Haagsches Gelände nimmt Form an / Mehr Erzieherinnen für städtische Kitas
Sonnenstadt ist für Zukunft gut aufgestellt
Bürgermeisterin Barbara Schader sieht Bürstadt gut für die Zukunft gerüstet - auch in Bezug auf die Baustelle auf dem Haagschen Gelände. Archivoto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT - Wichtige Entscheidungen traf der Bürstädter Magistrat in den vergangenen beiden Monaten, um die Zukunftsfähigkeit der Sonnenstadt zu gewährleisten: „Das Haagsche Gelände begleitet uns weiter", erläuterte Bürgermeisterin Barbara Schader im Rahmen eines Magistratspressegesprächs. Ein wichtiges Thema hierbei ist das Beleuchtungskonzept. „Wir hatten einen Termin vor Ort, und es wird wirklich wunderschön, auch mit den beleuchteten Bäumen", ist Schader überzeugt. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Vergabe erneut an eine Firma aus Bürstadt erfolgen können. „Wir konnten so erneut unsere heimische Wirtschaft stärken", so Schader weiter.
Probleme gibt es indes mit der Tragfähigkeit des Bodens. Daher wurde in Zusammenarbeit mit der LOPA entschieden, im Bereich der ehemaligen Keilmannhalle zunächst als Provisorium wieder das alte Pflaster aufzutragen. Im Bereich der Großplatten empfiehlt ein Gutachten einen Bodenaustausch bis zum Sand, da es aufgrund von Setzungen im Boden schnell zu Rissen und Verkantungen kommen kann. Da die Großplatten aus optischen Gründen deutlich favorisiert wurden, werden die zusätzlichen Kosten von 40.000 Euro für die Auskofferung bis zum Sand in Kauf genommen. Für die verbleibenden Flächen wird auf weitere Maßnahmen verzichtet. Dabei wird der Auftraggeber für den Bereich der Tragfähigkeit von der Gewährleistung entbunden.
Weitere Schwerpunkte der letzten Monate waren neben erforderlichen Maßnahmen im Bereich der Bauvorhaben des Kanals vor der Kläranlage und der außerplanmäßigen - aber wichtigen - Ersatzbeschaffung eines Traktors, um den Betrieb der Kläranlage weiter zu gewährleisten, die Personalsituation an den städtischen Kindertagesstätten. Hier gibt es gute Nachrichten für alle Kinder: Denn der Magistrat hat nicht nur beschlossen, zum 1. November eine Studentin als geringfügig Beschäftigte einzustellen, sondern ab dem 1. Dezember auch eine Erzieherin mit 20 Wochenstunden für die Kita „Villa Kunterbunt". Auch das Team der Kita „Wichtelburg" wird durch eine Erzieherin mit einer Arbeitszeit von 20 Stunden in der Woche erweitert. Zudem ist auf Beschluss des Magistrats eine Stellenausschreibung für Anerkennungspraktikanten für jede städtische Kita erfolgt, wovon bereits zwei Positionen („Kita Sonnenschein" und „Betreuende Grundschule Bärenhöhle") besetzt wurden.
„Zum Jahresende möchte ich die Gelegenheit nutzen, herzlich danke zu sagen: An den Magistrat für die konstruktive, kollegiale und intensive Zusammenarbeit, die von Sachlichkeit geprüft war. Danke auch für die Haushaltsberatungen zum Wohl unserer Stadt. Hier geht auch an die drei Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung, die diesen Haushalt unterstützt haben, ein herzliches Danke. Dies war ein wichtiges Signal, dass wir gemeinsam weiter positiv für Bürstadt arbeiten können. Die Haushaltslage ist nicht rosig, aber wir bleiben zukunftsfähig", betonte Bürgermeisterin Schader. „Und natürlich danke ich allen Mitarbeitern für die gute, intensive Zusammenarbeit. Diese hatten im ersten halben Jahr sicher keine leichte Aufgabe, sich meinem Tempo und meinen Ansprüchen anzupassen." Benjamin Kloos