Do., 09. Juni 2016, 15:13 Uhr
Freie Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim: Schulkind-Betreuung 2016/17 nicht in trockenen Tüchern
Schulkinder sitzen bald auf der Straße oder im Keller
GROSS-ROHRHEIM – In wenigen Wochen beginnen die Sommerferien und die Schulkind-Betreuung in Groß-Rohrheim ist immer noch nicht in trockenen Tüchern, reklamieren die Freie Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim. Viele Eltern wissen nicht wohin mit den Kindern nach den Sommerferien und der Bedarf ist mittlerweile deutlich höher als die vor zwei Wochen bekannt gegebenen Zahlen. Für das kommende Jahr wurde sogar ein Bedarf von über 50 Plätzen ermittelt. Die Kreisverwaltung möchte auch die steigende Zahl der zu betreuenden Kinder in den Schulkeller pferchen und wir sind der Meinung, dass das keine Lösung sein kann. Ein Keller ohne ordentliche Fenster, in dem die Deckenhöhe unter 220 cm beträgt und zusätzlich noch dicke Heizungsrohre durchlaufen, ist kein Ort für die Schulkind Betreuung von 40 oder 50 Kindern.
„In Groß-Rohrheim haben wir die Versammlungsräume bei DRK und bei der Feuerwehr und es gibt den Treff 21. In allen drei Einrichtungen sind Küchen und Toiletten vorhanden und ohne großen Aufwand könnte dort eine Betreuungsgruppe eingerichtet und vorübergehend unterhalten werden“, gibt Walter Öhlenschläger zu bedenken.
Jede dieser Unterbringungsmöglichkeiten wäre deutlich günstiger als eine Containerlösung (rund 65.000-70.000 Euro). Sicher bedeutet die Verwendung einer dieser drei Räume wieder Opfer für die Vereine, die diese Räume seither benutzen. In Notzeiten sollte man jedoch zusammenrücken können. Gerade wenn es um einen überschaubaren Zeitraum geht und unsere Kinder dadurch eine vernünftige Unterbringung und Betreuung erfahren. Auf jeden Fall erwarten wir, dass sich die Kreisverwaltung kurzfristig mit allen Beteiligten an einen Tisch setzt und intensiv nach einem gangbaren zumutbaren Weg sucht. zg