Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Fr., 20. Mai 2022, 08:34 Uhr
    LA – LEBEN IN AKTION: Gemeinwesenarbeit mit neuem Quartiersbüro

    Stadt Lampertheim und Diakonisches Werk fördern gute Nachbarschaft

    Die Gemeinwesenarbeit im Projekt „LA – Leben in Aktion“ findet nicht nur im Quartiersbüro im Elsterweg 13 statt - Kerstin Biehal (links) und Samira Osti sind schon seit Wochen in Aktion und unterwegs zu Menschen im Quartier.  Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das Quartiersbüro in der Elsterstraße 13 ist seit Anfang April in Aktion wie im März angekündigt. Am Donnerstag dieser Woche war die Presse zur Vorstellung des Quartiersbüros eingeladen. Am Eingang zeigt ein noch provisorisches Schild, dass es beim Quartiersbüro um Gemeinwesenarbeit der aktiven Art geht: „LA – Leben in Aktion“ steht dort und „Partnerschaft für Demokratie“. Weitere Besucher waren angekündigt, denn auch der Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss der Stadtverordnetenversammlung informierte sich über das neue Angebot für die Bürger im Fördergebiet „östlich der Bahnlinie“ mit Florianstraße, Europaring und Ringstraße. Die Förderrichtlinien verlangten ein geschlossenes Gebiet. Um „Gemeinwesenarbeit“ geht es, so heißt auch das Förderprogramm, für das sich die Stadt Lampertheim letztes Jahr erfolgreich beworben hatte und so steht es auch auf den Namensschildern der beiden Mitarbeiterinnen. Diese Gemeinwesenarbeit wird finanziell vom Land Hessen mit 374.000 Euro für Personal- und Sachkosten bis Ende 2025 gefördert. Nach Auskunft des Ersten Stadtrats beträgt der Deckungsgrad 70 Prozent, die übrigen Kosten trage die Stadt Lampertheim. Der selbst gegebene, gelungene Projektname „LA – Leben in Aktion“ drücke auf kreative Weise worum es geht. Seit Anfang April ist Kerstin Biehal schon in Aktion, einen Monat später stieg Samira Osti ein. Beide sind beim Diakonischen Werk Bergstraße angestellt und teilen sich als Team eine Vollzeitstelle. Auf die Menschen zugehen, mit ihnen sprechen und erfahren, was sie sich für ihr Leben und ihr Quartier vorstellen und was sie vielleicht verändern möchten, Ideen und Aktionen für gute Nachbarschaft entwickeln und von Bürgern aufgreifen, das verstehen die beiden als ihren Auftrag. Die beiden engagierten Mitarbeiterinnen haben bereits im Blick, dass auch die sprachliche Verständigung eine Rolle spielen wird. Eine Menge Flyer haben die beiden in den letzten Tagen als Einladung zum „Tag der Nachbarschaft“ verteilt, der am Freitag in Lampertheim stattfindet. Das Quartiersbüro heißt die Nachbarn und Bürger mit eigener Veranstaltung im Elsterweg 13 willkommen. Der Leiter des Diakonischen Werks Bergstraße Tobias Lauer, Erster Stadtrat Marius Schmidt und der Leiter der Stabsstelle Soziales Andreas Dexler stellten gemeinsam mit Kerstin Biehal und Samira Osti das Konzept dieser Gemeinwesenarbeit vor, ein gemeinsames Projekt der Stadt Lampertheim und des Diakonischen Werks. Klassisch sei in der Sozialarbeit eine „Kommstruktur“, das heißt die Bürger kommen zum Angebot hin, mit dem Quartiersbüro werde dies ergänzt durch aufsuchende Sozialarbeit, schlicht „Gehstruktur“ genannt, man geht zu den Menschen hin. Wer zum Beispiel von sozialer Benachteiligung betroffen ist, habe es einfacher dieses niederschwellige Angebot zu nutzen. Raus aus dem Büro, auf die Menschen im Quartier zugehen, sie und ihre Bedarf kennenlernen, Beziehungen aufbauen und Aktivitäten gestalten, das ist der Anfang. Die Stadt Lampertheim habe bereits gute Erfahrungen mit der aufsuchenden Sozialarbeit mit Senioren, erklärte Erster Stadtrat Schmidt, deshalb habe er mit Lauer letztes Jahr überlegt, die aufsuchende Sozialarbeit für jedermann zugänglich zu machen, was die Stadtverordnetenversammlung dann auch beschlossen habe. Das Quartiersbüro verglich Schmidt mit einem „Basislager“ der Bergsteiger, von dort gehe man hinaus zu den Menschen. Coachen, verselbständigen, Empowerment als Selbstverantwortung und Selbstbefähigung sind die fachlichen Stichworte in diesem Zusammenhang. Um Prävention, sich Wohlfühlen und um Angsträume wie den Spielplatz Ringstraße und die Unterführung gehe es, ergänzte Dexler. Im Gebiet sind auch ein Flüchtlingsheim, eine Obdachlosenunterkunft und zahlreiche Sozialwohnungen angesiedelt. Ohne Netzwerken geht es nicht, machte Lauer deutlich. Vereine, soziale Organisationen und Kirchengemeinden seien potenzielle Partner für eine Zusammenarbeit.  Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2