WASSERSPORTVEREIN LAMPERTHEIM: Unterstützung durch Stadt Lampertheim und Sponsoren
Sonnige Saisoneröffnung mit Bootstaufen
Olympiasiegerin Nicole Reinhardt taufte den Einer-Kajak „Peking“, aufmerksam vom WSV-Nachwuchs beobachtet. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Frühling stellte sich zur Saisoneröffnung des Wassersportvereins (WSV) am Sonntagmorgen mit Sonne und frischem Wind vor, die Bäume und Büsche am Altrhein zeigten sich in zartem Grün, eine schöne Atmosphäre auf dem Vereinsgelände mit Blick auf die Schönheit der Natur. Der Einladung zur Saisoneröffnung waren Vertreter der Lokalpolitik und Sponsoren, Mitglieder und der Nachwuchs zahlreich gefolgt. Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, die Fraktionsvorsitzenden Jens Klingler (SPD) und Alexander Scholl, die SPD-Stadträte Hans Schlatter und Joachim Stumpf, der auch Vorsitzender der Sportkommission ist, sowie Stadtrat Dieter Meyer (Grüne) und Helmut Hummel als Vertreter der FDP-Fraktion zeigten durch ihre Anwesenheit die Bedeutung des WSV für Lampertheim. Vom Hessischen Kanuverband Leistungssport nahm Vizepräsident Thomas Sommer an der Saisoneröffnung teil und Olympiasiegerin Nicole Reinhardt, die beim WSV als Mitglied im Freizeitsport aktiv ist und mit Töchterchen gekommen war, griff später zur Sektflasche, um den Einer-Kajak „Peking“ zu taufen. Strahlend Pink ist der Einer-Kajak „Heaven“, der Dr. Lisa Herrmann als Taufpatin hatte. Otto Edinger, Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsvereins (WuVV), taufte den weißen Zweier-Kajak „Los Angeles“, für den der WuVV 3.500 Euro beigesteuert hatte. Taufpate für den Vierer-Kajak „Black Pearl“ war Heiko Kiebel. Den dickbauchigen blauen Mannschafts-Canadier, der durch seine Ausmaße ein Blickfang war und passenderweise „Gigant“ heißt, taufte Erster Stadtrat Marius Schmidt. Aus dem Topf der Vereinsförderung der Stadt Lampertheim hatte er knapp 1.000 Euro für den Ankauf eines Zweier-Kajaks mitgebracht. Von Bürgermeister Gottfried Störmer richtete er Grüße aus, er war zur Ukraine-Hilfe nach Swidnica, der polnischen Partnerstadt mitgefahren. Sport stehe für ein friedliches Miteinander und Sport habe die Kraft die Welt zu verändern, zeigte sich Schmidt überzeugt. Den WSV ordnet Schmidt als fest in die Stadtgesellschaft verankert ein. „Der Wassersportverein ist für uns als Stadt eine Zierde“, krönte Schmidt seine Wertschätzung. Dass auch in Zukunft auf dem Altrhein Wassersport möglich sein soll, sei auch dem Engagement des WSV zu verdanken, mit dem Ergebnis, dass der Bund sich zur Hälfte an den vorläufigen Kosten beteilige. In ihrer Ansprache ging die 2. Vorsitzende Erika Gabler auf die zurückliegende Pandemiezeit seit März 2020 ein, die für den WSV Beschränkungen und große Einschnitte bedeutet habe – zwei Jahre ohne Veranstaltungen brachten auch gravierende finanzielle Einbußen. Umso wichtiger sei die Unterstützung durch Förderer, Sponsoren und die Stadt Lampertheim geworden. Alle Sportangebote in der Halle waren stillgelegt, ständige Änderungen der Hygienevorschriften, Training nur noch in Kleingruppen, keine Regatten und keine Wettkämpfe, Meisterschaften nur in Kleinbooten und ohne Zuschauer, das alles setzte dem WSV besonders zu. Doch jetzt keimt Hoffnung auf – für Ende Mai ist die Lampertheimer Regatta geplant. Dafür wünscht sich Gabler ordentlich Altrheinwasser unter dem Kiel. Dieter Brechenser, Ansprechpartner für den Kanurennsport, meinte, dass der Sport in diesen Zeiten eine gute Ablenkung sei. Das Investitionsprogramm mit 30.000 Euro, zunächst mit Skepsis betrachtet, sei mittlerweile umgesetzt. Mit vier neuen, prachtvollen Booten starte die Saison 2022. Der Vierer-Kajak sei mit 11 Metern Länge so bedeutend wie der Achter bei den Ruderern. Für das Spaßboot sei Voranmeldung nötig. Sportlich geht es jetzt voran - nächsten Donnerstag machen sich Simon Specht und Marcel Blum auf, um sich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren; in vierzehn Tagen geht es zum Trainingslager nach Rovigo, die Partnerstadt von Viernheim liege nur zwanzig Kilometer von Adria entfernt, der italienischen Partnerstadt der Stadt Lampertheim. Zur letzten Sportlerehrung hatten noch die Trikots gefehlt, die Brechenser am Sonntag an die große Sportlerschar austeilen konnte. Bei Kaffee und Kuchen, Sekt und Saft verweilten die Mitglieder und Gäste nach dem offiziellen Teil der Saisoneröffnung bei Gesprächen, am liebsten in der Sonne. Hannelore Nowacki
Mit vier neuen Kajaks und dem Mannschafts-Canadier startet der WSV Lampertheim in die Saison. Foto: Hannelore Nowacki