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  • Mi., 13. März 2024, 10:49 Uhr
    EHRENAMT: 12. Anerkennungsabend für 850 Ehrenamtliche in der Hans-Pfeiffer-Halle

    „Sie sind das Herz von Lampertheim“

    Das Ehrenamt halte die Gesellschaft zusammen, sagte Bürgermeister Gottfried Störmer und dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Einmal im Jahr können sich die ehrenamtlich engagierten Lampertheimer zurücklehnen und sich von einem erlesenen Bühnenprogramm unterhalten lassen, das der Fachbereich Bildung, Kultur und Ehrenamt ausgesucht hat. Diesmal waren der Einladung zum Anerkennungsabend für Ehrenamtliche rund 850 Besucher mit ihren Partnern gefolgt.

    Das ist einfach großartig“, meinte Bürgermeister Gottfried Störmer in seiner Eröffnungsrede. Der Applaus ließ nicht auf sich warten. „Es ist eine Ehre, Ihnen heute unseren Dank und unsere Anerkennung im angemessenen Rahmen ausdrücken zu dürfen“, sagte Störmer weiter. Das Ehrenamt halte die Gesellschaft zusammen und sei in Lampertheim fest verankert. „Sie sind das Herz von Lampertheim“, machte Störmer deutlich.

    Auch die Pflichtaufgaben als Kommune wären von der öffentlichen Hand alleine nicht zu bewältigen. An dieser Stelle nannte Störmer die Katastrophenschutzeinheit und die Freiwillige Feuerwehr, die im vergangenen Jahr 334 Einsätze geleistet habe. Wer ehrenamtlich tätig ist, tut dies in seiner Freizeit, daher gehe sein Dank auch an die Angehörigen. Eine weitere positive Seite des Ehrenamts sprach Störmer an: „Sie bereichern sich auch selbst“.

    Dann gehörte die Bühne dem Zauberkünstler Marcel Kösling, der seine Beobachtungen auch gesanglich zu präsentieren weiß und auf unterhaltsame Weise Kabarett, Zauberei, Comedy und Musik zu einem vergnüglichen Abend verbindet. Kaum auf der Bühne erschienen, ließ sich das Publikum lachend und schmunzelnd von den Seilkunststücken hinreißen, nachdem die Wünsche nach zersägter und schwebender Jungfrau wegen eingestandenen Materialmangels nicht in Erfüllung gingen.

    Marcel Kösling überraschte die Zuschauer in der ersten Reihe mit persönlicher Begrüßung. Foto: Hannelore Nowacki


    Im Geld schwimmen oder abgebrannt

    Das Thema Geld, das beim Ehrenamt nicht zu verdienen ist, treibt Marcel Kösling auf köstliche Weise um. „Ich wär so gerne Milliardär“ singt er, tut aber auch einiges dafür. Die Zuschauer werden Zeuge einer wundersamen Geldvermehrung und unter Mitwirkung des Publikums werden auch noch die richtigen Lottozahlen gezogen, die er in einem Umschlag verwahrt hatte. Dann gesteht er aber doch: „Wenn ich das könnte, wäre ich nicht hier“ und sagte lieber gleich: „Ich bin heute nicht ehrenamtlich hier“. Alles natürlich streng geheim, begeisterter Beifall kommt auf und zur Melodie von Highway to Hell wird rhythmisch geklatscht. „Man wird ja noch träumen dürfen“, sagt der Zauberer, das Publikum versteht.

    So kommt man zu Geld – den Fünf-Euro-Schein gekonnt falten, und schon hat man 100 Euro in der Hand, wie Zauberer Marcel Kösling dem Publikum bewies. Foto: Hannelore Nowacki


    Und wenn man abgebrannt ist? Dann lodern aus dem Portemonnaie die Flammen. Doch keine Sorge, hinter der Bühne wachte die Feuerwehr. Auch einen Tisch kann er schweben lassen. Dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht, ist ja klar und wurde auf der Bühne von einer jungen Besucherin in Augenschein genommen. Am Ende war der Künstler vom Abend so begeistert wie das Publikum. „Ihr habt mir heute Abend eine große Freude gemacht“, rief er dem Publikum zu.

    Erster Stadtrat Marius Schmidt betrat die Bühne, einmal um den Ehrenamtlichen zu danken, dass sie Großartiges im Ehrenamt leisten, dann aber auch zauberhaft gekonnt zur Zugabe überzuleiten. Der Trick mit den Lottozahlen könnte ein Weg sein, wie Lampertheim zukünftig in Geld schwimmt, kam dem Ersten Stadtrat in den Sinn. Vor den Augen des Publikums übernahm Marcel Kösling als Zugabe die dankbare Aufgabe, die Elemente des Alltags im Einklang zu vereinen, nachdem er sie zuvor verrückt hatte, ein kleines Virus war schuld. Alles im Rahmen. Mit etwas Zeit, Zuversicht und Normalität komme der Alltag wieder in Einklang.

    Das funktioniere auch mit positiven Dingen, erklärte der Künstler und gab dem Publikum einen Wunsch auf den Weg: „Machen Sie keine halben Sachen, bleiben Sie optimistisch, dann wird alles wieder gut“. Im Anschluss waren alle zum vergnüglichen Beisammensein mit Umtrunk und kleiner Stärkung eingeladen. Schnell war die Halle von den Gesprächen erfüllt.

    Hannelore Nowacki

    Information

    Eingeladen waren die Lampertheimer Vereine und Selbsthilfegruppen, Rettungsdienste, Mitglieder der städtischen Gremien (Magistrat, Stadtverordnete und Ortsbeiräte), Bürgerstiftung, Seniorenbeirat, Bürgerinitiative und Altrhein-Initiative, Spargelkönigin, Ehrenbürger, Träger der Goldenen Stadtplakette, Verschwisterungskomitee, Lampertheimer Tafel, Agenda-Gruppen, Lesepaten, Baumpaten, Spielplatzpaten, Integrationslotsen, der freiwillige Polizeidienst und die Kirchen.

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