„ZUSAMMEN IM LEBEN”: Zertifikate an ehrenamtliche „Seniorenpartnerinnen und - partner” übergeben
Senioren unterstützen und ihnen Zeit schenken
Sind als ehrenamtliche „Seniorenpartnerinnen und - partner” für Seniorinnen und Senioren da: Elsa Vogel (3.v.l.), Herbert Tiefel (2.v.r.) und Udo Schillinger (2.v.l.) – sehr zur Freude von Silvia Riehm (l.) und Stephanie Rapp (r.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Seit dem 1. September 2018 gibt es in Lampertheim das Angebot der aufsuchenden Sozialarbeit. Auch die Seniorenberatung der Caritas in der Neuen Schulstraße unterstützt die betagten Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Hausbesuchen. Um genau diese Zielgruppe wieder mehr ins gesellschaftliche Leben zu integrieren, entwickelten Stephanie Rapp, Stadt Lampertheim, Stabsstelle Soziales, und Silvia Rhiem, Caritas, Seniorenberatung Lampertheim, in Zusammenarbeit mit Ute Striebinger, Vorsitzende Seniorenbeirat Lampertheim, ein neues Projekt: „ZIL – Zusammen im Leben“. Dieses ist als Ergänzung zur aufsuchenden Sozialarbeit zu sehen. Geschulte Bürgerinnen und Bürger aus Lampertheim werden dabei zu ehrenamtlichen „Seniorenpartnerinnen und - partnern”. Das Ziel ist, Seniorinnen und Senioren wieder mehr Kontakt zu ermöglichen und sie in alltäglichen Dingen zu unterstützen. Es kann sich dabei um Unternehmungen handeln, die ohne Begleitung nicht möglich wären, oder auch um digitale oder behördliche Unterstützung. Oder aber es geht um das wichtiges Gut überhaupt: Zeit – und sei es einfach zum Zuhören und für jemanden da zu sein. Hier wird individuell für jede Partnerschaft geschaut, was benötigt wird und was wer machen kann.
Nun konnte den ersten drei ersten ehrenamtlichen „Seniorenpartnerinnen und - partner” ihr Zertifikat überreicht werden: Elsa Vogel, Herbert Tiefel – der besonders für die Senioren in Hofheim, Rosengarten und Wehrzollhaus da sein möchte – und Udo Schillinger.
„Wir haben hier sehr emphatische Menschen, die Spaß daran haben, älteren Menschen Freude zu schenken und für sie da zu sein”, fasste der Erste Stadtrat Marius Schmidt das niederschwellige Angebot zusammen, „welches das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert und aus dem echte Freundschaften entstehen können. Wir hoffen, dass das Projekt ZIL weiter wächst, denn es ist eine nachhaltige Idee.”
Stephanie Rapp und Silvia Rhiem betonten die Dynamik in der Gruppe im Rahmen der Qualifizierung, die an vier Abenden erfolgte. Wichtig sei dabei aber auch gewesen zu lernen, die Grenzen und Chancen im Ehrenamt zu erkennen – gerade mit Blick darauf, wo die Grenze zur professionellen Betreuung liegt. Brigitte Volk von der Lukasgemeinde freut sich, dass es dieses Angebot gibt: „Wir wollten einen eigenen Besuchsdienst gründen, haben aber dann von dieser Idee gehört und uns ihr angeschlossen.”
Wer Interesse hat, das Angebot der ehrenamtlichen „Seniorenpartnerinnen und -partner” in Anspruch zu nehmen, kann sich gerne an Stephanie Rapp, Haus am Römer, Domgasse 2, telefonisch unter 06206/935 473 oder Silvia Rhiem, Caritasberatungsstelle, Neue Schulstraße 16, unter 06206/9513666 wenden. Hier sind übrigens auch all diejenigen an der richtigen Adresse, um sich im Rahmen des Qualifizierungsprojekt im Ehrenamt zu Seniorenpartnerinnen und -partnern ausbilden zu lassen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Lampertheim und den Stadtteilen sind gerne willkommen. Benjamin Kloos