MITTENDRIN: Beratung, Unterstützung und Veranstaltungen im Herzen von Bürstadt
Soziale Akteure unter einem Dach vereint
MITtendrin - die zentrale Anlaufstelle im Herzen der Stadt ist eröffnet. Bürgermeisterin Barbara Schader durchschnitt das Band am neuen Eingang. Abdalla Gdoura und die beiden PauLa-Fachkräfte Christina Adler-Schäfer (links) und Michaela Weber freuen sich über ihre neue Arbeitsumgebung. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Mittendrin im Herzen der Stadt in der Nibelungenstraße 44 am Historischen Rathaus hat „MITtendrin“ mit räumlich gebündelten Angeboten eröffnet. Nur die Markise mit der Aufschrift Pegasos lässt noch erkennen, dass hier einmal Bücher verkauft wurden. In den ansprechend dekorierten Schaufenstern sind jetzt Informationen über das Angebot und die Stadt Bürstadt und die Banner der beteiligten Akteure wie Seniorenbeirat, Inklusionsbeirat und Integrationskommission der Stadt Bürstadt sowie Interkulturelles Büro und PauLa zu sehen. Bald soll auch das neue Schild „MITtendrin gestalten“ angebracht werden, das Bürgermeisterin Barbara Schader bei der feierlichen Eröffnung am Dienstagnachmittag im Kleinformat zeigte: Die Buchstaben MIT stehen für Miteinander, Inklusiv und Tolerant. Diese zentrale Anlaufstelle ist barrierefrei umgebaut, einen Fahrstuhl zum großen Vortrags- und Veranstaltungsraum im Untergeschoss und ein barrierefreies WC gibt es. Die Kücheneinrichtung wird in Kürze installiert. Moderne Arbeitsplätze und viele Gestaltungsmöglichkeiten für Beratungen und Veranstaltungen stehen zur Verfügung. Strahlende Gesichter und eine fröhliche Aufbruchstimmung bei der Eröffnung zeigten, dass das räumliche und inhaltliche Konzept gut ankommt. „Einfach reinkommen“ ist die Einladung an alle, die sich informieren oder die Angebote nutzen möchten oder weitere Ideen einbringen. Beim Frühjahrsmarkt am 21. April ist außerdem Gelegenheit sich umzuschauen und zu informieren. Der Stadtbus hält in der Nähe, auch das ein Vorteil, wie Schader betonte. Für den Umbau gab es Mittel aus dem hessischen Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“. Kreativ und handwerklich habe sich die Bauhofleitung beim Umbau verdient gemacht, dafür dankte Schader den Mitarbeitern ebenso wie den beteiligten Mitarbeitern der Stadtverwaltung.
Hilfe, Beratung und Begegnung
Das Interkulturelle Büro, seit 1. April unter der Leitung von Abdalla Gdoura, hat hier mit Büro und Räumen für Beratung und Veranstaltungen ein neues Domizil erhalten. Interkulturelle Sprechstunden mit den ehrenamtlichen Integrationslotsen gehören ebenso zum Angebot für Menschen mit Migrationsgeschichte, vor allem neu Zugewanderte, wie der Internationale Frauen-Brunch jeden dritten Dienstag im Monat. Dieses Frauenfrühstück bringt Frauen verschiedener Nationen zusammen, die dabei Kontakte knüpfen und sich in der deutschen Sprache üben können. Zu den umfangreichen Aufgaben des Interkulturellen Büros gehören die Förderung der Integration und des Miteinanders der Kulturen und des friedlichen Zusammenlebens in Bürstadt, die Erstberatung zu migrations- und integrationsrelevanten Themen sowie zahlreiche integrative und interkulturelle Projekte und die Mitarbeit in Facharbeitskreisen. Auch das PauLa-Regionalteam Ried (Psychosoziale Fachkraft auf dem Land) mit den beiden Fachkräften Christina Adler-Schäfer und Michaela Weber freut sich über den Umzug aus den beengten Verhältnissen im Rathaus. Zuständig sind sie für Menschen ohne Pflegegrad und deren Angehörige in Bürstadt, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim, Lampertheim und Lorsch, die sie kostenlos und unabhängig beraten. „PauLa – wir kümmern uns“ ist ihr Motto. Mit ihrer vorwiegend präventiven Tätigkeit helfen sie dabei, dass Senioren solange wie möglich und selbstbestimmt in der vertrauten Umgebung leben können. Pflegerische Tätigkeiten übernehmen sie nicht. Aus dem Rathaus ins „MITtendrin“ umgezogen ist auch die monatliche Sprechstunde mit Jeanette Schellhaas, die für die Bewährungshilfe zuständig ist. Der Inklusionsbeirat bietet ab Mai monatlich eine Sprechstunde an, der VdK geplant Sprechstunden. Das Frauenfrühstück des Interkulturellen Büros und die Spielenachmittage des Seniorenbeirats gehören zu den geselligen Angeboten.
Hannelore Nowacki
ie ehrenamtlichen Integrationslotsen unterstützen Menschen mit Migrationsgeschichte, vor allem neu Zugewanderte und Flüchtlinge, als Vermittler zwischen den Kulturen, bei Behördengängen und Elterngesprächen in Kitas und Schulen. Sie sprechen Deutsch, Arabisch, Türkisch, Griechisch, Dari/Farsi, Polnisch, Rumänisch, Somalisch, Tygrinia und Amharisch. Foto: Hannelore Nowacki