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Di., 04. Januar 2022, 09:04 Uhr
STERNSINGERAKTION: Aussendung der Sternsinger mit Gottesdienst
Segensbriefe werden ausgetragen – Spenden für Kinder überweisen
Von den 21 Sternsingern der Pfarrgruppe nahm eine Abordnung am Aussendungsgottesdienst teil. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Mit dem Stern voran zogen die königlich gewandeten Sternsinger mit Pfarrer Peter Kern unter Orgelklängen am Sonntag zum Aussendungsgottesdienst in die Pfarrkirche St. Michael ein. Zu beiden Seiten des Mittelgangs schauten ihnen die Gottesdienstbesucher entgegen, in lockerer vorgegebener Sitzordnung entsprechend der Coronaregeln und auch am Platz mit Maske. Pfarrer Kern begrüßte die Gemeinde an diesem zweiten Sonntag in der Weihnachtszeit, stellte das Motto der Sternsingeraktion 2022 „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ vor und erinnerte an das Geheimnis von Weihnachten.Mit der Aussage „Gott wollte wie ein Mensch mit uns das Leben teilen“ richtete Pfarrer Kern den Blick auf die Weihnachtsgeschichte von Johannes und Lukas und auf das Schöpfungswort „es werde Licht“. Von der Empore herab erklangen die Lieder der Frauenschola St. Michael unter der Leitung von Andrea Zeilfelder wie Gesang aus himmlischen Sphären, begleitet von Anja Tausch mit Gitarre und Johanna Tausch mit Violine. „In dulci jubilo“ und „Seht ihr unseren Stern dort stehen“ hörten die Gottesdienstbesucher zu Beginn, den Auszug begleitete die Frauenschola mit den Liedern „Tragt in die Welt nun ein Licht“ und „Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir wünschen euch ein fröhliches Jahr, Caspar, Melchior und Balthasar“. Während die Sternsinger sich am Altar aufstellten, um Segenswünsche vorzutragen, erklangen Orgelspiel und Gesang. Nach der Eucharistiefeier intonierte Organist Wolfgang Becker das ergreifende Lied „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“, das der Chor singend vollendete. In Coronazeiten ist vieles anders, die Gemeinde singt nicht, der Friedensgruß wird mit einem freundlichen Zuwenden und Zunicken an die auf Abstand gehaltenen Sitznachbarn weitergegeben und die Sternsinger läuten nicht wie sonst an den Haustüren, um den Segen in die Häuser zu tragen und Spenden zu sammeln. Pfarrer Kern erklärte den Gottesdienstbesuchern, dass die Sternsinger in den nächsten Tagen die Segenspost in die Briefkästen stecken, überall dort, wo es sich die Menschen gewünscht hatten und die Adressen bekannt sind. Spenden können überwiesen werden. Am 6. Januar, dem Tag der Erscheinung des Herrn, werde mit einer Abordnung der Sternsinger der Abschlussgottesdienst gefeiert, kündigte Pfarrer Kern an. Bis dahin können Segensbriefe auch im Pfarrbüro und nach den Gottesdiensten von allen abgeholt werden, die ihre Adresse nicht hinterlegt haben. Von den 21 Sternsingern der Pfarrgruppe nehmen immer nur einige Kinder als Abordnung an den Gottesdiensten teil, erklärten Andrea Zeilfelder und Marion Brandner im Anschluss gegenüber dem TIP. Die beiden betreuen die Sternsinger-Aktion ehrenamtlich, sie organisieren die Abläufe und Termine und haben 1.200 Segensbriefe vorbereitet, von denen die Sternsinger tausend verteilen, zweihundert verbleiben zum Abholen. Unter den Sternsingern im Alter von sechs bis 17 Jahren seien Geschwisterkinder nachgewachsen, Kommunionkinder, einige neu und manche Sternsinger schon seit zehn Jahren dabei. Nach dem Auszug aus St. Michael war ein Sternsinger-Kind dazu ausersehen, mit gesegneter Kreide den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ als Formel 20*C+M+B+22 an den Eingang zu schreiben. Übersetzt bedeutet dies „Christus segne dieses Haus“, wie Pfarrer Kern erklärte. Mit einem Liedvortrag endete die Zeremonie. In kleinen Gruppen werden die Sternsinger im Laufe der Woche fünf Kitas, die Stadtverwaltung und das Altenheim besuchen. Hannelore Nowacki