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  • Fr., 28. April 2023, 11:11 Uhr
    HILFE: Erster Stadtrat Schmidt: „Der AK leistet wichtige Arbeit“ / 500 Euro übergeben 

    Stadt Lampertheim unterstützt AK Suchtkrankenhilfe 

    Erster Stadtrat Marius Schmidt (rechts) überreichte den Vorstandsmitgliedern des AK Suchtkrankenhilfe Manuela Teufel und Lars Stroh das Dankschreiben im Namen der Stadt Lampertheim, die den AK außerdem mit 500 Euro jährlicher Zuwendung unterstützt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Schon seit 50 Jahren gibt es den Verein AK Suchtkrankenhilfe mit Sitz in Bensheim und ständigem Treffpunkt in Lampertheim. Mit Rat und Hilfe stehen die ehrenamtlichen, ausgebildeten Berater allen zur Seite, die ein Problem im Umgang mit Alkohol oder Drogen jeglicher Art haben. Seit der Coronazeit mit den langen Lockdowns haben mehr Menschen beim Arbeitskreis Rat gesucht und kommen regelmäßig zu den Gruppensitzungen der Selbsthilfegruppe, zum Teil auch längerfristig. Auch Angehörige sind willkommen. „Der AK leistet wichtige, auch präventive Arbeit“, betont der Erste Stadtrat Marius Schmid und dankt dem AK im Namen der Stadt Lampertheim: „Wir freuen uns, dass es den AK Suchtkrankenhilfe gibt“. In sein Büro im Stadthaus hatte er am Donnerstagabend Manuela Teufel und Lars Stroh eingeladen, um im Rahmen eines Pressegesprächs in Anerkennung der Arbeit für Betroffene und Angehörige im Bereich Suchterkrankungen sein Dankschreiben an die Vorstandsmitglieder des Vereins zu überreichen. Zudem erhält der AK Suchtkrankenhilfe auf einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung eine Zuwendung von 500 Euro als jährlichen Zuschuss, der überwiesen wird. Wie Schmidt erklärte, wurde die Unterstützung bisher aus zehn Prozent des Erlöses der Wettaufwandsteuer gezahlt, die jedoch nicht mehr erhoben werden darf. Auch der Raum für Beratung und Gruppentreffen wird von der Stadt Lampertheim zur Verfügung gestellt. Manuela Teufel wies darauf hin, dass die Öffentlichkeit für den AK Suchtkrankenhilfe wichtig sei, das mache es den Leuten leichter den ersten Schritt zu tun. „Wir schicken niemanden weg“, macht sie Betroffenen Mut. Wer mit jemandem vertraulich sprechen möchte, finde beim AK ausgebildete Gesprächspartner, die mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Sucht in jeder Form, ob stofflich oder immateriell wie eine Spielsucht, sei eine Krankheit, also behandelbar und kein Grund zum Schämen. Wichtig sei auch der Austausch mit Gleichgesinnten, sagt Lars Stroh, gerade die versammelte Lebenserfahrung in der Selbsthilfegruppe sei hilfreich. Die Teilnehmer seien etwa im Alter zwischen 30 und 80 Jahren. Der Verein stützt sich auf etwa 120 Mitglieder, deren Beiträge und Zuschüsse. Die Zuwendung der Stadt Lampertheim helfe der Arbeit sehr, denn die Lehrgänge in der Suchtkrankenausbildung kosten pro Modul 200 Euro. Als Ehrenamtliche mit einem regulären Beruf nehmen sie an den Lehrgängen in der Freizeit an Wochenenden teil. Manchmal sei es nicht ganz leicht, alles unter einen Hut zu bringen, sagt Manuela Teufel. Groß sei aber die Freude, wenn es im AK Erfolge gibt, zum Beispiel, dass jemand eine Arbeitsstelle gefunden hat oder nach einer langfristigen Reha in der Selbsthilfegruppe den Erfolg festigen konnte. Manchmal kämen Leute, die auf die Wiedererlangung ihrer Fahrerlaubnis hinarbeiten, nach bestandener Prüfung aber bedauerlicherweise wegbleiben. Dabei habe die Erfahrung gezeigt, dass diese Leute eher mit ihrer Sucht rückfällig werden. Bei den Gruppentreffen jeden Montagabend mit etwa acht bis 14 Teilnehmern werde nicht nur über Abhängigkeit, sondern über alle möglichen Probleme gesprochen. Der Arbeitskreis bietet darüber hinaus Ausflüge, Radtouren, Kegeln und Grillfeste an – alles ohne Drogen, denn „auch ohne Suchtmittel kann man Spaß haben“. Feste wie das geplante Jubiläumsfest finden beim Odenwaldklub statt.   Hannelore Nowacki

    Information

    Die Selbsthilfegruppe des Arbeitskreises SUCHTKRANKENHILFE Bensheim / Bergstraße e.V. trifft sich jeden Montag in der Seniorenbegegnungsstätte, Zimmer 3, in der Römerstraße 39 von 18.30 bis 20.30 Uhr. Beratung ist von 18 bis 18.30 Uhr. 

    Kontakt für die Lampertheimer Gruppe: 

    Kai 0173-1891582 (+WhatsApp möglich)

    Lars 0152-24922909 (+WhatsApp möglich)

    Manu 0171-8371030 (+WhatsApp möglich)

    info@suchtkrankenhilfe-lampertheim.de

     

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