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So., 26. Juni 2022, 13:43 Uhr
SPORTLEREHRUNG: 2021 weniger Wettkämpfe und Meisterschaften wegen Pandemie
Stadt Lampertheim ehrte 75 erfolgreiche Sportler auf großer Bühne
Zur ersten großen Sportlerehrung nach der Coronapause waren 75 Sportlerinnen und Sportler eingeladen, nicht alle konnten kommen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Endlich wieder eine Sportlerehrung auf großer Bühne in der Hans-Pfeiffer-Halle, das freute nicht nur den Ersten Stadtrat Marius Schmidt, der in seiner Begrüßungsrede die 75 erfolgreichen Sportler des Jahres 2021 als erstklassige Botschafter der Stadt Lampertheim bezeichnete. „Wir sind stolz auf die erzielten Erfolge“, sagte Schmidt, der von Amts wegen für Kultur und Ehrenamt zuständig ist, „Sie sind besondere Menschen, Sie sind Erfolgsmenschen – dieser Abend gehört Ihnen“. Auf ihrem Weg zum Erfolg hätten die Sportler Unterstützung von ihren Angehörigen und Trainern bekommen, ebenso von der Stadt Lampertheim, die den Vereinen die Sportstätten kostenlos zur Verfügung stelle. Angehörige und Trainer waren eingeladen, unter den Ehrengästen waren Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, der Vorsitzende der Sportkommission Joachim Stumpf sowie Stadtverordnete und Mitglieder des Magistrats, die mit ihrer Anwesenheit die Sportler würdigen, wie Schmidt hervorhob. Lieber sieht Schmidt junge Menschen, die in fairen Wettkämpfen gegeneinander antreten, als mit Waffen auf den Schlachtfeldern dieser Welt. Die Moderation übernahm Stadtverordneter Fritz Röhrenbeck in gewohnter Weise unterhaltsam und informativ, jedoch ohne sportliche Einlagen und Rahmenprogramm, so dass die geehrten Sportler und Gäste nach einer Stunde zum geselligen Teil des Abends übergehen konnten, im Stehen an Stehtischen, mit Getränken, Backwaren und den traditionell angebotenen würzigen Würsten zum aus der Hand Essen. Spargelkönigin Stella Svenja I. in roter Festrobe, erst kürzlich auf dem Spargelfest inthronisiert, und Sportkommissionsvorsitzender Stumpf versorgten die Sportler auf der Bühne mit der Medaille der Stadt Lampertheim am weiß-roten Band und überreichten ihnen einen 25-Euro-Gutschein, der bei einem Lampertheimer Drogeriemarkt einlösbar ist. Die Spargelkönigin richtete ebenfalls Grußworte an die Sportler und Gäste und verriet aufNachfrage von Moderator Röhrenbeck, dass sie unerwartet beim Spargelschälwettbewerb am Spargelfestsonntag Spaß hatte. Da im Coronajahr 2021 viele Wettkämpfe und Meisterschaften ausgefallen waren, konnten entsprechend weniger Sportler einen Erfolg erzielen. Vor Corona kamen üblicherweise 200 Sportler auf die Bühne, diesmal standen 75 Sportler aus fünf Sportarten auf der Liste – unter ihnen ein Olympiasieger, ein Europa-Vizemeister, 44 Hessenmeister, 17 Süddeutsche Meister und 56 weitere Titel. Doch nicht alle konnten anwesend sein. Die Kanu-Abteilung des Kanu-Clubs Lampertheim befand sich bei Regatten im sportlichen Wettkampf und Max Lemke, Olympiasieger im Vierer-Kajak in Tokio und jüngster Ehrenbürger der Stadt Lampertheim, war für seinen Verein, den KC Potsdam, unterwegs. Beim Kanu-Club gibt es eine Abteilung Kickboxen, die mit den Brüdern