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  • Mi., 06. März 2024, 18:11 Uhr
    Saubermachen: Aktion „Saubere Gemarkung“ mit 28 Vereinen und 400 Teilnehmern

    Sechs große Bauhof-Abrollbehälter mit weggeworfenem Müll gefüllt

    Spaß macht das Müllsammeln, weil es hinterher schöner aussieht. Vom Angelsportverein aus machte sich eine achtköpfige Gruppe auf den Weg in beiden Richtungen auf dem Damm. Im Bild (von links): Matthias Seidenspinner, Kerstin und Jürgen Fritzsche mit Enkelin Madeleine. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – „Die Abfallmenge war enorm“. Das sagte Florian Müller am Montag im Rückblick auf die Aktion „Saubere Gemarkung“ vom letzten Samstagvormittag, bei der die hochmotivierten Müllsammler jeden Alters starke Leistung gezeigt hatten. Sechs große Bauhof-Abrollcontainer waren mit dem wild abgelagerten Müll gefüllt. Als Fachbereichsleiter ist Müller für Verkehr, Sicherheit und Ordnung und die Koordination der Aktion „Saubere Gemarkung“ zuständig, an sich der 400 Menschen aller Altersgruppen und 28 Vereine beteiligten. Wieder so viel wild weggeworfener Müll wie Flaschen und Kippen und mit Vorsatz illegal entsorgte Sachen, die in den Sperrmüll und auf den Wertstoffhof in der Klärwerkstraße gehören – das macht selbst den Fachmann am Telefon im Gespräch mit dem TiP fast sprachlos. Letzte Woche vor der Aktion war es zudem ganz schlimm gekommen – an drei Stellen wurden insgesamt 400 weggeworfene Altreifen gefunden, die der Bauhof abtransportiert hat. Eine Hoffnung liegt auf Zeugen, die vielleicht etwas zur Aufklärung beitragen können.

    Ausschlafen war nicht angesagt
    Ausschlafen war am Samstag nicht angesagt, denn die Müllsammelaktion ging früh um 9 Uhr an den vorgesehenen Startplätzen los, doch schon eine halbe Stunde früher war Müllsackausgabe, für die Kernstadt im Haus am Römer, in den Stadtteilen an den bekannten Abholstellen. Vom Hallenbad aus hatte sich eine achtköpfige Gruppe mit Greifzangen, Müllsäcken und Eimer auf den Weg Richtung Altrhein gemacht, um das Gelände rund um Hallenbad und Freibad so gut es geht von Müll zu befreien, dabei Vorstandsmitglieder des Fördervereins Biedensandbäder und Nina Hartmann, Chefsekretärin der Geschäftsführung der Biedensandbäder. Kaum hatten Sabine Kluge, Philipp Butterfass und Nina Hartmann etwa hundert Meter zurückgelegt, war schon auf diesem kurzen Stück einiges im Eimer und den Säcken, darunter ein Sportschuh, eine Schnapsflasche und Zigarettenkippen.

    Auch vom Angelsportverein ASV 1920, der sein Vereinsheim am Badesee hat, waren acht fleißige Müllsammler unterwegs. Kerstin und Jürgen Fritzsche hatte ihre siebenjährige Enkelin Madeleine dabei, die ein Auge auf den Müll im Gras entlang des Weges am Vereinsgelände hatte und mit der Greifzange einiges aufpickte. Wie der 1. Vorsitzende Matthias Seidenspinner berichtete, hatten sie gleich zu Beginn ihrer Müllsammelaktion zwei große Rollen Teppichboden gefunden, mit der dieser sperrige Müll an eine Abholstelle gefahren werden konnte.

    Die anderen aus der Gruppe waren schon in zwei Richtungen auf dem Damm voraus geeilt. Bauhofmitarbeiter holten später überall den gesammelten Müll ab. Nach dreistündiger Aktion um 12 Uhr waren die Müllsammler aus der Kernstadt beim DRK zum Mittagessen mit frisch gekochter Kartoffelsuppe eingeladen. Auch in den Stadtteilen war für einen Imbiss gesorgt. Am Donnerstag wird der Müll gewogen und das Gesamtgewicht bekanntgegeben.

    Hannelore Nowacki

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