Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker begeisterte das Publikum
Sprühende Lebensfreude in Musik und Gesang
Musik und Tanz – eine harmonische Verbindung auf der Bühne beim Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Zum achten Mal hat das Jahr mit einem „Festlichen Neujahrskonzert“ der Starkenburg Philharmonikerbegonnen – der gelungene Einstieg mit einem Gesamtkunstwerk auf der Bühne der ausverkauften Hans-Pfeiffer-Halle unter der Leitung von Dirigent und Orchestergründer Günther Stegmüller. „Freunde, das Leben ist lebenswert“ war das Programm mit zwölf Werken mehrerer Komponisten überschrieben, so wie Franz Lehár sein Stück aus der Operette „Guiditta“ benannt hatte. Dieses erste Stück im Programm war auch schon ein erster Höhepunkt, dem elf weitere folgten, mehrfach begleitet vom Tenor Marco Antonio Rivera, der dasPublikum auf die kommenden genussvollen Stunden einstimmte. Voller Schwung und Lebensfreude, angereichert mit erfrischender, kesser Moderation von Jutta Werbelow, die kurzfristig für die erkrankte Dagmar Weber eingesprungen war, eilten die Stunden voran. Solistin Yvonne Smeulers-Liepe, die mit ihrer Violine auf der Bühne eins wird, führte das Publikum zart und dann wieder temperamentvoll in die schönsten Gefühlswelten. Die glanzvolle Eleganz der beiden Tänzerinnen Desirée Bieronski und Sophie Schütz vollendete das Bühnenbild und die Aussagekraft der Musik in schöner Ergänzung. Mit Tänzer Eugen Plotnikkov schwebte Sophie Schütz bei den „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von Johann Strauß über die Bühne, ein Wiener Walzer in wunderbarer Harmonie. Solist Andreas Lippert spielte die Zither, dann wurde es in der Halle ganz leise, von den 600 Zuschauern war kein Laut zu hören – bis am Ende der Applaus aufbrauste. „Die Moldau“ aus dem sinfonischen Zyklus „Mein Vaterland“ von Friedrich Smetana nahm das Publikum mit auf die Reise durch musikalische Landschaften, bildlich untermalt mit Landschaftsbildern auf den beiden großen Leinwänden zu beiden Seiten der Bühne, die dem Publikum auch hier und da Liveeinstellungen vom Orchester in Großaufnahme boten. Neben Klassikern aus dem Reich der Operetten wie „Gern hab‘ ich die Frau’n geküsst“ aus der Operette „Paganini“ von Franz Léhar und der Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß zeigte das 55-köpfige Orchester mit zwei Stücken von Leroy Anderson musikalische Vielfalt. „The Typewriter“ wurde von Solist Clemens Hartmann an einer historischen Schreibmaschine begleitet, die noch im Stande ist ordentlich zu klappern und taktgemäß beim Umschalten zu klingeln.
Tenor Marco Antonio Rivera und die Tänzerinnen Desirée Bieronski und Sophie Schütz sorgten für abwechslungsreiche Sinneseindrücke. Foto: Hannelore Nowacki
Ein schweres Stück, das dieModeratorin auf den Tisch wuchtete. Am Schluss, vor dem großen Applaus im Stehen und den Zugaben, sorgte das Stück „Fiddle Faddle“ von Anderson für eine Überraschung – Dirigent Stegmüller steppte vergnügt und gekonnt. Das Konzert wurde wie in jedem Jahr präsentiert von „cultur communal“ der Stadt Lampertheim in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung. Bürgermeister Gottfried Störmer eröffnete das Konzert mit einer kurzen Begrüßungsrede und verabschiedete die Mitwirkenden mit Lob und Präsenten. Hannelore Nowacki