In der Corona-Krise herrscht Ausnahmezustand. Insbesondere für die Angehörigen und Freunde von Verstorbenen ist die Situation wegen der Kontaktbeschränkungen extrem bedrückend. Wie gehen die Pfarrerinnen und Pfarrer damit um? Eine Umfrage im Evangelischen Dekanat Bergstraße. Holger Mett, Pfarrer in Hofheim, hat die erste „Corona-Tote“ im Kreis Bergstraße beerdigt. Für ihn war es eine „Doppelbeerdigung“. „Die Frau starb, ohne dass Familienangehörige sie zuvor im Krankenhaus besuchen konnten. Fünf Tage später starb ihr Mann an Herzversagen, obwohl er nach Auskunft der Angehörigen kerngesund war. Er starb wohl an gebrochenem Herzen“, sagt Pfarrer Mett. Die Familie habe