Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 27. Mai 2022, 08:43 Uhr
    ASTRID-LINDGREN-SCHULE: Projektwoche mit Motto „Astrid Lindgren“ – gemeinsam und kreativ

    Schulhof verschönert und ein großes Universum geschaffen

    Spannende Momente beim Aufdecken der Planeten. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – In Hessen können sich Schulen beim Landesprogramm „Löwenstark“ bewerben, um Kinder und Jugendliche in ihrer Kreativität und im sozialem Miteinander zu stärken und aufzuholen, was in der Coronakrise abhandengekommen war. Ein solches Projekt gab es jetzt in der Astrid-Lindgren-Schule in Bobstadt, verbunden mit Spaß und Freude am Ergebnis. Am dritten Tag der Projektwoche mit dem Motto „Astrid Lindgren“ war schon viel geschafft: Alle Jahrgänge der Grundschule, die den Namen der weltbekannten Autorin trägt, waren aktiv und kreativ an der Verschönerung des Schulhofs beteiligt. Zwei große Wandbilder sind vollendet und machen der Namensgeberin alle Ehre. Projektleiter Jascha Held, bekannt als Graffiti-Künstler in der Region, ist mit seinen jungen Sprayern sehr zufrieden. Die großen Linien hatte er vorgezeichnet, unter seiner Anleitung machten sich die Kinder dann an die Feinarbeiten mit der Sprühdose. Zum Schluss erhielten die Wandbilder noch den letzten farblichen Schliff aus der Hand des Graffiti-Künstlers. Wetterfest und damit langfristig haltbar sind die Farben, versicherte Jascha Held, da auf Basis von Autolacken hergestellt. Auf großer überdachter Wandfläche reitet Pippi Langstrumpf fröhlich auf ihrem Pferd aus, nicht weit von ihrer Villa Kunterbunt. Das andere Wandbild mit Schwein und Huhn aus der Geschichte von Michel aus Lönneberga ziert die Garage, in der die Spielsachen und Bewegungsfahrzeuge der Schule auf den nächsten Pauseneinsatz warten. Eine letzte Sprühaktion unter Aufsicht von Jascha Held war hier noch nötig. Sohn Oskar sprühte als erster der Gruppe auf der Leiter stehend. Geordnet rief der Held die weiteren Gruppen auf. Ganz weit oben übernahm der Künstler selbst das Sprühen. Alle vier Jahrgänge waren gruppenweise einen Tag lang im kreativen Einsatz. Zu tun gab es in dieser Projektwoche noch viel mehr und weil die Zeit nicht für alle Arbeiten ausreichte, darf die Klasse 4 in der folgenden Woche noch einmal sprayen. Nachdem die drei Sitzblöcke im Schulhof schon von Grau in Bunt verwandelt wurden, sollen sie noch bemalt werden. Fertig sind zahlreiche aufgemalte Bodenspiele und das Universum mit Planeten und unzähligen Sternen samt Milchstraße, das am Schluss als Gesamtkunstwerk aus 120 einzelnen Leinwandbildern auf dem sauber gekehrten Boden von den betreuenden Lehrerinnen ausgelegt wurde. An diesem dritten Projekttag widmeten sich die Kinder der beiden 3. Klassen der Aufgabe mit Fantasie und Farbe ihr jeweils eigenes Universum zu erschaffen. Projektleiter Jascha Held hatte Glasdeckel und Becher in verschiedenen Größen mitgebracht, die als Schablone für die runden Himmelkörper dienten. Bei der Enthüllung dann großer Jubel und viele faszinierte  „Aaah“-Rufe. „Zuhören!“ rief Held den Kindern zu, denn jetzt kam der spannende Teil: Die Verwandlung der Planeten von flachen Scheiben zu runden Himmelskörpern in der optischen Wahrnehmung. Jedes Kind sollte sich zu seinem Bild stellen und genau hinschauen. Eine dunkle Schattierung links, eine leichte Aufhellung rechts - Held sprühte jeden einzelnen Planeten an. Diese Kunstwerke können jetzt bei den Kindern zuhause an der Wand hängen und auch die Eltern erfreuen. Dagmar Arzberger, kommissarische Rektorin, zog am Ende zufrieden Bilanz. Im Gespräch mit dem TIP fasste sie zusammen: „Alles war gut gelaufen, sogar das Wetter spielte mit. Gemeinsam wurde der Schulhof verschönert, die Kinder haben gemeinsam schöne Sachen gemacht und haben sich viel bewegt“. Das Lernziel dieser Projektwoche sei erreicht. Es gehe um Kreativität und das soziale Miteinander, um spielerische Bewegung und wieder zuhören können. Dies alles sei in der Zeit der Coronakrise und von Homeschooling zu kurz gekommen, Defizite seien entstanden, zu deren Aufarbeitung das Programm „Löwenstark“ beitragen soll. Das selbst erstellte Konzept habe das Schulamt genehmigt, danach sei es beim Land eingereicht worden. Hannelore Nowacki

    Am Ende der Projektwoche ist der Schulhof gemeinsam verschönert und jedes Kind hat ein eigenes Universum geschaffen. Foto: Hannelore Nowacki


     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1