Fr., 17. April 2015, 21:51 Uhr
CDU und FDP sorgen sich um zunehmende Bahn-Güterverkehre bei ICE-Trassenneubau
Stadt soll besseren Lärmschutz einfordern
BÜRSTADT - „Die sogenannte 'Korridorstudie' des Bundesverkehrsministeriums zum Ausbau der Bahn-Neubaustrecke zwischen Mannheim und Frankfurt stellt der Region ein erheblich verbessertes Fernverkehrsangebot Aussicht und ist daher grundsätzlich zu begrüßen", schreiben CDU und FDP in ihrer jüngsten gemeinsamen Initiative. Insgesamt gebe es in der Planung den Vorschlag einer Entzerrung der verschiedenen Zugarten, indem tagsüber bevorzugt der Personenverkehr bedient wird und nachts der Güterverkehr. Die prognostizierte Auslastung der geplanten Neubaustrecke habe allerdings auch verkehrliche Auswirkungen auf die Zugarten auf den Bestandstrecken (bestehende Riedbahn).
Die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene „Korridorstudie" sei inzwischen auf der Internetseite der Behörde abrufbar. Unter der E-Mail-Adresse
Mittelrheinstudie@bmvi.bund.de können sich die Bürger bis Mitte Mai zu Wort melden und ihre Vorschläge, Anregungen und Beschwerden vorbringen. Die Stellungnahmen sollen dann in den Bundesverkehrswegeplan einfließen, außerdem werde sich der Planungsausschuss des Verbands Region Rhein-Neckar bei seiner Sitzung am 8. Mai abschließend zu der Studie äußern.
CDU und FDP bitten darum, dass auch die Stadt Bürstadt eine Stellungnahme erarbeitet, weil davon auszugehen ist, dass durch den stärkeren Güterverkehr auf der bestehender „Riedbahn-Trasse“ (Frankfurt-Mannheim) die Lärmbelastung für die Einwohner in Bürstadt und Stadtteil Bobstadt deutlich steigen werden. Ferner sollte die Forderung erhoben werden, dass eine ein optimaler Schallschutz herzustellen ist, wenn eine als Mischverkehrsstrecke konzipierte Neubaustrecke Siedlungsgebiete durchschneidet, so die Mitteilung der Koalitionäre. zg