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Di., 18. Februar 2020, 10:11 Uhr
SPD besucht DLRG Ortsverband am Weidweg und informiert sich über den Bau der neuen Fahrzeughalle
„Schwimmbadschließung tut uns als Verein doppelt weh“
In der Fahrzeughalle der DLRG wird es nach dem Neubau einer weiteren Halle endlich mehr Platz geben. Bisher haben die Rettungsschwimmer große Mühe, benötigte Einsatzfahrzeuge zu bewegen. Informationen für die SPD Mitglieder gab es vom Technischen Leiter des DLRG, Thomas Hanselmann (links). Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - Im Rahmen der Reihe "Fraktion vor Ort" besuchten die Mitglieder der SPD Lampertheim am Montagabend die DLRG. Zwei Gründe hatte die Sozialdemokraten bewegt, den Rettungsschwimmern einen Besuch abzustatten. „Zunächst möchten wir Danke sagen und unsere Anerkennung für die geleistete Arbeit der DLRG aussprechen“, lobte der Fraktionsvorsitzende der Lampertheim SPD, Marius Schmidt, die Arbeit der Ehrenamtlichen, die sich beispielsweise nicht nur wieder am kommenden Fastnachtsdienstag beim Umzug einbrächten, sondern auch im Sommer regelmäßig Aufsicht im Freibad führten und damit für die Sicherheit der Schwimmbad- und Badeseebesucher sorgten. Außerdem wollten sich die SPD Mitglieder über das Bauvorhaben der DLRG informieren. Der stellvertretende Vorsitzende der DLRG Michael Langer erläuterte den Kommunalpolitikern den anstehenden Bau der Fahrzeughalle, die zudem als Lagerfläche für Equipment geplant ist. Die Fahrzeughalle mit Teilellager wird im hinteren Teil des Grundstücks in Richtung des Schwimmbads errichtet und hat eine Gesamtfläche von 80 Quadratmetern. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Um den Bau zu finanzieren gab es von der Stadt Lampertheim einen Zuschuss in Höhe von knapp 10.000 Euro aus dem Topf der Vereinsförderung sowie zusätzliche 10.000 Euro als Darlehen. Weiterhin gewährte der Aufsichtsrat der Biedensandbäder eine Förderung in Höhe von 20.000 Euro. Für den Restbetrag von 60.000 Euro nimmt der Verein einen Kredit auf. Die laufende Kreditbelastung muss der Verein mit seinen Veranstaltungen, wie dem Triathlon und den Hundebadetagen, bestreiten. „Eigentlich sollte die Halle bereits seit mehreren Wochen fertig sein“, berichtete die Vorsitzende Susanne Hanselmann. Doch oft kommt es anders: „Wir sind zu diesem Thema seit drei Jahren in der Diskussion. Aber solch ein Vorhaben kostet Zeit und Mühe“, erläuterte Langer. Letzter Stand ist: An Aschermittwoch sollen die Erdarbeiten beginnen. Schließlich geht es hierbei auch um Sicherheit, denn in der bisherigen Halle hält die DLRG derzeit vier Fahrzeuge und vier Boote vor. „Es wird alles zu eng. Und wenn wir ausrücken, muss es schnell gehen“, machte der stellvertretende Vorsitzende deutlich. Luft schafft dann die neue Halle, dort wird nach dem Bau zukünftig ein Einsatzfahrzeug sowie ein Boot untergebracht. Was den Ehrenamtlichen zudem Sorgen bereitet, ist die Schließung des Hallenbads. „Die tut uns als Verein doppelt weh“, bedauerte Langer, denn nicht nur die Mitgliederzahlen gingen zurück. Während der Verein seit 2014 bis 2019 (439 Mitglieder) einen Wachstumstrend verzeichnete, gingen die Zahlen 2020 (409 Mitglieder) zurück. Problematisch sei gerade auch das Fehlen der hiesigen Schwimmschule. Erst sei der Verein mit der Schwimmschule in das Wormser Schwimmbad ausgewichen, doch das sei für die Mitglieder ein zu großer Aufwand gewesen. Nun bietet der Verein ein Alternativprogramm im Vereinsheim an und hofft auf eine schnelle Wiedereröffnung des Hallenbads nach der Sanierung. Hierzu gab es dann auch gleich Informationen von Bäderchef Jens Klingler. So habe sich der bereits verschobene Termin für die Wiedereröffnung des Hallenbads bei der Baubesprechung in der letzten Woche bestätigt. „Der 15. September steht als Eröffnungstag“, informierte Klingler. Eva Wiegand