Alexander Busse und Steven Busse zwei erfolgreiche Champions mit 2. und 3. Plätzen in ihren Reihen hat. Auch zu internationalen Wettkämpfen reisen sie auf eigene Kosten, wie die Zuhörer erfuhren, was nicht einfach zu stemmen sei. Beim Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt hat der in Lampertheim wohnende Harry Schweigkoffer bei den Deutschen Meisterschaften im Bogenschießen Feld und Jagd und mit dem 3C-Blasrohr die zweiten Plätze erreicht sowie den 3. Platz in der Disziplin Bowhunter 3D mit dem Bogen. Röhrenbeck erfuhr auf Nachfrage von den Eigenarten des Sports bei Feld und Jagd. Die Scheiben beim Wettkampf von 9 bis 17 Uhr seien in unregelmäßigen Abständen im Wald platziert, die Einschätzung von Entfernungen werde durch das Bergauf- und Bergabschießen zusätzlich erschwert, erklärte Schweigkoffer. Beim Bowhunter mit dem Bogen werde auf ein Kunststofftier gezielt. Beim Ringen ist man als Einzelkämpfer unterwegs, berichtete Louis Lay, der sich dem griechisch-römischen Stil verschrieben hat. Beim Tennisclub 1983 Hofheim sei die Jugend gut aufgestellt, war zu hören und zu sehen, was auch auf den Tennisclub Rot-Weiß Lampertheim und den Wassersportverein Lampertheim zutrifft, wie an der großen Zahl der erfolgreichen jungen Sportler erkennbar ist. Hannelore Nowacki
Information
Sportler dieser Vereine wurden geehrt: Kanu-Club Lampertheim 1952: Niclas Ohl, MichelangeloBalanescu, beide mit mehreren 1., 2. und 3. Plätzen bei Hessen- und Süddeutschen Meisterschaften; Ben Hasselwander, Hannah Ohl, Joaquin Dressel, Marcel Pcionek, Damian Bloch; Kickboxer Alexander Busse und Steven Busse. KC Potsdam: Max Lemke; Pfeil- und Bogen-Club Bürstadt: Harry Schweigkoffer; SVG Nieder-Liebersbach 1893/1911: Juniorenringer Louis Lay. Tennisclub 1983 Hofheim: in der Jugend U15 gemischt Meister in der höchsten Klasse der Kreisliga: Nils Schade, Felix Schramm, Tom Schneider, Katharina Geyer, Mika Lameli, Ben Deters, Leni Vranjkovic, Florian Laurinawitsch, Leni Graf. Meisterinnen Damen 30 Bezirksliga A, Aufstieg in die Bezirksoberliga: Christina Borowski, Sandra Vranjkovic, Talissa Hess, Evelyn De Angelis und Hannelore Gugumus. Tennisclub Rot-Weiß Lampertheim: Kreismeister U12: Anna Hermann, Luisa Brückmann, Tamia Stollhofer und Lilli Will. Kreismeister U18: Manuel Werner, Jan Goliasch, Linus Seelinger, Aristide Pourikas, Bryan Bowers und Julian Klippel. 1. Platz Bezirksliga Herren 60: Wolfgang Geier, Karl-Heinz Schmottlach, Rainer Engelhardt, Hans Fast, Norbert Schlappner, Wolfgang Schneider, Siegfried Tannreuther, Jörg Geister und Ludwig Schlappner. Wassersportverein Lampertheim: weiblich/männlich Junioren, Jugend, Schüler: Johannes Spranger, Till Wernz, Mattheo Hermann, Mattheo Lunkenbein, Jonathan Hinz, Tim Walter, Phillip Reiber, Leon Bucher, Franka Thierfelder, Anna Hofmann, Marlene Görling, Alessandro Paterna, Lenny Schüttler, Linus Sprinz, Cara da Virgilio, Franka Wernz, Lya Strähle, Lilly Steger, Lucia Reetz, Lilian Ade, Mael Müller, Henrik Stiller, Jan Ringel, Felix Pott, Leon Brauch. Herren: Marco Brechenser, Jan Brechenser, Simon Specht, Björn Barthel und Marcel Blum.
Der Wassersportverein Lampertheim hat eine starke Jugend. Foto: Hannelore Nowacki