
LAMPERTHEIM – Am 1. Adventssonntag versammelten sich die Mitglieder des „Schützenverein 1923 Hubertus Lampertheim“ zu einem festlichen und spannenden Wettbewerb, der die Vorfreude auf die bevorstehenden Feiertage mit einem Hauch von Nervenkitzel verband. Es galt, wie immer am 1. Advent, den neuen „Schützenkönig“ oder die neue „Schützenkönigin“ sowie deren Gefolge zu ermitteln. 17 Mitglieder waren anwesend, um sich dem traditionellen Königsschießen zu stellen. Der Gastraum war aber noch mit weiteren Gästen und Partnern gut gefüllt mit knapp 30 Personen.
Die Veranstaltung begann mit der Eintragung der Teilnehmer in der Reihenfolge ihres Eintreffens. Nacheinander traten die Schützen mit einem Kleinkalibergewehr an, um auf einen im Jahr 1998 selbst gebastelten Holzadler zu schießen. Dieser präparierte Adler, der jedes Jahr aufs Neue für das Königsschießen hergerichtet wird, stellte sich als hartnäckiger Gegner heraus. An den „Sollbruchstellen“ der beiden Schwingen und des Kopfes waren Schießscheiben befestigt, die es zu durchlöchern galt.
Die ersten Schüsse fielen auf die rechte Schwinge, die nach 30 Minuten von Markus Jäkel zu Fall gebracht wurde. Nach weiteren knappen 30 Minuten durch den gezielten Schuss von Stefan Scherer, fiel die linke Schwinge. Der Adlerkopf viel ebenfalls nach der nächsten halben Stunde durch Hans-Herbert Rockenfeld. Somit endete das Glücksschießen auf den Titel nach knapp zwei Stunden und genau 220 Schuss.
Doch die Spannung bleibt weiterhin erhalten. Hans-Herbert Rockenfeld, Stefan Scherer und Markus Jäkel wissen noch nicht, welchen Titel sie errungen haben. Dieser bleibt in einem verschlossenen, neutralen Kuvert verborgen, auf dem lediglich der Name des Schützen vermerkt ist, der eine Schwinge oder den Kopf getroffen hat. Die feierliche Proklamation der Titelträger findet am Samstag, den 14. Dezember 2024, während der Weihnachtsfeier des Vereins statt, wenn die Kuverts geöffnet und das Geheimnis gelüftet wird.
Umrahmt wurde das spannende Schießen von einem gemütlichen Adventskaffee, bei dem selbstgebackene Kuchen und Weihnachtsplätzchen serviert wurden. Die festliche Atmosphäre und die Vorfreude auf die bevorstehenden Feiertage machten diesen Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.
Die Mitglieder des Schützenvereins blicken nun gespannt auf die Proklamation und die Enthüllung der neuen Majestäten an der Weihnachtsfeier – ein weiterer Höhepunkt in der traditionsreichen Geschichte des Vereins. zg
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