LAMPERTHEIM – „Die sonst übliche Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt bislang aus. Ganz im Gegenteil, die wirtschaftliche Schwächephase sorgt im April für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und die Beschäftigung in der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe schmilzt ab. Viele regionale Unternehmen sehen sich aufgrund hoher Standortkosten – etwa gestiegener Löhne, Materialpreise und Energiekosten – zu umfassenden Sparmaßnahmen gezwungen. Eine echte Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist noch nicht erkennbar. Besonders unsere exportorientierte Industrie leidet unter Unsicherheiten wie der US-Zollpolitik und plant weiterhin eher Stellenabbau. Andererseits werden nach wie vor in vielen Branchen qualifizierte Fachkräfte gesucht. Die Arbeitsagentur unterstützt daher die Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten, denn die Transformation der Arbeitswelt schreitet trotz wirtschaftlicher Stagnation weiter voran“, so Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Darmstadt. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt (Darmstadt, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis) im April 2025 gestiegen. 23.981 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 47 Personen mehr (0,2 Prozent) als im März und 874 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,1 Prozent.
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Geschäftsstellenbezirk Lampertheim
Die Arbeitslosigkeit hat sich von März auf April um 72 auf 2.698 Personen verringert. Das waren 100 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 5,0%; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,9%. Dabei meldeten sich 549 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 9 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 621 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+52). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2.431 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 244 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.257 Abmeldungen von Arbeitslosen (+246). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im April um 6 Stellen auf 684 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 201 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im April 114 neue Arbeitsstellen, 19 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 462 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 88.
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Rechtskreis SGB III
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB III von März auf April um 11 auf 1.001 Personen verringert. Das waren 103 Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 1,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 1,7%. Dabei meldeten sich 318 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, etwa so viele wie vor einem Jahr (–1). Gleichzeitig beendeten 325 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+9). Seit Beginn des Jahres gab es 1.336 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 119 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 1.253 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+120).
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Rechtskreis SGB II
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Rechtskreis SGB II von März auf April um 61 auf 1.697 Personen verringert. Das waren praktisch genau so viele wie vor einem Jahr (–3). Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im April 3,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,2%. Dabei meldeten sich 231 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 10 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 296 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 43 mehr als vor einem Jahr. Seit Beginn des Jahres gab es 1.095 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 125 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem stehen 1.004 Abmeldungen von Arbeitslosen gegenüber (+126). red
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