim Benefizturnier war er dabei und stolz auf die Spieler, die sogar einen Star in ihrer Mannschaft haben. Der 34-jährige Philipp Nunninger mit Downsyndrom spielt leidenschaftlichFußball und ist Vizevorstand des integrativen Hoffenheim-Fanclubs mit über 150 Mitgliedern. Beim SWR Fernsehen gehört er zu den Kandidaten für den Titel „Sportheld 2018“, eine Online-Abstimmung, an der jeder teilnehmen kann. Bevor Projektteammitglied Damon Wakelin sich verabschiedete, um wieder an die Arbeit zu gehen, sagte er sehr bestimmt: „Es macht Spaß“. Hannelore Nowacki
Die D-Jugendmannschaften kämpften beim Benefizturnier um den Sieg. Foto: Hannelore Nowacki