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  • Di., 11. Juni 2019, 09:05 Uhr
    Königliches Gemüse aus Schäl-Wettbewerb an die „Tafel Lampertheim“ übergeben

    Spargel für einen guten Zweck

    Die im Rahmen des Spargelschäwettbewerbes geschälten Spargel wurden am Montag an die Tafel Lampertheim übergeben. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Lampertheimer Landwirte legten bereits 1934 den Grundstein für unser heutiges Spargelfest. Man feierte damals wie heute den Abschluss der Spargelsaison, der jährlich mit Johanni am 24. Juni begangen wird. Dass diese Feier sich etablieren würde und zu einem der wichtigsten Ereignisse in Lampertheim werden würde, konnte damals allerdings keiner ahnen. Ebenso wenig, dass es mal einen Spargelschäl-Wettbewerb geben würde.

    Dieser hat sich zwischenzeitlich am Nachmittag des Spargelfest-Sonntags etabliert. Seit fünf Jahren gebe es den Spargelschäl-Wettbewerb, freute sich Bürgermeister Gottfried Störmer am Montag bei der Übergabe der geschälten Spargel an die „Tafel Lampertheim“ und offenbarte in diesem Zuge sein Erstaunen darüber, dass in diesem Jahr wirklich alle Spargel geschält wurden.

    Was aber wäre ein Spargelschälwettbewerb ohne Spargel? Also jährte sich auch die Spendenbereitschaft von Martin Billau und Willi Eichenauer. Die beiden Spargelbauern spendeten auch in diesem Jahr wieder Spargel im Wert von insgesamt 400 Euro.

    Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Ehrenamt, sprach an, was sich viele schon gefragt hatten. Denn auch bei der Entwicklung des Konzepts hieß es: „Was passiert danach?“ Mit dem darauf folgenden Beschluss fand man eine hervorragende Lösung. Demnach dienten die 40 kg Spargel auch in diesem Jahr nicht nur den Wettbewerbsteilnehmern als Material und dem Publikum der Unterhaltung, sondern sie erfüllten auch ihren eigentlichen Zweck. Denn einen Tag später wurden die geschälten Stangen an die „Tafel Lampertheim“ übergeben. Britta Mathis, Teamleiterin, und Brunhilde Sander, stellvertretende Teamleiterin, waren über diese großzügige Spende der beiden landwirtschaftlichen Betriebe sehr angetan. „Wir freuen uns, dass die Tafel in Lampertheim anerkannt ist“, so Sander. „Wir fühlen uns integriert.“

    Marita Billau und Dieter Dömland, der stellvertretend für Willi Eichenauer zur Übergabe gekommen war, erklärten, dass der gespendete Spargel eine besondere Qualität habe. „Wir sind dieses Jahr mit der Ernte zufrieden, weil es nicht zu warm war“, erläuterte Billau. Und Dömland ergänzte: „Dies förderte ein homogenes Wachstum und hat sich sowohl auf die Menge als auch die Qualität ausgewirkt.“ Diese Umstände erklärten auch den über die Saison gleichbleibenden Preis.

    Zu guter Letzt verriet Billau einen Tipp für alle Selbstschäler: „Spargel sollte nie ganz kalt geschält werden, sonst bricht er.“ Nadine Schütz

     

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