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So., 12. Mai 2019, 20:42 Uhr
Kurzweilige Sportlerehrung der Stadt Lampertheim für Weltmeister, Deutsche Meister, Hessenmeister und mehr
Spargelstadt stolz auf sportliche Aushängeschilder
Traditionell stellte der WSV Lampertheim bei der Sportlerehrung zahlreiche erfolgreiche Sportler. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Es war ein Abend, an dem die Sternstunden des Sportes des vergangenen Jahres in den Mittelpunkt gerückt wurden: Die traditionelle Sportlerehrung in Lampertheim, in deren Rahmen 161 Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet wurden. Eine Vielzahl von Meistertiteln hatten die Lampertheimer Sportlerinnen und Sportler im Jahr 2018 nach Hause gebracht – sie waren als Einzelkämpfer und mit ihren Mannschaften Weltmeister, Deutsche Meister, Hessenmeister, Süddeutsche Meister geworden oder hatten Platzierungen auf den vorderen Rängen erreicht. Und so bezeichnete Bürgermeister Gottfried Störmer die Sportlerehrung auch zurecht als „besonderes Ereignis, das für die enge Verbundenheit der Lampertheimer mit ihren Sportlern und der Bedeutung, welche die Stadt dem Sport zuschreibt, steht. Lampertheim sagt Danke für herausragende sportliche Leistungen. Unser Stadt ist sportlich bestens aufgestellt und wir dürfen uns mit und auf einen großartigen Nachwuchs freuen.” Gleichzeitig verwies das Stadtoberhaupt auf die Wichtigkeit des Teams hinter den Sportler, die Trainer, die Verantwortlichen in den Vereinen – die im Hintergrund und zumeist ehrenamtlich viel für den Sport bewegen – und auch die Eltern, die ihre Kinder in deren Zielen bestärken und unterstützen. „Sportliche Erfolge sind das eine, aber der Sport hat auch darüber hinaus eine große Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft”, ergänzte Bürgermeister Störmer. „Denn Sport fördert die Integration und das Gemeinschaftsgefühl.”
Stadtrat Hans Schlatter und Vorsitzender der Sportkommission nahm gemeinsam mit Spargelkönigin Christin I. die Ehrungen vor. Stadtverordneter Fritz Röhrenbeck führte als Moderator in flotter Weise durch die Veranstaltung – und auch einen kleinen Fauxpas wusste er gekonnt und humorvoll auszubügeln. Denn statt der „Stud Buttons“ des TV 1896 Hofheim kündigte er die „Panikstaffel” an – was letztendlich bei den talentierten Hofheimerinnen zu keinerlei Verärgerungen führte, sondern vielmehr zu einem umjubelten Beweis ihres Könnens.
In den Interviews, die Fritz Röhrenbeck zur Auflockerung mit einigen Lampertheimer Spitzensportlern führte, erfuhren die Zuhörer von seinen Gesprächspartnern interessante Einblicke in ein Leben mit dem Sport. So wie die Schwimmer der SG Neptun Lampertheim, die einen Einblick in die derzeitige Trainingssituation, die durch die derzeitige Hallenbadsanierung geprägt ist, gaben. „Ab dem 1. März haben wir in Worms trainiert, seit letzter Woche sind wir bei Wind und Wetter im Freibad in Lampertheim. Auch wenn es kalt ist, so wie heute bei 19 Grad Celsius Wassertemperatur. Dennoch ziehen wir unser Training durch” – für diese Aussage gab es zurecht lang anhaltenden Applaus.
Zeichen erfolgreicher Zusammenarbeit: Die A-Jugend der für den Nachwuchsbereich aus TVL und SGH kreierten JSG Lampertheim - Hüttenfeld sicherte sich den Titel als Kreispokalsieger Foto: Benjamin Kloos
Erfolgreich sind Lampertheimer auch bei Vereinen, die nicht in der Spargelstadt ansässig sind. So wie Max Lemke, der dem Kanu-Club entstammt und nun beim WSV Mannheim-Sandhofen ist und in der vergangenen Saison Weltmeister im K4 über 500 Meter wurde. Oder wie Emily Bildat, die dem WSV entstammt und im Kanupolo Jahr für Jahr zu den Säulen der U21-Nationalmannschaft zählt– 2018 wurde sie einmal mehr Weltmeisterin. Oder wie Alexander Busse, der Weltmeister im Kickboxen wurde. Ebenfalls für Vereine außerhalb Lampertheims starten Louis Lay als Ringer und Fabienne Lay als Sportakrobatin für die Sportvereinigung Nieder-Liebersbach. Fabienne Lay sicherte sich dabei neben zahlreichen weiteren Erfolgen unter anderem einen Deutschen Meister-Titel. Ebenso wie Moritz Czasa, der für den RRC Endspurt Mannheim auf der Bahn in der U17 den Titel im Madison 2er-Mannschaftszeitfahren erringen konnte.
Erstmals dabei war eine besondere Sportart: Backgammon. Hier konnte Michael Weiden als Deutscher Meister geehrt werden.Eine Besonderheit gab es bei den geehrten Herren 65 des TC Rot-Weiss Lampertheim, die 2018 den Aufstieg in die Bezirksoberliga feiern konnten: Denn dies gelang den Herren 65 genau im Jahr des 65. Vereinsjubiläums.
Dass auch der Sport dem gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist, dies aber als Herausforderung und zudem als Chance genutzt werden kann, zeigten drei Vereine: Einerseits der Kanu-Club Lampertheim, der neben Erfolgen im Kanusport mittlerweile im Breitensport und auch im Bereich Taekwondo mit Deutschen Meistertiteln und ersten Plätzen bei den World Games WMAC durch Celil Yahya Yildiz mehr als gut aufgestellt ist, und andererseits der TV Lampertheim und die SG Hüttenfeld. Die A-Jugend der für den Nachwuchsbereich kreierten JSG Lampertheim - Hüttenfeld sicherte sich den Titel als Kreispokalsieger, verbunden mit der Qualifikation zum Hessen-Pokal. Benjamin Kloos
Information
Sportler dieser Vereine waren bei der Sportlerehrung in Lampertheim vertreten: Turnverein 186 Hofheim, Wassersportverein Lampertheim, Kanu-Club Lampertheim, SG Neptun Lampertheim, Schützenverein 1923 Lampertheim, Turnverein 1883 Lampertheim, Tischtennisclub 1957 Lampertheim, JSG Lampertheim-Hüttenfeld (TVL und SGH), Tennisclub Hofheim 1983 e.V., Tennisclub Rot-Weiss Lampertheim e.V., Verein Lampertheimer Kegler e.V., Wassersportverein Sandhofen, Kajak-Club Nord-West Berlin, Sportvereinigung Nieder-Liebersbach e.V., Black Skorpione Mannheim, RRC Endspurt Mannheim, TG Langenselbold.
Zur Sportlerehrung hatte die Stadt Lampertheim 161 Sportler eingeladen. Zum gemeinsamen Abschlussfoto kamen alle Gruppen noch einmal auf die Bühne. Foto: Benjamin Kloos