Viele Informationen für die „Feuerwehr-Laien“ - vorgeschlagene Fahrzeugkonzeption wurde in Augenschein genommen
SPD-Fraktion auf Info-Tour bei der Feuerwehr Lorsch
Die SPD- Fraktion, begleitet von Bürgermsiter Rainer Bersch und einigen Feuerwehrmännern aus Groß-Rohrheim, statteten der Feuerwehr Lorsch einen Besuch ab. Foto: oh
GROSS_ROHRHEIM - Die letzte Ferienwoche wurde von der SPD-Fraktion für eine Info-Tour genutzt. Gleich in zwei Ausschüssen wird nach der Sommerpause die „Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans für die Freiwillige Feuerwehr“ beraten. Die SPD-Fraktion hielt es daher für unumgänglich notwendig, die von der Feuerwehr vorgeschlagene Fahrzeugkonzeption persönlich in Augenschein zu nehmen.
In Lorsch wird schon seit einigen Jahren mit Wechselladerfahrzeugen und Abrollcontainern gearbeitet. Auf Vermittlung der Groß-Rohrheimer Feuerwehr waren die Brandschützer in Lorsch sofort bereit, für die Fraktion eine kleine Vorführung und Besichtigung zu gestalten. Gemeindebrandinspektor Alfred Helfrich, Stellvertreter Rainer Donnerstag und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr begleiteten die SPD-Mitglieder nach Lorsch. Selbstverständlich war auch Bürgermeister Rainer Bersch mit vor Ort.
In einem sehr fundierten Einführungsvortrag erläuterte Stadtbrandinspektor Franz-Josef Schumacher den Werdegang dieses Konzeptes bei der Freiwilligen Feuerwehr Lorsch. Entwickelt wurde das nicht durch das Land oder den Feuerwehrverband, im Gegenteil, es wurde und wird immer noch von „oben“ kritisch betrachtet. Es waren die Fachleute vor Ort, Gemeinde- und Stadtbrandinspektoren mit ihren Feuerwehrkameraden, die neue Wege beschritten haben. Mittlerweile wird in vielen Freiwilligen Feuerwehren, auch in unmittelbaren Nachbarschaft, nach diesem Konzept die Feuerwehr der Zukunft gestaltet.
Im Einsatz bei der Feuerwehr Lorsch als „Wechselladerfahrzeuge“ sind ein Volvo FM mit 400 PS Leistung und ein Mercedes Benz mit 330 PS. Anhand des Abrollbehälters TWS erläuterte Stadtbrandinspektor Schumacher die Vorteile dieses Systems. Ein Fahrer genügt, um mit allem Gerät zum Einsatz zu kommen. 7000 Liter Löschwasser für den Soforteinsatz, Monitor und Pumpe. In wenigen Minuten war der Container abgestellt und wäre für den Einsatz bereit. Das Fahrzeug kann danach sofort andere benötigte Abrollcontainer zum Beispiel mit Schaummittel holen. Nicht schlecht staunten die Groß-Rohrheimer Politiker über die verschiedenen Ausrüstungen der Lorscher Wehr. Darunter als Glanzstück, eine komplette Einsatzzentrale mit Telefonanschluss, Funk, Faxverbindungen und Fernsehempfang, die in nur zwei Minuten auf- bzw. abgeladen werden kann und für die denkbar schwersten Einsätze betriebsbereit ist. Auch in Lorsch werden die Fahrzeuge, wie von unserer Freiwilligen Feuerwehr vorgeschlagen, neben dem Feuerwehreinsatz ebenfalls im Bauhof eingesetzt. Es ergibt sich dadurch eine kostensparende Doppelnutzung und die Einsatzbereitschaft kann damit noch besser gewährleistet werden. Womit wir endlich auch zu den Kosten, die natürlich Politik und Bürger gleichermaßen mit großem Interesse betrachten werden, gekommen sind. Herr Schumacher gab hier bereitwillig Auskunft, erläuterte Vor- und auch Nachteile des Systems. Die Schlüsse daraus müssen die Verantwortlichen in Groß-Rohrheim natürlich selbst ziehen. Dazu besteht, wie bereits angemerkt, bei den Ausschusssitzungen und der Gemeindevertretersitzung am 13. September genügend Gelegenheit. Eine kleine Runde durch den gesamten Fahrzeugpark der Lorscher Feuerwehr erweckte allergrößtes Erstaunen bei den „Feuerwehr-Laien“. Die Einsatzzahl und Aufwand ist in Lorsch um ein vielfaches höher als bei in Groß-Rohrheim. Und das alles durch ehrenamtliche Kräfte, die ja auch noch tagsüber einem Broterwerb nachgehen müssen. Weitere Informationen und Bilder auch unter www.spd-gross-rohrheim.de. zg