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  • Mo., 30. Juli 2018, 11:56 Uhr
    „Inklusion (er)leben“ - Behindertenbeirat lädt am 18. August zum Sommerfest im Stadtpark ein

    Spaß und Spiel für alle – Programm für Erwachsene und Kinder

    Vorfreude auf das Sommerfest am 18. August im Stadtpark, das der Behindertenbeirat der Stadt Lampertheim zum ersten Mal veranstaltet. Im Bild (von rechts): Vorsitzende Petra Brandt, Susanne Bürkelbach, Ortrud Goertz und Martin Stangohr vom Behindertenbeirat, Vorsitzender der Lebenshilfe Lampertheim Günther Baus (hinten). Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – In diesem Jahr lädt der Behindertenbeirat der Stadt Lampertheim zum ersten Mal zum Sommerfest im Stadtpark ein. Am 18. August von 11 bis 16 Uhr ist Spaß und Spiel angesagt, für alle, die unter dem Motto „Inklusion (er)leben“ mitfeiern möchten – Erwachsene, junge Leute und Kinder, Menschen mit und ohne Einschränkungen. Zur Eröffnung spielt die in der Region schon bekannte Band der Nieder-Ramstädter Diakonie, fürs Trommeln und flotte Bewegung bei Zumba sind Workshops im Angebot. Einen Riesenspaß verspricht das Riesenseifenblasen-Spiel. Boule und Leitertennis sind auch für Rollstuhlfahrer bestens geeignet. An den Tischtennisplatten im Park kann nach Herzenslust gespielt werden, Schläger und Bälle stellt der Behindertenbeirat zur Verfügung. Jung und Alt können sich auf weitere Spiele freuen. Aufgestellte Bierzeltgarnituren laden zum Verweilen ein. Uwe Häußler wird am Grill für Deftiges sorgen, Getränke schenkt der Behindertenbeirat aus. Kaffee und Kuchen gibt es beim Stadtpark Café. Im Rahmen eines Pressegesprächs in den Räumlichkeiten der Frühförderstelle der Lebenshilfe Lampertheim und Ried stellten Mitglieder des Behindertenbeirats das Programm vor und sprachen über ihre ehrenamtliche Tätigkeit und Ziele ihrer Arbeit. Das Ambiente im Stadtpark sei ideal geeignet, um in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, meinte Petra Brandt, Vorsitzende des Behindertenbeirats. Auch für Barrierefreiheit sei gesorgt. Ganz nebenbei können beim Sommerfest auch Barrieren im Kopf abgebaut werden. Das Spaß- und Spielangebot richte sich an alle, Erwachsene, junge Menschen, Ältere und Kinder: „Jeder kann mitmachen“. „Das war uns bei der Planung wichtig“, betonte Susanne Bürkelbach, im Behindertenbeirat für die Lebenshilfe als inklusive Institution aktiv. Beim Sommerfest gehe es um Begegnung auf Augenhöhe, Unsicherheiten können abgebaut werden. Der Behindertenbeirat wolle zeigen, wie Inklusion in der Gesellschaft gelingen kann. Ortrud Goertz, Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes, wies darauf hin, dass in Lampertheim 20 Prozent der Einwohner eine Behinderung haben und 10 Prozent einen eingetragenen Grad der Behinderung von über 50 Prozent. Eine Sensibilisierung beim Thema Inklusion wünscht sie sich. „Inklusion ist für mich ein eigenständiger gesellschaftlicher Wert wie Toleranz, eine gegenseitige Wertschätzung – aber wir haben noch keine inklusive Gesellschaft“, sagte Günther Baus, Erster Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe Lampertheim und Ried. „Inklusion bedeutet viel mehr als Kindertagesstätte und Schule“, bekräftigte auch die Vorsitzende des Behindertenbeirats. Zum Ideal der Inklusion sei noch ein weiter Weg. „Das Ziel ist erreicht, wenn man gar nicht mehr darüber nachdenkt“. So wie es das Motto des Sommerfestes „Inklusion (er)leben“ nahelegt. Brandt dankt der Stadt Lampertheim, die den Park für das Sommerfest zur Verfügung stellt und die Organisatoren unterstützt. Eine weitere Besonderheit zeichnet die Stadt Lampertheim aus, wie Brandt ausführte. Unter den 22 Gemeinden des Kreises Bergstraße gibt es nur in Lampertheim einen Behindertenbeirat, wie ihn die Hessische Gemeindeordnung vorsieht. Städte wie Heppenheim und Bensheim haben einen Behindertenbeauftragten. Der Beirat hat die Aufgabe, die Interessen von Menschen mit Behinderungen auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen in Lampertheim zu vertreten, berät den Magistrat und die politischen Gremien und soll die Selbstbestimmung und Eigenständigkeit der Menschen mit Behinderung bei der Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft fördern, erläuterte Goertz. Die Mitglieder wurden auf Vorschlag des Magistrats von der Stadtverordnetenversammlung im November 2015 einstimmig ernannt. Der Behindertenbeirat ist telefonisch unter 06206/935-446 und per E-Mail (behindertenbeirat@stadtlampertheim.de) erreichbar. Weitere Informationen im Internet www.lampertheim.de. Sprechstunden jeden zweiten Mittwoch im Monat von 10 bis 12 Uhr im „Haus am Römer“, Domgasse 2, Zimmer 101. Hannelore Nowacki

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