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  • Mo., 30. März 2015, 11:04 Uhr
    TG Biblis besucht Landeshauptstadt Wiesbaden

    Sektkellerei und Besuch im Landtag stand auf dem Programm

    BUZ: Rund 50 erwartungsvolle Bibliser aus den Reihen der Turngemeinde machte sich auf den Weg in die Landeshauptstadt. Foto: oh


    BIBLIS - Ein interessantes Programm hatten Alfred Schader und Jürgen Weis vorbereitet, als am 26. März ein Bus mit rund 50 erwartungsvollen Biblisern Mitgliedern der Turngemeinde in die Landeshauptstadt startete. Die Exkursion nach Wiesbaden begann mit einer Führung durch die prickelnde Welt des Sekt bei der Sektkellerei Henkell in Wiesbaden-Biebrich, die gleich mit ihrer imposanten Marmorhalle beeindruckte. Nach einem Begrüßungsschluck ging es 15 Meter in die Tiefe, wo sich einst eine Kiesgrube befand, jetzt aber 80 Millionen Liter Wein gelagert werden können. Während der Führung erfuhren die Bibliser unter anderem, dass ein Cuvée aus zehn bis 15 verschiedenen Weinen bestehen kann und Wiesbaden sich, auch aufgrund etlicher zugekaufter Sektkellereien im In- und Ausland, als die „Weltstadt des Sekts“ bezeichnen kann. Anschließend war Gelegenheit, durch das Stadtzentrum von Wiesbaden zu bummeln. Danach stand der Besuch des Landtags auf dem Programm. Der Eingang über den roten Teppich war an diesem Tag einer Delegation des polnischen Senats vorbehalten, die Besucher von der TG gelangten durch den modernen Anbau zunächst in das Stadtschloss, die einstige Residenz des Herzogs von Nassau. Über ein stilvolles Treppenhaus führte der Weg in die Rotunde über dem Eingangsbereich und weiter durch den roten und gelben Salon, ausgestattet mit wunderbaren Fußböden, Wand- und Deckendekorationen sowie historischem Mobiliar. Es schloss sich der Gang durch den zweistöckigen Ballsaal mit nachgeahmter pompejanischer Malerei, den Wintergarten und den früheren Speisesaal mit prächtigem Leuchter an. Wo sich einst der Reitstall befand, wurde vor einigen Jahren das Gebäude mit dem neuen Plenarsaal errichtet, in dem die Besucher aus Biblis eine Stunde lang die Debatte verfolgen konnten. Sie folgten dabei einer Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU), der seinen Gästen einmal die Landespolitiker bei der Arbeit zeigen wollte. Dazu bot sich die Plenarsitzung natürlich an. Während der Debatte äußerten sich unter anderen Jörg-Uwe Hahn (FDP) und Alexander Bauer (CDU) zu einem eventuellen Zusammenschluss der Kreise Bergstraße und Odenwald. „Die Bürgerinnen und Bürger wählen uns Politiker nicht nur, sie kontrollieren auch unsere Arbeit“, so Alexander Bauer, der noch für ein längeres Gespräch zur Verfügung stand. Bauer musste so manches erklären. Es wird nämlich mit harten Bandagen gestritten und der Ton ist oft etwas rauer als im Stadtparlament. „Gäste aus meinem Wahlkreis sind mir immer herzlich willkommen. Man erfährt, wo die Bürger der Schuh drückt und diese erfahren im Gegenzug etwas über die Hintergründe der Landespolitik“, so Bauer bei seinen Ausführungen. Bauer, der auch innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, hatte an diesem Tag drei Reden zu halten und war nach einer vorangegangenen Debatte um die Krawalle bei der Einweihung der EZB und einem durcheinander geratenen Zeitplan stark gefordert. Jedenfalls waren sich die Besucher aus Biblis einig, an diesem Tag viele interessante Eindrücke gewonnen zu haben. zg

     

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