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Di., 12. Juli 2022, 07:11 Uhr
WUNSCHERFÜLLUNG: Sprudelstein mit besonderer Bedeutung auf dem Ahornplatz
Sprudelndes Wasser Sinnbild für ein lebendiges Gemeinwesen
Wo früher der große Blumenkübel stand erfreut seit Samstag der Sprudelstein die Sinne. Zum Treffen am Montag hatte die Vorsitzende von Ortsbeirat und Bürgerkammer Carola Biehal (links) den Steinspender, den Steinmetz- und Bildhauermeister Boris Boxheimer mit Mitarbeiter Jürgen Fraas und die Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis (2. von rechts) eingeladen, dabei Helmut Kemnitzer, Gitte Weidenauer und Gisela Bürkel (rechts) vom Ortsbeirat. Der Blumenkübel hat seinen neuen Platz am Ortseingang. Foto: Hannelore Nowacki
NEUSCHLOSS – Ein Odenwälder Findling aus Granit, so wie ihn die Natur mit seinen Rundungen ansprechend geformt hat, ist die neue Zierde des Ahornplatzes. Eingebettet in ein Beet mit niedrig wachsenden Mädchenaugen, Iris, Lavendel und Gräsern sprudelt das Wasser mit kleiner Fontäne hervor und hüllt den Stein glänzend nach unten plätschernd ein. Beim Zuhören könnte man ganz entspannt die Zeit vergessen, auf einer der zahlreichen Bänke verweilend. In Tropfenform ist das Beet mit dem Sprudelstein angelegt, die Spitze zeigt die Fließrichtung des Grundwassers an. Ein Wunsch der Bürgerkammer ist damit in Erfüllung gegangen, die Idee zur besten Zufriedenheit handwerklich von den Technischen Betriebsdiensten der Stadt Lampertheim umgesetzt. Am Samstag wurde die offizielle Einweihung des neuen Mittelpunkts auf dem Ahornplatz gefeiert, mit Bürgern, Bürgermeister, Erstem Stadtrat und Ortsbeirat. Zum Treffen am Sprudelstein am Montagvormittag mit Mitgliedern des Ortsbeirates, die allesamt der Liste Bürgerkammer angehören, hatte Ortsvorsteherin Carola Biehal die Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis und den Steinmetz- und Bildhauermeister Boris Boxheimer eingeladen, die beide einen bedeutenden Anteil an der Wunscherfüllung haben. Mit ihrer Mannschaft hat Sabine Vilgis die bauliche Umsetzung bewerkstelligt, das Beet mit Sprudelstein angelegt und unterirdisch die unabhängige Wasserversorgung mit Pumpe und Zeitschaltuhr installiert. Den Findling hat Boris Boxheimer gespendet und Mitarbeiter Jürgen Fraas, Steinmetz und Bildhauer, hat das Bohrloch mit Spezialgerät durch den Stein getrieben. Wie Liebe auf den ersten Blick sei es gewesen, berichteten Carola Biehal und Sabine Vilgis, als sie in der Ausstellung bei Boxheimer Natursteine den Findling sahen. Wasser habe für Neuschloß eine ganz besondere Bedeutung, erklärte Ortsvorsteherin Biehal, das sprudelnde Wasser sei ein Sinnbild für das lebendige Gemeinwesen, zudem werde wegen der Altlasten im Stadtteil seit fast 20 Jahren das Grundwasser gereinigt. Auch die Gründung und Arbeit der Bürgerkammer habe gezeigt, dass das Gemeinwesen weiter „sprudelt“, nachdem vor Jahren ein Ortsbeirat nicht zustande gekommen war. Gerade auch die aktuelle Hitzeperiode mache bewusst wie wichtig und ersetzlich Wasser sei. Dass der Wunsch tatsächlich in Erfüllung gehen konnte, sei zum einen der Steinspende und der Spende des Altlastenvereins Neuschloß zu verdanken, betonte Biehal, zum anderen der Unterstützung durch Stadtverwaltung und Technische Betriebsdienste. Auch an die Folgekosten habe man gedacht, deshalb der Sprudelstein und kein Brunnen mit Trinkwasserversorgung. Vögel und Bienen dürften am Sprudelstein ihren Durst löschen, für den menschlichen Genuss ist das Wasser nicht geeignet. Wenn sich „Grünpaten“ fänden, die das Beet ab und zu bei Bedarf mit Wasser ohne Zusätze versorgen könnten, wäre ihrer Mannschaft sehr geholfen, meinte Vilgis. Einfach begeistert vom neu gestaltetenAhornplatz ist auch Gisela Bürkel vom Ortsbeirat - der neue Sprudelstein, die Sitzbänke, dazu das Café und der Kiosk für die Nahversorgung gehören für sie zur Aufenthaltsqualität. Bei einer Tasse Kaffee und einem guten Buch aus dem Literaturschränkchen könne man hier schön sitzen. Im August kommt dann noch der WLAN-Hotspot, kündigte Ortsvorsteherin Biehal an. Hannelore Nowacki