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  • Do., 02. September 2021, 08:58 Uhr
    EINWEIHUNG DES BAUMHOROSKOPS: Lions Club erhielt Unterstützung von Sponsoren, Spendern und Stadt

    Sich selbst entdecken – die Kraft der Bäume spüren

    Freude und festliche Stimmung, aber Regen statt Sonne - zur Einweihung des Baumhoroskops sprachen Bürgermeister Gottfried Störmer, Lions-Pastpräsidentin Karin Salber, Sabine Vilgis und Lionspräsident Frank Nowak zur Begrüßung der teilnehmenden Sponsoren und Spender.  Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Naturverbunden waren die Kelten und sie hatten einen besonderen Sinn für Bäume, denen sich die Menschen damals sehr nahe fühlten. Über tausend Jahre waren die Kelten in vielen Teilen Europas zuhause. Aus diesen alten Zeiten ist das keltische Baumhoroskop überliefert, das sich am Mondkalender orientierte. Das Lampertheimer  Baumhoroskop, das die keltische Mystik und Weisheit heute für jeden bei einem Spaziergang auf dem Stadtfriedhof am Stadtpark erlebbar macht, hat der Lions Club Lampertheim dank zahlreicher Sponsoren und Spender in Zusammenarbeit mit der Stadt Lampertheim am Samstag feierlich im Beisein vieler Förderer dieser Idee einweihen können. Bei leichtem Sprühregen hieß Lionspräsident Frank Nowak die Teilnehmer der Einweihungsfeier vor der Friedhofskapelle willkommen. Pastpräsidentin Karin Salber hatte das Projekt initiiert und noch als Lions-Präsidentin federführend vorangetrieben, jetzt ist es vollendet – eine Informationstafel erklärt das Baumhoroskop und gibt einen Überblick über die 21 jungen Bäume, die von Mitarbeitern der Technischen Betriebsdienste gepflanzt wurden. An jedem Baum ist auf einem Schild zu lesen, welche Eigenschaften des Baums die Kelten dem zugehörigen Menschen durch seinen  Geburtstag im jeweiligen Zeitabschnitt zugeschrieben hatten. Vier Bäume, die Eiche, Birke, Olive und Buche markieren die vier Jahreszeitenwechsel und betreffen nur einen Tag. Zum Schutz erhielten die Stämmchen einen weißen Anstrich, ein Holzgerüst gibt ihnen Halt, bis sie in einigen Jahren zu starken Bäumen herangewachsen sind. „Ohne die Stadt Lampertheim wäre das Projekt nicht möglich gewesen“, sagte Karin Salber zu Beginn der Einweihungsfeier und dankte den Sponsoren und Spendern, die „so viel Geduld aufgebracht haben“. Sie erinnerte daran, dass sie bereits im Dezember Bürgermeister Gottfried Störmer einen Scheck über 20.000 Euro übergeben hatte. Mit dieser Summe sind Pflanzung, Beschilderung und Pflege durch die Technischen Betriebsdienste über zwei Jahre abgedeckt. Mit diesen Bäumen verbinde sich auch ein Signal für die Zukunft und das Klima, betonte Salber. Besonders dankte sie auch Sabine Vilgis, der Leiterin der Technischen Betriebsdienste. Bürgermeister Störmer lobte die Tatkraft des Lions Clubs und ließ die Zuschauerrunde wissen, dass die Stadt gerne in Fällen wie diesen Hilfe leiste. Wegen der Liegezeiten bis ins Jahr 2044 werde der Stadtfriedhof hinter dem Stadtpark erst anschließend entwidmet. Die Stadt Lampertheim wolle diese Fläche als grüne Lunge erhalten und nach 2049 als Teil des Stadtparks weiter entwickeln. Neugierig sei er, gestand Störmer, ob er noch neue Charaktereigenschaften für sich entdecken werde, wenn er seinen Baum gefunden habe. Sabine Vilgis dankte Karin Salber für „die Riesenenergie“, mit der sie das Projekt betrieben habe, das nicht nur für das Klima gut sei. „In dieser Größe, mit Schildern, zum Rundwanderweg gestaltet, hat dieses Baumhoroskop ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“, befand Vilgis strahlend. Auf den Erfolg des Projekts wurde mit Sekt und Saft angestoßen. Eine andere Art von Bäumen hatte der Lions Club links und rechts des Eingangs zum temporären Festgelände aufgestellt – sie trugen auf ihren weißen Blättern die Namen der Sponsoren und Spender. Wie der Bürgermeister waren auch viele Besucher neugierig, was sie wohl über sich und ihre Charaktereigenschaften bei ihrem Baum erfahren würden. Netterweise hatte der Regen nachgelassen und versprühte nur noch vereinzelte Tropfen. Hannelore Nowacki

    Gleich konnte die Entdeckungsreise zu den 21 Bäumen des keltischen Baumhoroskops beginnen – eine Gelegenheit sich mit der Natur und eigenen Charaktereigenschaften vertraut zu machen. Foto: Hannelore Nowacki

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