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  • Fr., 16. Juni 2017, 07:10 Uhr
    Ereignisreiche Judosafari stand unter dem Motto „Detektive und Co.“

    Spurensuche beim 1. Judo-Club Bürstadt



    Die Teilnehmer der diesjährigen Judosafari des 1. Judo-Club Bürstadt. Foto: Stephan MüllerBÜRSTADT – Auch in diesem Jahr hieß es für die Kinder des 1. Judo-Clubs Bürstadt und des Gernsheimer Judovereins am letzten Wochenende wieder Zelt herauskramen, Tasche packen und auf zur Judosafari. Das Gelände für die Judosafari wurde dem Verein wieder vom TV Bürstadt vermietet und so konnten die Kids das ganze Wochenende lang herumtoben.

    Der Auftakt der Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch den ehrenwerten Sherlock Holmes, da das diesjährige Motto des Wochenendes „Detektive und Co.“ hieß. Er begrüßte 42 Kinder im Alter von drei bis 13 Jahren und ihre Betreuer, die dieses Jahr hauptsächlich aus den jungen Mitgliedern des Vereins bestanden.

    Doch es wurde nicht lange geredet. Das Leitungsteam bestehend aus Marcel Dudyka, Marcel Zopf und Anna Fritz teilte die Kinder dem Alter nach in Gruppen auf, die dem Thema entsprechende Namen trugen (Sherlock Holmes, Tim und Struppi, die 5 Freunde und so weiter). In diesen Gruppen wurde nun auch direkt mit dem Rahmenprogramm gestartet. Die Judosafari ist prinzipiell eine vom Deutschen Judobund ins Leben gerufene Veranstaltung, bei der die Kinder in den Disziplinen Kreativität, Leichtathletik und einem Budoturnier Punkte sammeln, um ein Judosafaritier als Aufnäher für den Judoanzug zu erreichen. Zu diesen Tieren gehören unter anderem ein roter Fuchs, ein blauer Adler und am besten schneiden die Kids ab, die den schwarzen Panther erreichen.

    Im Kreativteil wurde den Teilnehmern die Aufgabe gestellt, eine Detektivgeschichte in sechs Bildern zu erzählen. Es kamen tolle stories dabei heraus und die Zeichenkünste einiger waren sehr bemerkenswert. Als Stärkung gab es danach erst einmal ein leckeres Abendessen, dass vom Küchenteam Stefanie Zieglschmid, Elmar Hartmann und Andrea Wiegand zubereitet wurde. Der Höhepunkt des Tages war allerdings die Nachtwanderung. Die kleinen Kinder gingen schon in der Dämmerung los, doch die sechs- bis 13-jährigen liefen in der Dunkelheit. Sie hatten als Teams gemeinsam Rätsel zu lösen, aus welchen sich zum Schluss eine Handynummer ergab. Außerdem mussten sie mithilfe eines Spiegels ein Passwort lesen und herausfinden, welches die dann beim Anruf nannten. Hierdurch wurden sie zu einer Kiste mit Süßigkeiten geführt. Unsere Spürnasen waren schon so gut trainiert, dass alle die Lösungen herausfanden.

    Lange geschlafen wurde an diesem Wochenende nicht, denn um 8 Uhr stand das Frühstück bereit. Frisch gestärkt hieß es danach: Springen, werfen und rennen. Außerdem wurde das Budoturnier am Samstagvormittag. Hierbei stehen zwei Kinder auf Judomatten in einem Quadrat und haben die Aufgabe, den anderen dort herauszudrängen. Doch die größte Herausforderung hierbei war es für die Kinder, mit sauberen Füßen auf der Matte zu erscheinen.

    Der Nachmittag bestand darin, dass die Nachwuchsdetektive ihre Sinne ein wenig schärfen sollten. Dazu verteilten sich die Betreuer mit unterschiedlichen Aufgaben auf dem Gelände. Sie steckten einer gezeichneten Maus mit verbundenen Augen ihren Schwanz an, errochen Pfeffer, Zimt, Spüli und Anderes und hatten die Aufgabe, eine Nachricht zu Dechiffrieren. An einer weiteren Station sollten die Kinder mit geschlossenen Augen unterschiedliche Dinge erschmecken. Dabei erwiesen sie sich als sehr tapfer. „Aber einmal seid ihr wirklich fies gewesen“, sagte eine der Mädchen im Nachhinein. Denn wo bliebe der Reiz, wenn man nicht auf saure Dinge wie Zitronensaft probieren müsste.

    Zum Glück gab es danach ein leckeres Abendessen. Der Abend neigte sich dem Ende, als ein für die Kinder sehr wichtiger Programmpunkt folgte: Das Lagerfeuer. Mit Stöcken bewaffnet, saßen alle gemeinsam am Lagerfeuer, machten sich Stockbrot und grillten Marshmallows. „Es war noch nie so harmonisch wie dieses Jahr! Und gerade am Lagerfeuer gesellten sich alle bis in die Nacht zusammen und sangen Lieder“, bemerkte das Leitungsteam.

    Sonntags war nun der letzte Tag angebrochen und die müden Augen am Frühstückstisch sprachen für sich. Trotzdem war die Laune super und vor dem Essen wurde eine „Stimmungsrakete“ mit den Kindern gezündet. Also hieß es trampeln, klatschen und rufen.

    Nachdem das Gelände von allen Kindern und Helfern gesäubert war, kamen die Eltern zum letzten Programmpunkt des Wochenendes hinzu. Die Kinder bekamen die Anzahl ihrer gesammelten Punkte und die dazugehörigen Abzeichen genannt. Auch bei der Verabschiedung konnte das Leitungsteam sowohl die Kinder als auch die Helfer und Betreuer nur in den höchsten Tönen loben und ihnen für dieses tolle, aufregende Wochenende danken. zg

     
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