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  • Do., 24. Januar 2019, 14:15 Uhr
    Präventionstag zum Thema AIDS für alle Schüler der 9. Klassen stieß auf reges Interesse 

    „Schüler mit möglichst vielen Informationen rund um die Gesundheit versorgen”

    Nach wie vor ist AIDS ein wichtiges Thema – so auch beim Präventionstag der Alfred-Delp-Schule zum Thema sexuell übertragbare Krankheiten am Donnerstag. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – „Prävention durch Information” – so lautete das Motto einer besonderen Veranstaltung für die Schülerinnen und Schüler aller 9. Klassen der Alfred-Delp-Schule (ADS) am Donnerstag. Schwerpunkt hierbei waren sexuell übertragbare Krankheiten und hier vor allem ein nach wie vor aktuelles Thema: AIDS. Denn alleine in Deutschland leben rund 86.100 Menschen mit HIV, weltweit sind es etwa 36,9 Millionen Menschen.

    Seit fünf Jahren bietet die ADS dieses wichtige Angebot der Prävention in diesem Bereich an. Erstmals fand die Information dabei in diesem Jahr getrennt nach Jungen und Mädchen statt, um noch besser auf die persönlichen Bedürfnisse und Fragen der einzelnen Schüler eingehen zu können. In einem Workshop erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes rund um mögliche Geschlechtskrankheiten – und vor allem, wie man diese vermeidet. Zum Einstieg in die Thematik wurde ein vom letzten Jahrgang der Schule selbst produzierter Film, der das Thema AIDS in den Fokus nimmt, gezeigt. Und auch im Unterricht war das Thema in den Tagen zuvor bereits Thema.

    „Vor einer Schwangerschaft schützt am Besten die Pille, aber vor Geschlechtskrankheiten das Kondom” verdeutlichte Dr. Helen Schlosser, Ärztin des Gesundheitsamtes im theoretischen Teil, in dem sie auch auf die Erfahrungen und Fragen der Schülerinnen und Schüler einging. 

    Wie verwende ich ein Kondom richtig? Dieser Frage gingen die Schüler der 9. Klasse der Alfred-Delp-Schule praxisbezogen auf den Grund. Foto: Benjamin Kloos


    Schutz ist wichtig – nicht nur vor AIDS. Dies verdeutlichten Birgit Riefling und Nadja Niestroj den Schülern auf praktische und vor allem natürliche Art und Weise. So konnten die Schüler selbst Hand anlegen und üben, wie man ein Kondom richtig über- und wieder abzieht. Zudem wiesen die beiden Expertinnen auch auf die fünf häufigsten Fehler bei der Anwendung von Kondomen hin: „Häufig werden Kondome verwendet, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder die falsch gelagert wurden, beispielsweise in großer Hitze oder Kälte. Diese bieten keinen sicheren Schutz mehr. Ebenso werden die Kondome häufig falsch ausgepackt, durch das Öffnen der Verpackung mit Zähnen oder langen, spitzen Fingernägeln kann das Kondom schnell beschädigt werden. Und auch das Abrollen sollte geübt werden, ebenso ist zu bedenken, das Kondom beim Herausziehen festzuhalten. Zudem vertragen sich viele Kondome nicht mit bestimmten Gels oder Lotionen.”

    Neben den theoretischen und praktischen Tipps lagen für die Schüler zahlreiche weitere Informationen bereit, unter anderem ein Kondometer, mit dem die benötigte Kondomgröße bestimmt werden kann – und natürlich auch Kondome.

    Reinhild Zolg, Gesundheitspräventionsbeauftragte des Kreises, erläuterte den Hintergrund der zahlreichen Präventionsmaßnahmen des Kreises. „Die Schüler sollen mit möglichst vielen Gesundheitsinformationen ins Leben entlassen werden. Die Alfred-Delp-Schule nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein, auch durch den YOLO-Day, der hier ins Leben gerufen wurde und im März seine fünfte Auflage feiern wird.”

    „Es ist gut, dass sich der Kreis sehr intensiv um die Prävention im Allgemeinen und hier speziell um die Krankheit AIDS bemüht”, betonte Heinz Klee, Mitglied des Kreisausschusses. „Ich war sehr beeindruckt, dass die Schüler mit großem Interesse mit dabei waren und der Auffassung sind, dass dieses Thema wichtig ist und in der Schule behandelt werden sollte. Danke der Unterstützung der Schulleitungen und von Reinhild Zolg ist es möglich, diese Präventionstage an immer mehr Schulen im Kreis zu implementieren. Ziel der Gesundheitsdezernentin Diana Stolz, die ich heute vertreten darf, ist es, den Kreis im Bereich der Gesundheitsprävention noch weiter nach vorne zu bringen.” Benjamin Kloos

     

     

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