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  • Mo., 08. Juli 2019, 09:12 Uhr
    Ferienspiele beim Boxer-Klub – keine Angst vor großen Hunden

    Spaß für Ferienspielkinder und Hunde

    Zutraulich ließ sich der Boxer-Welpe von den Kindern streicheln. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Einen Ferientag im Grünen erlebten die acht Ferienspielkinder am Samstag beim Boxer-Klub Gruppe Bergstraße bei angenehmen sommerlichen Temperaturen. Morgens um zehn Uhr ging es mit dem Ferienspaß los – die Organisatorinnen, eine ehemalige Lehrerin und eine Erzieherin, hatten sich ein interessantes Spieleprogramm ausgedacht. Ulrike Berberich-Ludolf  erzählte der Presse vom Slalomlauf um Hütchen herum, mit einem Ball auf dem Löffel, der nicht herunterfallen durfte. Riesigen Spaß habe auch das Dosenwerfen mit Wasserbällen gemacht. Beim Wettkampf mit einem Schwamm, der in Wasser getunkt und in einem Eimer ausgedrückt werden musste, hatte die Gruppe gewonnen, die das meiste Wasser im Eimer hatte. Wasser war auch beim Apfelschnappen im Spiel, keine leichte Übung, den Apfel in der Wasserschüssel mit den Zähnen zu packen und ohne Hilfe der Hände herauszuholen. Nach einer Pause hatten die Boxer ihren großen Auftritt. Was macht die Boxer zu besonderen Hunden, die ihren Besitzern und Familien so viel Freude bereiten? Ausbildewart Michael Molitor erklärte den Kindern, dass in der modernen Hundeerziehung mit Futter, Freude und Spaß gearbeitet werde, damit die Hunde sozialverträglich sind, dass sie hören und sich in ihre Familie integrieren. Molitor bereitete die Kinder auf die erste Begegnung mit einem fünf Monate alten Boxerwelpen vor, der gar nicht mehr klein war. „Boxer sind sehr lebhaft, springen gerne an Menschen hoch und fahren dabei die Krallen aus“, gab aber Entwarnung. Ganz ohne böse Absicht, aber die Krallen kratzen wie bei Katzen. „Es gibt keine bösen Hunde“, klärte Molitor sein junges Publikum auf, „es ist immer der an der Leine“. Und welche Erfahrungen haben die Kinder mit Hunden? In der Runde meldeten sich mehrere Kinder begeistert zu Wort, die meisten haben einen Hund zuhause. Emilian ist mit Hunden vertraut, sein Boxer sei schon groß und ein Straßenhund aus Griechenland habe bei ihm sein Zuhause gefunden. Merlin hat einen jungen Hund und Finja berichtete von vielen Pflegehunden, die ihre Familie schon zuhause hatte. Warum tragen die älteren Boxer ein Metallhalsband? Die seien stabil und können nicht reißen, klärte Ausbildewart Molitor auf, die Boxer seien damit leichter zu führen. Mit einem Geschirr sei ein Boxer gar nicht zu halten. Welpe „Kane“ ließ sich geduldig streicheln, viele Kinderhände streckten sich, um solch einen Glücksmoment zu erleben. Mit großen dunklen Augen schaute der junge Boxer in die Welt und hatte prompt etwas Interessantes entdeckt. Und schon zog es ihn fort, nur gebremst von der zierlichen Frau am anderen Ende der Leine. Einige Übungen mit Boxern folgten, in denen Paula ihr Können zeigte und brav den Anweisungen folgte. Sichtlich Freude an der Übung hatte auch Abby. Der Hund von Jennifer Erhardt läuft, weil er Spaß daran hat, kommentierte Molitor die Übung. Danach spielte Abby mit dem Ball als Belohnung und um den Stress des Gehorsamseins abzubauen. Die temperamentvollen Hunde mit dem lustigen Gesicht, kurzer Nase, langem Unterkiefer, wurden von ihren Besitzern nacheinander auf den Platz geführt. Aufmerksam verfolgten die Kinder die Vorführungen, die Ausbildewart Molitor jeweils erläuterte. Ramus, Vater von Abby und ein kleiner Rüde, wie Zuchtwartin Barbara Ossig der Presse erläuterte, wiegt stattliche 30 Kilogramm. Beim Wettrennen mit den Kindern zeigte er sich spurtstark, doch hatten die Kinder einen Vorsprung und am Ziel angekommen, begann das Spielen. Schmusebär und Kraftpaket – ein Boxer kann beides sein. Nach Mittagsimbiss und Schlammschlacht gingen die Stunden für die Kinder beim Boxer-Klub zu Ende. Im Gespräch mit dem TIP teilte Vereinsvorsitzender Peter Ossig mit, dass ein großes Betreuerteam für die Ferienspielkinder vor Ort sei, der Verein hätte durchaus doppelt so viele Kinder betreuen können, wie es in der Vergangenheit schon häufiger gewesen sei. Etwa ein Viertel der Vereinsmitglieder komme aus Bürstadt, ansonsten habe die Gruppe Bergstraße Mitglieder vom Odenwald bis Worms, von Darmstadt bis Mannheim. Von den über 90 Mitgliedern seien 40 mit Hund. Als Züchterverein sei der Boxer-Klub kein Hundesportverein. Hannelore Nowacki

    Keine Angst vor großen Hunden – auch beim Rennen Kinder gegen Boxer ging es um Spaß.  Foto: Hannelore Nowacki

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