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Di., 29. September 2015, 10:20 Uhr
Polizeiliche Beratung gegen Einbruch bei der Messe Bürstadt stark gefragt
Sicher sein - Einbrechern einen Riegel vorschieben
Das Präventionsmobil des Polizeipräsidiums Südhessen war an beiden Messetagen in Bürstadt gut besucht. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Riesig erscheint das „Präventionsmobil“ des Polizeipräsidiums Südhessen – und ist es auch mit seinen 13 Metern Länge. Im Innern kann man zur Beratung gemütlich sitzen und in der Ausstellung eine ganze Sammlung Einbruch hemmender Einrichtungen für Fenster und Türen besichtigen und ausprobieren. Bei der Messe Bürstadt machte die mobile polizeiliche Beratungsstelle auf ihrer „Präventionsrundreise“ durch vier Landkreise in Südhessen zwei Tage Station. Das dreiköpfige polizeiliche Beraterteam war stark gefragt, der Standort Messe erwies sich mit regem Zulauf als sehr erfolgreich, wie Polizeihauptkommissarin Christel Shelton am Sonntagnachmittag zufrieden feststellte. Sie ist die zuständige Fachberaterin für den Kreis Bergstraße und in Südhessen zudem in der städtebaulichen Kriminalitätsprävention tätig. Über 100 Menschen ließen sich an beiden Messetagen eingehend beraten, viele weitere interessierte Messebesucher nahmen sich Informationsmaterial mit, berichtete sie im Gespräch mit dem TIP. Immer wieder bildeten sich Gruppen vor der mobilen Beratungsstelle. Das Thema Einbruch bewegt viele. Ein betroffenes Ehepaar aus Heppenheim mit Freunden in Bürstadt meinte zum Präventionsmobil: „Dass die hier stehen ist gut“. Was die Einbrecher bei ihnen angerichtet hatten, fanden sie erschreckend, ebenso erschreckend „wie schnell so ein Fenster aufgeht“. Aber die nachträgliche Sicherung sei nicht ganz billig, fanden junge Leute, die sich ebenfalls am Präventionsmobil umschauten – gerne würden sie sich vor Einbruch schützen. Auf jeden Fall solle man sich von zertifizierten Fachfirmen einen Kostenvoranschlag machen lassen, empfiehlt Präventionsberaterin Christel Shelton. Viele Informationen sind im Internet unter www.polizei-beratung.de abrufbar – auch Listen im PDF-Format von geprüften Fachfirmen für mechanische Sicherungen, Einbruchmeldetechnik/Alarmanlagen sowie Video- und Überwachungsanlagen. Wichtig ist, so betont Christel Shelton, dass die Produkte nach DIN geprüft und zertifiziert sind. Wenn die Nachbarschaft mitmacht, kann vielleicht auch der Aufkleber „Wachsame Nachbarn“ helfen, der am Briefkasten und Eingangstür klebt. Und noch ein Anliegen hat Polizeihauptkommissarin Christel Shelton: Viel mehr junge Leute bis zum Alter von 32 Jahren könnten sich für die Polizei als Beruf entscheiden. Die Polizei hat nicht nur viel Arbeit mit Einbrüchen, der Beruf ist so vielfältig wie die Gesellschaft. Informationen unter: www.polizei.hessen.de/einstellungsberatung und www.polizei.hessen.de/karriere. Hannelore Nowacki