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Mo., 23. April 2018, 09:28 Uhr
Beste Leistungen in 15 Sportarten bei 18 Vereinen und 500 Auftritte der Panikstaffel
Sportlerehrung Stadt Lampertheim mit 237 erfolgreichen Sportlern
BUZ 3: Zahlreiche Sportler des TV Lampertheim konnten für ihre außergewöhnlichen Leistungen geehrt werden. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „Sie sind Spitze“, rief Bürgermeister Gottfried Störmer in seiner Begrüßungsrede den 273 eingeladenen Sportlern zu, die am Freitagabend mit zahlreichen weiteren Gästen, unter ihnen Trainer, Betreuer, Vereinsvorstände und Angehörige, auf Einladung der Stadt Lampertheim in die Hans-Pfeiffer-Halle gekommen waren. Eine Vielzahl von Meistertiteln hatten die Lampertheimer Sportlerinnen und Sportler im Jahr 2017 nach Hause gebracht – sie waren als Einzelkämpfer und mit ihren Mannschaften Weltmeister, Deutsche Meister, Hessenmeister, Süddeutsche Meister geworden oder hatten Platzierungen auf den vorderen Rängen erreicht. Ein rasanter Film mit sportlichen Ereignissen stimmte das rund 450-köpfige Publikum auf den kommenden Ehrungsmarathon ein, unter ihnen Trainer, Betreuer, Vereinsvorstände und Angehörige sowie Vertreter der Fraktionen im Stadtparlament und Magistratsmitglieder, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Erster Stadtrat Jens Klingler. Stadtrat Hans Schlatter und Vorsitzender der Sportkommission nahm gemeinsam mit Spargelkönigin Nadine II. die Ehrungen vor. Schlatter legte den Sportlern aus 18 Vereinen, die in 15 Sportarten erfolgreich waren, die Medaillen am rot-weißen Band um, Nadine II. überreichte die Säckchen mit den Spargeltalern. Vier Breitensportler hatten 2017 beim TV 1896 Hofheim mehr als dreißig Mal in Folge ihr Deutsches Sportabzeichen gemacht, Theodor Lameli schaffte das Sportabzeichen sogar 37 Mal in Folge – Leistungen, die bei der Sportlerehrung ebenso honoriert wurden wie Meistertitel. Stadtverordneter Fritz Röhrenbeck führte als Moderator in flotter Weise durch die Veranstaltung, wie aus früheren Jahren bereits bekannt und gewohnt. In den Interviews erfuhren die Zuhörer von seinen Gesprächspartnern interessante Einblicke in ein Leben mit dem Sport. „Der Sport hat viele Gesichter“, fasste Störmer in seiner Rede zusammen, „ganz vorne der Profisport“. In Lampertheim betreffe dies Marvin Dienst im Motorsport und Max Lemke auf Weltniveau im Wassersport“. Der Sport in den Vereinen lege oft den Grundstein für eine sportliche Karriere. „Mit Spaß an der Sache, Talent, Disziplin und Ehrgeiz können Erfolge erzielt werden“, stellte Bürgermeister Störmer fest und bekräftigte dies mit einem Zitat nach Albert Schweitzer: „Wenn Sie das, was Sie tun lieben, werden Sie Erfolg haben“. Röhrenbeck wies darauf hin, dass hinter den Sportlern die Familie stehe, bei den jungen Sportlern, seien es die Eltern, die sie beispielsweise zum Training fahren. „Großer Applaus für alle Menschen, die es ermöglichen, was sie heute geworden sind“, rief Röhrenbeck dem Publikum zu, das kräftig applaudierte. Gründer der Panikstaffel Reinhard Reis und 1. Vorsitzender des TV Hofheim Markus Reis im Gespräch mit Moderator Fritz Röhrenbeck. Foto: Hannelore Nowacki
Wie kommt man als Mädchen zum Fußball, eine Frage, die Röhrenbeck der 15-jährigen Rabea Ronellenfitsch, stellte, die bei der Eintracht Frankfurt spielt. Zuerst habe sie auf dem Bolzplatz Fußball gespielt berichtete die U-16-Spielerin, später haben ihre Eltern erlaubt, dass sie im Verein spielt. Die sechzehnjährige Jana Waldmann meinte Mädchen hätten es schwer ganz nach oben zu kommen. Sie ist schon weit gekommen, beim FC Speyer spielt sie in der Regionalliga der B-Jugend. Bei den Ehrungen für die mehrfachen Meister und Platzierten im Kanu-Club 1952 Lampertheim erfuhren die Zuhörer von Röhrenbeck, dass die Kanuten paddeln, nicht rudern. Der Lampertheimer Max Lemke, der beim WSV Mannheim-Sandhofen ist, wurde in der vergangenen Saison Weltmeister im Viererkanu. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, berichtete Lemke im Interview, mit der Bootsbesatzung werden viele Messungen durchgeführt, deren Auswertung sechs DIN-A-Seiten füllen können. Bei einer Olympiade teilzunehmen und zu siegen wie Nicole Reinhardt, damit hätte er kein Problem, ließ er das Publikum wissen. Zum Schluss lief ein weiterer Film, diesmal mit einem eindrucksvollen Rückblick von öffentlichen Auftritten der Panikstaffel des TV 1886 Hofheim/Ried, die über Jahrzehnte auch im Fernsehen mehrfach zu Gast war. Im Jahr 2017 hatte die Panikstaffel ihren 500. Auftritt seit 1980 von der ersten bis zur neuen Generation, eine Leistung, die der Stadt Lampertheim eine Sonderehrung mit Geschenkkorb und Glaspokal wert war. Markus Reis verriet das Erfolgsgeheimnis der Panikstaffel, die akrobatische Turn-Comedy in höchster Vollendung bietet und von seinem Vater Reinhard Reis gegründet wurde: „Das ganze lebt von der Gemeinschaft“. Nach den Ehrungen waren alle eingeladen zu bleiben und am geselligen Teil des Abends mit Imbiss und Getränken teilzunehmen. Hannelore Nowacki