5. Internationales Beach-Volleyballturnier der Junge Union Ried mit 10 Teams im Sand
Sport und Spaß und ohne Frauen geht es nicht
Energiegeladen trieben die Mannschaften den Ball über das Netz, manchmal ging es zunächst hoch hinaus. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Sommerhitze ist beim Beach-Volleyball fast ein Muss. Und so war das Wetter am Sonntagnachmittag gerade richtig für den sportlichen Spaß auf Sand. Die Junge Union Ried (JU) hatte alle Sportbegeisterten zum 5. Internationalen Beach-Volleyballturnier auf dem Gelände des TV Hofheim eingeladen. Tatsächlich war das vierstündige Turnier international besetzt, denn mehrere Flüchtlinge nahmen teil, die auch schon beim TV Hofheim aktiv sind. Mitten in den Schulferien und in der Urlaubszeit fanden sich 10 Viererteams, die schwitzend alles gaben, um ins Finale zu kommen und letztendlich den Siegerpokal davonzutragen. Nach Kräften feuerten die Zuschauer die Spieler weithin hörbar an. Hohe Bälle und hohe Sprünge waren zu beobachten, auch ein bemerkenswerter sportlicher Ehrgeiz in einer Sportart, in der wohl alle Teilnehmer nicht trainiert waren. Doch einige Teams gehörten bereits zu den treuen Teilnehmern. Lisa Galvagno, Vorsitzende der Jungen Union Ried, stellte im Gespräch mit dem TIP klar: „Es soll ein schöner Nachmittag ein, Spaß und Sport stehen im Vordergrund – wir sind nur Veranstalter“. Da die Wettervorhersage um 18 Uhr Gewitter über dem Ried angekündigt hatte, sollte das Turnier rechtzeitig beendet sein, war sich die JU-Vorsitzende sicher. Auf dem weichen, sattgrünen Rasen lagen ein paar Decken und Strandtücher ausgebreitet, aus Kühltaschen holten sich die Volleyballer erfrischende Getränke. Einige Männer gönnten ihrem unbekleideten Oberkörper beim sportlichen Wettkampf eine ordentliche UV-Ladung. Am angenehmsten saß man im Schatten der Pavillonzelte, wo auch der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka mit der Bibliser CDU-Vorsitzenden Johanna Iovine Platz genommen hatte, um dem Wettkampf auf den beiden Spielfeldern zuzuschauen. Außerdem freute sich Lisa Galvagno über den Besuch des Hofheimer CDU-Spitzenkandidaten Alexander Scholl, des stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Hessen Bastian Kempf und des Landesvorstandsmitglieds Jens Fleck. Die Teams durften sich witzige Fantasienamen geben, eine Idee, die gerne aufgegriffen wurde. Andere Teams standen unter ihren Vereinsnamen auf dem Turnierplan. Die Junioreulen traten mit zwei Teams an. Team 2 musste sich unter anderem gegen das Team „Tschüss Niveau bis Montag“ behaupten, in dem die Lampertheimer FDP stark vertreten war. Team 1 hatte die Panikstaffel als Gegner, wobei „Panikstaffel“ der Klarname der bekannten Hofheimer Showsportgruppe ist, während die Handball-Oberligamannschaft der TSG Friesenheim mit ihrem Trainer Frank Herbert das Volleyballspielen als „Junioreulen“ betrieben. Die Teilnehmer hatten sich an Spielregeln zu halten, die ihnen die Veranstalter nach der Anmeldung zugesandt hatten. Teams, die gerade nicht spielten, wurden als Schiedsrichter eingesetzt. Regel Nummer 1 war: Ohne Frau in der Mannschaft geht es nicht, zu jedem Zeitpunkt muss mindestens eine Frau auf dem Spielfeld sein. Im schnellen Spiel war allerlei zu beachten. Das Pritschen zum Gegner war nur im rechten Winkel zur Schulterachse erlaubt und der Ball durfte mit der offenen Hand über das Netz gespielt werden. Auch mit den Fingerknöcheln und Fingerspitzen durfte gespielt werden. Nach Vorrunden und Halbfinale standen sich im Finale „Tschüss Niveau bis Montag“ und „Scirocco“ als späterer Pokalsieger gegenüber. Auf den 3. Platz kämpfte sich die Mannschaft „Looping Luis und seine Jägermeister“. Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten eine Urkunde und einen Sachpreis. „Der Rest vom Schützenfest“ erreichte immerhin die gute Mitte. Hannelore Nowacki
Spaß hatten Sportler und Zuschauer, aber auch Ausdauer. Foto: Hannelore Nowacki