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  • Di., 29. Januar 2019, 10:37 Uhr
    Herz-Jesu-Kirchenchor feierte 40-jähriges Jubiläum mit Ehrungen

    „Singen lässt die Seele tanzen, Singen ist die Sprache der Engel“

    Vor 40 Jahren wurde der Herz-Jesu-Chor gegründet, seit 40 Jahren sind viel aktive und passive Mitglieder dem Chor verbunden (nicht alle waren anwesend, zwei waren im Januar verstorben) und auch Dirigent Hermann Wunderle (rechts) leitet den Chor seit 40 Jahren. Dekan Peter Kern (5. von rechts) übernahm die Ehrungen. Foto: Hannelore Nowacki


    HÜTTENFELD – Der Herz-Jesu-Chor feierte am Sonntagabend sein 40-jähriges Bestehen in heiterer Runde mit den aktiven und fördernden Chormitgliedern und Partnern, mit Gästen aus den Reihen der kirchlichen Gremien und des Seniorenkreises in Hüttenfeld, Sängern aus Viernheim und mit einem besonderen Gast. Dekan Peter Kern hatte die Aufgabe übernommen, den zahlreichen Jubilaren die Ehrenurkunden für 40-jährige Mitgliedschaft und 40 Jahre Singen im Herz-Jesu-Chor zu überreichen. Doch besteht auch eine persönliche Verbindung des Dekans zu Hüttenfeld und dem Kirchenchor – er selbst hat vor vierzig Jahren im Herz-Jesu-Chor mitgesungen und weil es ihm so gut gefiel, war er nach Hüttenfeld gezogen. Auch Dirigent Hermann Wunderle aus Viernheim ist dem Chor seit 40 Jahren treu. Neben der Urkunde des Diözesanverbandes Cäcilia in Mainz, die Dekan Kern ihm überreichte, überraschte ihn sein Chor mit einem üppigen Geschenkkorb. Rudolf Schäfer, seit 40 Jahren aktiver Sänger im Herz-Jesu-Chor, hielt die Begrüßungsansprache mit Rückblick auf schöne gemeinsame Erlebnisse: „Fakt ist: Unser Chor hat schon immer gerne gefeiert“. Schon das einjährige Bestehen habe der Chor im Bürgerhaus gefeiert, beim fünfjährigen Jubiläum fand die Feier im zwischenzeitlich erbauten Pater-Delp-Zentrum statt. Vor allem Margit Matecki sei dies alles zu verdanken gewesen. Dekan Kern dankte er für das spontane Angebot die Ehrungen zu übernehmen. Unter den Gästen begrüßte Schäfer auch Pfarrvikar Virginius Grigutis und Pfarrer Pater John-Peter, der seit Jahresbeginn als Seelsorger für St. Andreas und Herz-Jesu eingesetzt ist sowie Musikdirektor Gerhard Knapp. Chorleiter Hermann Wunderle widmete Schäfer ein besonderes Kapitel der Erinnerungen an die Zeit der Chorgründung im Januar 1979 und den folgenden Jahrzehnten mit großen Auftritten und Reisen, Höhen und Tiefen. Auch auf das Schrumpfen des Chors von anfänglich über dreißig auf nun fünfzehn Aktive ging Schäfer ein. Dem Chor sei bei den äußeren Bedingungen viel gelungen: „Alles Luxus pur – was uns fehlt sind Sängerinnen und Sänger“. Dem schwungvoll gesungenen Tischgebet, unter anderem mit dem afrikanischen Lied „Sana Sananina“, was man mit „Lobet den Herren“ übersetzen könnte, folgte das Abendessen mit lebhaften Tischgesprächen. „Wer singt, betet doppelt“ zitierte Dekan Pfarrer Kern den weisen Augustinus und den Psalm 40, einem Lobgesang auf Sänger. Mit Blick auf das Gründungsjahr 1979 erinnerte Kern an die verstorbenen Mitglieder und würdigte die Gründungsmitglieder, die am Sonntag geehrt wurden. Zum Singen gehörten auch die fröhlichen Stunden nach den Proben und die Romfahrt, an die sich Kern gerne erinnert, denn über die Musik hinaus gebe es Zusammenhalt in der Chorgemeinschaft. Von einem Ritual nach dem Ende der Singstunde berichtete Kern, das ihm noch in den Ohren klinge: „Wo man Bier trinkt und ein Lied singt ist die Welt so herrlich schön“. Das Zusammengehörigkeitsgefühl mache den Charme des Kirchenchors aus, ebenso die kleinen und großen Feste und Ausflüge. Auch die kleiner gewordene Schar singe zum Lob Gottes. Mit einem „vergelt’s Gott“ dankte Kern für die Leistungen. „Ich will ermutigen weiterzumachen“, sagte Kern und berichtete vom ökumenischen Chorprojekt in Bürstadt, auch seien Projektchöre auf dem Vormarsch. Ob diese ein ganzes Kirchenjahr gestalten könnten, stellte Kern jedoch in Frage. Nach den Ehrungen, zu denen Dekan Kern noch einige Informationen beisteuerte, sprach Dirigent Hermann Wunderle, der beim Blick auf die Gründungszeit an die ermutigenden Worte des damaligen Pfarrers Klaus Kollmann dachte: „Hermann, du kannst es“. Daraus wurde eine lange Beziehung: „Hüttenfeld ist meine große musikalische Liebe“, bekannte Wunderle, der bis heute in der Folge weitere Chöre in der Region leitet. Singen und Musizieren zur Ehre Gottes bringe das Herz zum Schwingen, ist Wunderle überzeugt. Auf über 40 Sängerinnen und Sänger sei der Chor einst angewachsen, gerne denke er auch an die Zeit mit Pfarrer Peter Kern zurück. Die vielen schönen Erlebnisse, von denen Wunderle berichtete, auch von den „Originalen“, den Menschen, weckten bei den aufmerksamen Zuhörern unvergessene Erinnerungen – sie bestätigten diese und strahlten dabei glücklich. Wunderle lobte das Singen als große Freude, es lasse die Seele tanzen und: „Singen ist die Sprache der Engel“. Jutta Günther, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Hüttenfeld, regte in ihrem Redebeitrag an, die Nachwuchsprobleme mit einem Projektchor zu den Festgottesdiensten anzugehen, dem sich alle anschließen könnten, die wie sie selbst gerne singen, aber nicht dauerhaft an Singproben teilnehmen können. Ein musikalischer Beitrag von Alois Kalt mit dem Saxofon folgte. Seit vielen Jahren unterstützt er den Chor an den Hochfesten des Jahres. Ein gemütlicher Ausklang stand auf dem Programm. Hannelore Nowacki

    Information

    Hermann Wunderle wurde für 40 Jahre Chorleitung geehrt. 40 Jahre sind Ingrid Möller, Erika Schäfer und Rudolf Schäfer im Herz-Jesu-Chor aktiv. Unter den passiven Mitgliedern, die für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, haben einige früher im Chor gesungen: Agnes Dörr, Christa Fleig, Erwin Gärtner (verstorben), Ria Keuker, Walter Keuker, Wilfried Luley, Franziska Moos (verstorben), Hildegard Neyer, Edith Ringenwald, Trude Rünger, Anni Schaffranek, Maria Wanka und Ursual Zintel.  

     

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