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  • Di., 09. April 2019, 08:52 Uhr
    Übergabe der Vorschläge der SPD im Mittelzentrum Ried an den Kreis für den neuen Nahverkehrsplan

    SPD-Vorschläge zu Verbesserungen der Busverbindungen im Ried

    Übergabe des Schreibens der SPD-Ortsvereine im Mittelzentrum Ried mit den Verbesserungsvorschlägen zum ÖPNV an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug (Mitte), stellvertretend durch den Lampertheimer SPD-Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt (4.v.r.). Foto: Sigrid Samson


    RIED – Im Rahmen eines Pressegesprächs am vergangenen Freitag im Alten Rathaus in Lampertheim wurden die Vorschläge der SPD-Ortsvereine Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim in Bezug auf den neuen Nahverkehrsplan des Kreises Bergstraße an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug überreicht. Anwesend waren neben dem Lampertheimer SPD-Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler die Fraktionsvorsitzenden der Nachbarstädte Bürstadt, Franz Siegl, und Josef Fiedler aus Biblis, sowie Lara Strubel, Vorsitzende des Fahrgastbeirats, Robert Lenhardt vom Sozialausschuss sowie weitere Stadtverordnete der SPD. 

    Marius Schmidt betonte, dass die SPD mit ihren vielfältigen Ideen und Forderungen an die Öffentlichkeit gehen möchte, um der Bevölkerung zu signalisieren, dass sie sich in das Thema Nahverkehrsplan einmischt mit dem Ziel, Verbesserungen voranzutreiben. Die politische Forderung wolle man nun gemeinsam vorbringen und an den Kreis weiterleiten. Schmidt betonte die Solidarität der Ortsvereine in Bezug auf dieses Thema – man sei verstärkt in Dialog getreten. 

    Mit einem Schreiben an den Kreisbeigeordneten Karsten Krug wollen die SPD-Ortsvereine im Mittelzentrum Ried ihren Willen unterstreichen, den öffentlichen Personenverkehr in der gesamten Region zu verbessern und den von Krug eingeschlagenen Weg der Stärkung der Verbindungen von Ost nach West innerhalb des Kreises, aber auch über die Kreisgrenzen hinaus, zu unterstützen. Um diese Ziele für das Ried konkret zu erreichen, werden verschiedene Umsetzungen vorgeschlagen mit der Bitte, diese im neuen Nahverkehrsplan des Kreises für die kommenden Jahre zu berücksichtigen. Die Anwesenden gaben auch zu Bedenken, dass es in Biblis wegen dem leider immer noch nicht funktionierenden Aufzug am Bahnhof Schwierigkeiten für gehandicapte Personen bestehen – der Umbau des Bürstädter Bahnhofs stehe zwar ebenfalls aus; dennoch müsse man auch den älteren Menschen baldmöglichst eine generelle Teilhabe ermöglichen, da diese aufgrund der momentanen Gegebenheiten sehr beschränkt seien. Einen neuen Bus von Bürstadt nach Lampertheim gibt es bereits – sukzessive Verbesserungen und sinnvolle Lösungen werden angestrebt. 

    Einer der konkreten Vorschläge der SPD ist die Schaffung einer Busverbindung von Lampertheim über Hüttenfeld nach Heppenheim zum Bahnhof über das Kreiskrankenhaus. Die derzeitige Regelung von zwei Fahrten pro Tag der städtischen Linie erachten die SPD-Ortsvereine als nicht ausreichend. 

    Auch die Schaffung einer Busverbindung von Groß-Rohrheim nach Bensheim ist laut Schmidt wünschenswert. Dies sei im Sinne des Schülerverkehrs, aber auch für die Berufspendler sinnvoll. 

    Die Wiedereinführung der Buslinie 642 nach Worms ist ebenfalls erstrebenswert. Der Busverkehr nach Worms wurde leider im Jahr 2015 auf dieser Linie eingestellt. In Nordheim und Wattenheim sowie Hofheim konnten rund 600 Unterschriften gesammelt werden. Dem Wunsch der Bürgerschaft, wieder per Bus direkt in die Wormser Innenstadt zu kommen, wollen die Verantwortlichen der SPD Rechnung tragen. Ein eingeschränkter Busdienst ist wünschenswert, bei dem an den Wochentagen beispielsweise zwei bis drei Mal morgens und nachmittags gefahren werden könnte. 

    Derzeit gibt es beim ÖPNV weiße Busse, blaue vom Kreis und neuerdings auch rote Busse, die von Bürstadt kommen, wie Jens Klingler anmerkte. Es bestehe hier noch großes Potential: im Kreis könnten die Möglichkeiten der Bündelung geprüft werden für die ein oder andere Linie, so Klingler. Es müsse für die beteiligten Kommunen eine gemeinsame Aufgabe sein, Verbesserungen voranzutreiben. 

    Schmidt betonte auch die generelle Forderung nach barrierefreien Einstiegen sowie die Notwendigkeit einer Überprüfung der teilweise doppelt verkehrenden Linien in Lampertheim und Bürstadt – auch die Zusammenstellung einer sinnvollen Bündelung und Taktung in Abstimmung der Linien des VRN, der VTL und der Stadt Bürstadt. 

    Karsten Krug ging zunächst auf die Forderung der Groß-Rohrheimer Bürger ein bevor er den Gesamtprozess des Nahverkehrsplans, den es alle fünf Jahre gibt, erläuterte. Er  bezeichnete es als einen wichtigen Schritt für Groß-Rohrheim, dass es seit Dezember 2018 eine neue Busverbindung nach Darmstadt gibt. In Bezug auf die Ost-West-Verbindung im Ried räumte er Verbesserungspotentiale ein. Krug nannte die zweiteilige Betrachtung: einerseits die Schaffung von guten Angeboten, um Menschen aus dem motorisierten Verkehr rauszukriegen (Pendler); andererseits aber auch ein Grundversorgungskonzept für ländliche Räume – hier sind Lösungen angestrebt aufgrund eines Defizits an Grundangeboten. Krug bezeichnete das Konzept der SPD-Ortsvereine im Mittelzentrum Ried als nachvollziehbar und nicht illusorisch; Verbesserungen, aber auch Einsparungen seien möglich. 

    Schmidt hofft gemeinsam mit seinen Mitstreitern auf eine große Chance zur Verwirklichung der Verbesserungsvorschläge, die an den Kreis übergeben wurden. Sigrid Samson

     

     
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