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  • Di., 22. September 2015, 09:35 Uhr
    Viele Wünsche für den Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule

    Spenderlauf auf der Erfolgsspur

    Die erste Gruppe hat es geschafft – alle Laufkarten sind ausgefüllt und die Medaillen an alle ausgegeben. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – 200 Meter war die Laufstrecke um die Schule herum. Die Temperatur am Samstagnachmittag war ideal, nur ab und zu fielen ein paar Regentropfen, manchmal auch mehr. 50 Kinder gaben ihr Bestes und rannten im Durchschnitt 15 Runden – das ergab etwa 750 Runden. Zehn erwachsene Läufer und Lehrer kamen bei zwei Durchläufen auf etwa 250 Runden. Die Gesamtleistung betrug somit rund gelaufene 1.000 Runden. Vor Ort kamen 1.900 Euro bar in die Kasse. Die Initiative zu diesem Ereignis hatte der Elternbeirat der Astrid-Lindgren-Schule ergriffen. Mit Unterstützung des Fördervereins wurde der Spendenlauf durchgeführt. Die Hochrechnung der Spendenlauf-Organisatoren einschließlich der kommenden Überweisungen beläuft sich auf beachtliche 3.000 Euro. In einer Woche soll die Liste mit Spendern aus der Bürstädter und Bobstädter Geschäftswelt sowie weiterer Spender der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für die Spenderläufe hatten Kinder und Lehrerkollegium zahlreiche Sponsoren gefunden, die sich mit ihren Spenden an der Anschaffung der neuen Spielgeräte beteiligen wollen. Bürgermeisterin Schader wollte Laufsponsorin werden und fand über ihre Assistentin Nadja Schweikert deren Patenkind  Dominic Schweickert. Zur Stärkung für alle gab es Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen, ohne Preisangaben, aber mit der Bitte um eine Spende. Mit ganzer Kraft spurteten die Kinder der ersten Gruppe aus den ersten und zweiten Klassen los, legten sich in die Kurven und rannten Runde für Runde. Als zweite Gruppe liefen die 3. und 3. Klassen. Bei so viel Anstrengung war der Durst groß. Viele Helfer standen bereit, um die Kinder mit Trinkbechern zu versorgen. Einige Lehrerinnen hatten sich in Bullerbü umgeschaut und sich entsprechend kostümiert. Neben der lustigen Pippi Langstrumpf  waren weitere Figuren aus Astrid Lindgrens Geschichten lebendig geworden. Fröhlich, laut und bunt war die Veranstaltung, die als Schulfest Kinder, Lehrerkollegium, Eltern und Sponsoren vereinigte. Am Ende konnten die Organisatoren eine sehr positive Bilanz ziehen. Christine Schäfer, Vorsitzende des Elternbeirates, begrüßte unter den Gästen Bürgermeisterin Barbara Schader und Landrat Christian Engelhardt, der den Termin in Bobstadt in seiner ersten Arbeitswoche wahrnahm und sich vom Engagement aller Beteiligten begeistert zeigte. Beim Verteilen der Medaillen half der neue Landrat gerne aus. Die waren vom Kollegium selbst hergestellt worden, um die Laufteilnehmer zu würdigen. Von den über 100 Kindern der Astrid-Lindgren-Schule hatten sich etwa 50 Kinder zum Spendenlauf angemeldet. „Gemeinschaft leben“ nannte Bürgermeisterin Schader das Geschehen und zeigte sich beeindruckt von der Verbundenheit der Eltern mit der Schule und der Idee zum Spenderlauf. Landrat Engelhardt, als Schuldezernent des Kreises Bergstraße auch für Bobstadt zuständig, sprach vom „Lebensraum Schule“, der zukünftig andere Anforderungen an die Ausstattung stellen werde. Die Planung für den neuen Schulhof werde noch dieses Jahr vorgestellt. Für die Erneuerung der Außenanlage ist der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft mit dem Technischen Leiter Hans Eberle zuständig. Die Wunschliste der Kinder für ihren neuen Schulhof ist ziemlich lang, hat aber viel mit Bewegung zu tun. Auf einem selbst gemachten Plakat war am Samstag beim Spendenlauf zu lesen, was sich die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule wünschen, wenn ihr Schulhof im nächsten Jahr saniert wird. Über die Standardausstattung hinaus, für die der Kreis Bergstraße als Schulträger zuständig ist, sollen viele neue Spielgeräte angeschafft werden. Die Kinder denken an einen Seilgarten, wollen ein Holzschiff und Fahrzeuge haben, ein Kletterturm und ein Baumhaus sollen erbaut werden. Gewünscht werden auch Fußballtore, Sandkasten, Wippe und Schaukel. Viele Wünsche und kein Geld, das sollte sich schnell ändern. Hannelore Nowacki

     

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