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  • Di., 19. Mai 2020, 12:46 Uhr
    VIDEOPRESSEKONFERENZ: Landrat Engelhardt ruft zu Unterstützung der Gastronomie auf / Dank an Lehrer und Eltern

    Sporthallen stehen nach Absprache zwischen Vereinen und Kommunen ab Montag zur Verfügung

    Ab Montag können die Sporthallen nach Rücksprache mit den jeweiligen Städten und Gemeinden wieder für den Vereinssport genutzt werden – unter Berücksichtigung der entsprechenden Hygienemaßnahmen. Foto: NTB


    KREIS BERGSTRASSE – Im Rahmen einer Videopressekonferenz berichteten Landrat Christian Engelhardt sowie die beiden Kreisbeigeordneten Diana Stolz und Karsten Krug über die aktuelle Entwicklung rund um die Corona-Pandemie im Kreis – dabei konnten sowohl für Vereine als auch im Bereich der Trauungen positive Meldungen verkündet werden, Appelle richtete die Kreisspitze bezüglich der Unterstützung der Gastronomie und der Wahrung der Abstandsregelungen an die Bevölkerung. 

    „Aus der regelmäßigen Bürgermeisterrunde habe ich den Auftrag, drei Themen an Sie weiterzutragen”, begrüße Landrat Engelhardt. „Punkt eins ist die Sporthallennutzung: Nachdem die Vereinsangebote wieder aufgenommen werden dürfen und das Training wieder zulässig ist, gab es seitens der Vereine Nachfragen bezüglich der Hallennutzung. Wir haben vereinbart, das seit dem 18. Mai die Vereine mit den Städten und Gemeinden Kontakt aufnehmen können, um dann jeweils die Hallenzeiten und die besonderen Bedingungen zur Nutzung der Hallen zu klären. Die Vereine müssen hierbei unter anderem bestätigen. dass sie besondere Hygieneeinrichtungen für die jeweilige Sportart einhalten. Ab dem 25. Mai stehen die Hallen wieder für den Vereinssport offen, sofern sich die Vereine mit den Städten und Gemeinden auf eine entsprechende Nutzung geeinigt haben.“

    Bezüglich der Trauungen betonte Landrat Engelhardt, dass es „bisher klare Vorgabe war, dass jeweils das Brautpaar plus im Haushalt des Brautpaares lebende Angehörige und Standesbeamte an der Trauung teilnehmen können. Diese Regelungen wurden nun modifiziert und in sofern erweitert, dass in Abhängigkeit von Räumlichkeiten vor Ort individuelle Regelungen mit den Städten und Gemeinden getroffen werden können, um auf Besonderheiten vor Ort eingehen zu können.”

    Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Vatertag „habe ich mitbekommen, dass viele Vereine und Gastronomen besondere Aktion planen. Vieles ist zulässig, was ein besonderes gastronomisches Angebot angeht, aber ich appelliere, dass die Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dies ist an Vatertag eine besondere Herausforderung, da häufig viel Alkohol konsumiert wird und dieser  kontaktfördernd ist. Aber wir haben ein gemeinsames großes Interesse, die Ausbreitung des Virus nicht zu fördern. Daher der Appell: Feiern ist schön, am besten in der Natur, denn dies ist gut für die Psyche und die Abwehrkräfte – aber mit dem nötigen Abstand.”

    Schulstart gelungen

    „Der Start an Schulen war eine große Herausforderung für die Kollegien, ich möchte en Lehrerinnen und Lehrern für Vorbereitung danken. Noch mehr Dank geht aber an die Eltern, denn das was jetzt angeboten werden kann, ist weit von dem gewohnten Unterricht entfernt. Für Eltern ist es extrem schwierig zu planen und den Unterricht mit der Berufstätigkeit zu vereinen, da nach wie vor viel Unterricht zu Hause stattfindet. Unter all diesen Rahmenbedingungen ist aber Start des Unterrichts ganz gut gelungen, es gibt keine besonderen Probleme, die mir in diesem Zusammenhang kommuniziert wurden. Es ist eine stolze Leistung, dass dies gesellschaftlich so klappt”, lobte Landrat Engelhardt.

    „Besuchen Sie die Restaurants“

    Im Bereich der Gastronomie warb Landrat Engelhardt um Unterstützung für die Gaststätten. „Ich

    hatte erwartet, dass es schnell wieder losgeht wenn die Restautants wieder öffnen können, aber wir erleben vielmehr den Effekt, dass es eine große Verunsicherung in der Bevölkerung gibt. Es ist nur ein Teil der Restaurants geöffnet, aber selbst diese sind nicht voll. Ich kann nur appellieren, das Angebot der Restaurants in den nächsten Tagen anzunehmen und die Gastronomen zu unterstützen. Es gibt viele Unsicherheiten, beispielsweise bezüglich der Daten, die abgegeben werden müssen und auch Sorgen, was die Atmosphäre betrifft. Aber die, die es gewagt haben, Restaurants zu besuchen, haben berichtet, dass das Erlebnis des Essengehens auch unter den gegebenen Bedingungen schön ist. Ich hoffe, dass die Regeln für die Gastronomie noch einmal angepasst werden, denn unter den aktuellen Vorgaben ist für viele kein geeigneter Betrieb möglich.”

    Screenings funktioniert 

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz wies zunächst auf einen Punkt hin, der immer wieder angesprochen wird: „Bezüglich der Altersstruktur im Kreis wird immer wieder nach der Zahl der infizierten Kinder gefragt. Im Kreis Bergstraße machen die Kinder zwischen 0 bis 15 Jahren 1,2 Prozent der Gesamtinfizierten aus.”

    Als überaus erfolgreich sieht sie das Screening an. „Wir haben mehrere 100 Personen im Kreis gescreent, besonders in Seniorenwohnheimen. Bei nahezu allen Screenings sind wir fündig geworden, auch bei Personen, die keine Symptome gezeigt haben. Daher konnten wir rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und auch in einem Pflegeheim die Infektionsquelle ermitteln. Wir werden von diesem Verfahren, dass wir uns alles genau ansehen, wenn wir Infektionsgeschehen im Kreis haben,  nicht ablassen.”

    Keine Verstöße gegen Maskenpflicht

    Kreisbeigeordneter Karsten Krug ging in seinem Bericht zunächst auf die aktuellen Zahlen ein: So stehen derzeit vier Flüchtlingsunterkünfte unter Quarantäne, zwei davon in Lampertheim. Mit Bezug auf den ÖPNV und hier besonders die Schülerbeförderung nach dem erfolgten Schulstart stellte Karsten Krug klar, dass „wir die Schülerbeförderung kontrolliert haben, besonders morgens zur ersten Stunde. Die Kapazitäten waren ausreichend, so dass zumindest gefühlt genügend Platz vorhanden ist, es waren überall Sitzplätze frei. Wir stellen zudem sicher, dass jeder Schüler ohne große Wartezeiten zu den entsprechenden unterschiedlichen Schulzeiten zur Schule gelangen kann.“

    Mit Blick auf die Bußgeldbescheide hatte Karsten Krug eine positive Mitteilungen zu machen: „Es gibt noch keine vorliegenden Verstöße gegen die Maskenpflicht. Insgesamt haben wir mittlerweile 370 gemeldete Verstöße, von den rund zehn Prozent nicht weiter verfolgt wurden, da diese Meldungen zu keinem Verstoß führten. Darüber hinaus sind zehn Prozent der gemeldeten Verstöße aktuell im Verfahren und zehn Prozent müssen noch bearbeitet werden. Zwei Drittel sind aber bereits abgehandelt.” Benjamin Kloos

     
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