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Mo., 13. Dezember 2021, 15:16 Uhr
FÖRDERPROGRAMM SPORT UND FLÜCHTLINGE: Lampertheimer Vereine erhielten 5.000 Euro
Sport-Vereine aufgerufen bis 31. Dezember Gelder zu beantragen
Auf dem Bolzplatz an der Ringstraße vor dem neuen Basketballkorb stellten sich Sportcoach Dirk Eichenauer (von links), Silke Reis, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Petra Bert 2. Vorsitzende des Kanu-Clubs, Tandemcoach Lancine Diallo, Joachim Zahn von SG Hüttenfeld und Werner Zehnbauer, 1. Vorsitzender des FC Olympia ganz schnell zum Gruppenfoto auf. Die spielenden Kinder waren nicht begeistert und wollten wissen, wann sie wieder weg sind. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Auf dem Bolzplatz an der Ringstraße gleich neben dem Ringspielplatz war am Samstagmorgen bei Sonnenschein viel los, mit großem Vergnügen und Eifer kickten Kinder und düsten ihrem Ball hinterher. Wer will kann hier auch Basketball spielen, seit kurzem gibt es wieder zwei Körbe. Und das hat einen besonderen Grund. Ein schon länger kaputter Korb wurde mit Geld aus dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ samt Tafel erneuert, mit reißfestem Netz. Dass der Lampertheimer Sport-Coach Dirk Eichenauer, der als Fachdienstleiter beim Fachbereich 40-2 für Ehrenamt und Vereine zuständig ist, den Ersten Stadtrat Marius Schmidt und Vertreter der Vereine zum Pressetermin an den Bolzplatz eingeladen hatte, war eine gute Gelegenheit zu zeigen, wofür das Förderprogramm genutzt werden kann. Unter Pandemiebedingungen war das Treffen unter freiem Himmel sowieso günstig. Erster Stadtrat und Sozialdezernent Schmidt, der selbst einmal Sport-Coach für das Förderprogramm war und dieses Ehrenamt von 2016 bis Ende 2020 ausfüllte, stellte das neue Team vor. Sportcoach Dirk Eichenauer hat mit Lancine Diallo einen engagierten Tandempartner gewonnen und Silke Reis vom Fachbereich 40-2 übernimmt die organisatorischen Aufgaben in Nachfolge von Horst Schmidt. SechsVereine oder Einrichtungen hatten in diesem Jahr insgesamt 5.000 Euro aus dem Fördertopf beantragt und gegen Abrechnung erhalten: Der Kanu-Club schaffte SupBoard, Paddel und Weste für das Stand-up-Paddeln auf dem Altrhein an, der Tandemcoach erhielt die Übungsleiterlizenz, der FC Olympia 09 erhieltÜbungsleiterzuschuss und Trainingsausrüstung, die SG 1946 Hüttenfeld Trainingsausrüstung,der TV Lampertheim 1883 Übungsleiterzuschuss, vier Fußbälle und vier Basketbälle und der TV Hofheim Volleyball erhielt Geld für Sonderübungsstunden und Übungsleiterzuschuss. Ein Sonderprojekt war der Basketballkorb mit Tafel für Sport-Thieme für den Treff Ringstraße, installiert von den Betriebsdiensten. Insgesamt hatte die Stadt Lampertheim in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund19.800 Euro für Sportvereine zur Verfügung, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren oder dies vorhaben. Eine Differenz, die Schmidt und Eichenauer gerne verringern würden, indem die Vereine auch durch die Berichterstattung auf das Thema aufmerksam werden und noch bis zum 31. Dezember ihre Anträge stellen. Gefördert werden beispielsweise Trainingsutensilien aller Art wie Trainingsanzüge, Bälle oder Sportgeräte, auch Trainerstunden und Online-Angebote inklusive der nötigen Hardware werden bezuschusst. Schmidt betonte, dass der Sport ein verbindendes Element und in Deutschland der integrierende Faktor sei, jedoch akut unter der Corona-Krise leide. Zur Unterstützung der Vereine habe die Stadt Lampertheim die Vereinsförderrichtlinien neu aufgelegt. Sportcoach Eichenauer hofft auf mehr Vereine, die sich bei der Stadt Lampertheim um Gelder aus dem Förderprogramm bewerben. Es gebe einen Corona-Knick, noch im letzten Jahr seien 10.000 Euro abgerufen worden, sonst meistens bis 11.000 Euro. Joachim Zahn, Jugendleiter Fußball bei der SG Hüttenfeld, wollte wissen, ob Übungsleiterstunden auch bezuschusst werden, wenn in der Gruppe nicht nur Flüchtlinge sind. Dann werde anteilsmäßig gefördert, teilte Eichenauer mit. Antrag und Zahlung seien einfach und unbürokratisch, bestätigten Joachim Zahn und Petra Bert, 2. Vorsitzende des Kanu-Clubs. Sie berichtete von speziellen Kursen für Flüchtlinge, die vielfach Nichtschwimmer seien, aber beim Stand-up-Paddeln viel Spaß haben. Das der Stadt Lampertheim zur Verfügung stehende Budget richtet sich nach der Zahl der Flüchtlinge, wie Sportcoach Eichenauer erklärte. Hannelore Nowacki