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  • Di., 02. Juli 2019, 09:48 Uhr
    CDU-Sommertour steuerte aktuelle Themen vor Ort an

    Stadtentwicklung vom Bahnhof bis zum Sonneneck  

    Die CDU-Sommertour mit dem Fahrrad startete bei strahlendem Sonnenschein am Bahnhof. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Sonnig und nicht zu heiß war es am Montagabend, ideal für eine Fahrradtour. Doch nicht ins Grüne zum Picknick machte sich die gut gelaunte Gruppe auf, die sich am Montagabend auf dem Bahnhofvorplatz traf – die CDU-Sommertour führte durch die Straßen der Stadt, überall dorthin, wo die Themen der Stadtentwicklung vor Ort erfahrbar sind. Auch als Gemarkungsrundfahrt bekannt, traditionell in der sitzungsfreien  Zeit zu Beginn der Sommerferien. Der gemütliche Abschluss nach zwei Stunden bei einem gemeinsamen Essen war eingeplant. Eingeladen waren Mandatsträger, Parteimitglieder und Bürger zur Besichtigung und Information, vor allem auch zur Diskussion über die Stadtentwicklung, wie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Bauer betonte. Die CDU wolle für ihre Ideen werben. Überzeugt zeigte sich Bauer, dass von den einzelnen Vorhaben Impulse für die weitere Entwicklung ausgehen. Mit dem Namen der Bürgermeisterin sei besonders die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes verbunden, die dafür gekämpft und „dicke Bretter gebohrt“ habe, denn die Bahn denke in Jahrhunderten. Die zu fahrende Route steckte Bauer thematisch im Überblick ab, beginnend am Bahnhof, über die Kreuzung mit dem geplanten Minikreisel am Historischen Rathaus und die zukünftig fahrradtaugliche Gestaltung der Nibelungenstraße mit der Radachse von Worms bis Bensheim mitten durch die Stadt, anstatt an Bürstadt vorbei wie zurzeit noch, bis zum Schwimmbad und zukünftigen Bildungs- und Sportcampus. Am Schwimmbad soll das Entree neu gestaltet werden, beantragt sei ein modernes Kassen- und Zugangssystem bis zur Badesaison 2020, erklärte Bauer. Für den zukünftigen Bildungs- und Sportcampus sind bereits die Bauarbeiten mit dem Abriss der Tribüne im Stadion im Gange. Ziel im Neubaugebiet Sonneneck war der fünfte Bauabschnitt, in dem Einfamilienhäuser entstehen werden. Dagegen werden am Bahnhof im nunmehr aufgewerteten Areal zahlreiche Wohnungen im Geschosswohnungsbau gebaut, erläuterte CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberle die Planungen. Anstelle der alten Lagerhallen an der Industriestraße sollen begehrte Kleinwohnungen für junge Leute entstehen. Mit Blick auf den Bahnhofvorplatz als „erste Eingangsadresse“ der Stadt, die Parkplätze, die Beleuchtung und die Allee mit vielen neu gepflanzten Bäumen, wies Bürgermeisterin Barbara Schader darauf hin, dass der 1.  Bauabschnitt fertig sei - „noch vier Bauabschnitte haben wir vor uns“. Im Sinne der „sozialen, gesunden Stadt“ seien die bewegungsfördernden Sitzgelegenheiten gedacht. Mit dem Einbau der beiden Aufzüge zu den Hochbahnsteigen wolle die Bahn im August beginnen. Der Übergang über die Gleise Richtung Industriestraße und Friedhof soll schon im August fertig sein, bezahlt von der Stadt mit 750.000 Euro, bezuschusst mit Fördergeldern aus dem ÖPNV-Landesprogramm. Die Bahn bezahle die neuen Außenbahnsteige. Schader berichtete von beharrlichen Verhandlungen mit der Bahn, doch immer hätten sich alle Akteure an einen Tisch gesetzt. Zum Wohnen am Bahnhof informierte Schader die Zuhörer mit Blick auf den Turm und die Bahnhofallee. Eine Statikanalyse werde ergeben, ob der Turm erhalten bleibe, Grundstücke in der Alle seien bereits gekauft. „Wir haben noch viel vor“, bekräftigte Schader. Die Diskussionen und Kritik bei geplanten Neuerungen müsse man aushalten, meinte auch Bauer und die Bürgermeisterin hält es für notwendig, dass sich die Politik in diese Abwägungsprozesse einbringt. Gute Verbindungen im öffentlichen Personennahverkehr sieht Schader als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wichtig sei dabei der Lärmschutz für die Bürger an der Bestandsstrecke. Ein komplettes Fahrradwegenetz könne es in Bürstadt allein schon wegen der engen Straßen nicht geben, bedauerte Schader. Auch im Bahnhofsumfeld sei die Straße nicht breit genug. Bevor die Gruppe sich auf den Sattel schwang und hinter der Kurve zur Dammstraße schnell aus dem Blick geriet, griff der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bauer noch das Thema Mehrheitsbeschlüsse und Unterschriftensammlungen auf. Die CDU sammle  nicht Unterschriften „gegen“ etwas, „wir sind für etwas und Mobilität und gehen auf Kritik ein“. Auch wenn Mehrheitsbeschlüsse manchmal knapp seien, „so ist Demokratie“. Im Sinne nachhaltiger Projekte und Energiepolitik werde in der Innenstadt auf Brachflächen verdichtet. „Wir bauen nicht nur Ackerflächen zu“. Hannelore Nowacki

     

     

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