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  • Mo., 22. Mai 2017, 22:52 Uhr
    Oberliga-Qualifikation für die Handball-A-Jugend des TV Lampertheim noch möglich

    Sieg im letzten Duell hält Hoffnung am Leben

    Keeper und Matchwinner in der dritten Partie: Sven Hardenberg. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Die Nachwuchshandballer des TV Lampertheim bestritten am Samstag das Qualifikationsturnier zu hessischen Oberliga, der Klasse die direkt unter der Jugendbundesliga angesiedelt ist.

    In Kleinwallstadt musste das Team um seine Trainer Thorsten Jakob, Felix und Gero Nieter gegen die Mannschaften der gastgebenden JSG Wallstadt, des TV Hüttenberg 2 und der HSG Hofgeismar/Grebenstein antreten. Die Vorgaben waren klar, die beiden ersten Teams qualifizieren sich direkt für die Oberliga, die Turnierdritten haben, je nach Ausgang der Qualifikation zur Jugendbundesliga ebenfalls noch die Qualifikationschance.

    In der ersten Partie standen die Gastgeber von der JSG Wallstadt auf dem Spielplan. Das Spiel begann recht ausgeglichen. Die Gastgeber legten vor, und die Turner zogen nach. Das krankheitsbedingte Fehlen von Kai Lillinger sowie frühe die Verletzung von Robin Kettler machte sich im Spielverlauf dann doch bemerkbar und die Wallstädter konnten sich, bis zum Seitenwechsel, auf 8:11 Tore absetzen. Der zweite Abschnitt begann mit einer kurzen Schwächephase der Lampertheimer, die auf diesem Spielniveau sofort ausgenutzt wurde. Der Gegner setzte sich mit einem 4-Tore-Lauf von 11:12 auf 11:16 ab. Ab diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Zwar versuchten die Spargelstädter noch einmal alles, konnten aber nicht mehr nachhaltig verkürzen, so dass die JSG letztendlich verdient, mit einem 14:20 Erfolg die Partie beendete.

    Im zweiten Spiel war die Mannschaft vom Turnierfavorit TV Hüttenberg gefordert. Auch hier konnten die Spargelstädter zu Beginn gut mithalten. Es zeigte sich aber, dass gerade im Deckungsverhalten die Schnelligkeit nicht vorhanden war, die quirligen Gegner entscheiden zu verteidigen, was sich in einer Reihe von Strafwürfen und 2-Minutenstrafen ausdrückte. Zur Halbzeit, beim Stande von 8:11 war zwar noch alles möglich, aber Hüttenberg zog bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 5 Tore davon. Um die Chance auf einen Sieg und somit den zweiten Tabellenplatz zu wahren, mussten die Turner zunehmend mehr Risiko gehen. Der clevere Gegner nutzte diese Situation allerding konsequent aus und lief Konter um Konter, so dass das Endergebnis von 16:26 letztendlich um einige Tore zu hoch ausfiel.

    Vor der dritten Partie, gegen die HSG Hofgeismar/Gebenstein war die Situation klar. Nur ein Sieg würde dem TVL reichen den Platz drei in der Tabelle zu erobern und eine kleine Restchance auf die Oberligateilnahme erhalten. Die Trainer machten ihr Team nochmals richtig heiß. Die Vorgabe war den Vorteil, dass der Gegner in seinem zweiten Spiel gegen Wallstadt an die absolute Leistungs- und Kräftegrenze gehen musste auszunutzen und mit schnellem Spiel und einfachen Kontertoren die Nordhessen in Zugzwang zu bringen.

    Die Mannschaft legte dann auch los wie die Feuerwehr. Aufbauend auf eine überragende Leistung von Keeper Sven Hartenburg, der sein erstes Gegentor erst nach acht Minuten zum 6:1 hinnehmen musste, zog man Tor um Tor davon. Beim Halbzeitstand von 9:2 war das Spiel entschieden. Die Spargelstädter ließen aber nicht nach und zeigten, dass sie sich durchaus im Kreis der Oberligaaspiranten auf Augenhöhe bewegen kann. Der Sieg mit 18:6 Toren war verdient und beschert der Mannschaft den dritten Tabellenplatz. Dieser berechtigt zur Teilnahme an einem weiteren Turnier der Drittplatzierten aller drei Qualifikationsturnier und lässt die Chance zur Qualifikation zur hessischen Oberliga weiter bestehen.

    Die Qualifikation für die zweithöchste Spielklasse für A-Jugendteams überhaupt würde eines der besten Resultate der Handballabteilung des TV Lampertheim in den letzten Jahren bedeuten und unterstreich nachhaltig die gute Jugendarbeit im Verein. 

    In Kleinwallstadt spielten: Marc Schäfer und Sven Hartenburg im Tor, Justus Fröhlich (5), Ian Knisley (1), Wim Größler (1), Robin Kettler (3), Nicolas Kern (6), Tim Pfendler (11/2), Daniel Frei (11/4), Nikolas Venske, Alex Kühr, Jonas Bielmeier, Sebastian Hedderich (3) und Jannik Jung (7). zg

     
     
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