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  • Fr., 13. April 2018, 10:23 Uhr
    Gemeinsame Aktion „Aufstehen für den Frieden“ / Muslime und Christen versammelten sich auf dem Domplatz

    Sichtbares Zeichen für den Frieden in Lampertheim und der Welt

    Christen und Muslime sprachen sich für den Frieden auf Erden aus, der im Kleinen beginne. Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM – Der Anlass war ein aktueller, die Resonanz leider gering: Am Donnerstag fand auf der Domwiese zum zweiten Mal die Aktion „Aufstehen für den Frieden” statt. Seite an Seite standen sie – Vertreter der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und der muslimischen Ahmadiyya Gemeinde, Bürgermeister Gottfried Störmer und knapp 25 Teilnehmer an der gemeinsamen, interkulturellen Aktion von Muslimen und Christen. Eingeladen waren alle, die sich für den Frieden einsetzen wollen.
    „Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Syrien hat dieser Aufruf leider eine neue Aktualität gewonnen. Wir wollen für den Frieden beten. Dafür zeigen wir Flagge und stehen öffentlich für den Frieden auf – Christen und Muslime, Seite an Seite”, betonte Pastor Jörg Lüling von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. „Denn Frieden ist mehr als nur ein Wort. Willkommen zu dieser kleinen Friedensdemo.”
    Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren weit mehr Menschen dem Aufruf gefolgt, Pastor Lüling bedauerte in diesem Zusammenhang auch, dass sich die anderen Kirchen in diesem Jahr nicht am Aufruf beteiligt haben. „Vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier so friedlich leben”, ergänzte er.
    „Wir wollen die Gemeinschaft weiter fördern, auch über dieses Friedensgebet hinaus”, betonte Iftikhar Shaikh, der Vorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde in Lampertheim und Bürstadt. „Der Glaube allein reicht nicht aus, es müssen Taten folgen. Denn der Glaube ist eine Gnade Gottes. Die Ahmadiyya-Gemeinde ist in 250 Ländern vertreten. Es gehört zu den Aufgaben der Muslime, jede Form von Extremismus und Terrorismus zu verurteilen. Zudem sollen Muslime loyal zu ihrem Staat sein.”
    Bürgermeister Gottfried Störmer zitierte aus dem Gedicht „Bewaffneter Friede” von Wilhelm Busch, das „aus dem Jahr 1904 stammt und bis zum heutigen Tag nichts an Aktualität verloren hat, im Gegenteil. Frieden ist ein Bedürfnis, dass wir alle teilen. Wir schenken diesem Bedürfnis heute zusammen einen Moment Zeit.”
    Pastor Lüling hatte zwei Symbole, die für ihn Frieden darstellen, mitgebracht: Rabe Rudi und eine rote Rose. Mit dem Raben führte er eine Pantomime durch, um zu verdeutlichen, dass „jeder von uns einen Beitrag zum Frieden leisten kann – getreu dem Motto 'Herr, mach mich zum Werkzeug Deines Friedens'”. Die Rose als zweites Symbol „steht für die Liebe”, so Pastor Lüling. Er hatte hierzu das „Hohe Lied der Liebe” in seine eigene Sprach übersetzt. „Ohne Liebe sind alle Worte wie Schall und Rauch”, folgerte er.
    Im Anschluss folgte ein stilles Gebet, um keine Irritationen hervorzurufen, denn jeder hat seine Art zu beten – egal ob man das Gespräch mit Gott sucht oder seinen Wunsch nach Frieden äußert. Nach der Zeit der Stille folgte der Gruß „Friede sei mit Dir" oder auf arabisch „Salam Aleykum”, bei dem sich Christen und Muslime als sichtbares Zeichen des Friedens die Hände reichten. Benjamin Kloos










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