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  • Fr., 28. August 2020, 08:59 Uhr
    Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss stimmte für Bahnhofsumgestaltung und neues Förderprogramm  

    Stadtumbau läuft wieder an

    Das Bahnhofsumfeld soll attraktiv werden, das Gebäude selbst ist in privater Hand. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Was hat sich bislang beim Stadtumbau getan und wie geht es weiter? In der  Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses (SEBA) am Dienstag informierte  Projektleiter Marius Reinbach von NH Projektstadt die Ausschussmitglieder über die vorgesehenen und laufenden Einzelprojekte und Maßnahmen sowie über die teilweise umgesetzten Maßnahmen, darunter zwei Machbarkeitsstudien, das Stadtparkkonzept und die Erstellung eines stadtklimatischen Gutachtens. Sichtbar für die Bürger sind die Hochbeete und Sitzgelegenheiten zum Ausruhen in der Bürstädter Straße sowie Straßenbaumpflanzungen. Da das Stadtumbaumanagement mehr als ein halbes Jahr personell nicht besetzt war, hat die Stadt Lampertheim zum 1. Juni die NH Projektstadt mit den Arbeiten beauftragt, die bereits das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt hatte. Die Steuerung der ISEK-Umsetzung, das Fördermittelmanagement, die Öffentlichkeitsarbeit und die Moderation im Veränderungsprozess gehören zu den Aufgaben. Am Ende werde der politische Beschluss stehen, wobei die Fachplanung die Dynamik vorgebe, erläuterte Reinbach. Das Stadtumbauprogramm läuft noch, das soll den Bürgern bewusst gemacht werden, deren Ideen und Anregungen aufgenommen werden sollen. Als Ansprechpartner für alle will die NH Projektstadt alle zwei Wochen Präsenz zeigen, zunächst im Stadthaus, später im Schillercafé. Bis zum Juli 2020 sind rund 4,5 Millionen Euro als förderfähige Kosten anerkannt, was bei einer Zweidrittel-Förderquote mit Mitteln von Bund und Land Hessen für die Stadt Lampertheim eine Kostenbeteiligung von rund 1,5 Millionen Euro bedeute. Bisher wurden etwa 500.000 Euro ausgegeben. Fristen konnten eingehalten werden, so dass keine Fördermittel verfallen werden, betonte der Referent. Es komme wieder Bewegung rein in den Stadtumbau, stellte Marius Schmidt (SPD) fest. Auf seine Nachfrage teilte Bürgermeister Gottfried Störmer mit, dass die geplante barrierefreie WC-Anlage zwischen Haus am Römer und Domkirche nach Klärung mit dem Denkmalschutz noch in diesem Jahr realisiert werden soll. Den Beschluss über die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes und die Einleitung des Vergabeverfahrens für die Planungsleistungen hat der Ausschuss einstimmig gefasst. Die Zeitschiene umriss Bürgermeister Störmer von der Ausschreibung bis zur Auftragserteilung im Sommer 2021. Carola Biehal (SPD) machte den Vorschlag den Fahrgastbeirat und VTL einzubeziehen. Auf Nachfrage von Helmut Hummel (FDP) teilte der Bürgermeister mit, dass es konkrete Gespräche mit dem Besitzer des Bahnhofsgebäudes geben könne, sobald Planungen vorliegen. Franz Korb (CDU) machte deutlich, dass es unter keinen Umständen passieren dürfe, dass die Stadt Millionen in die Hand nehme und der Zustand des Bahnhofsgebäudes so bleibe wie jetzt. Sein Eindruck insgesamt: „Im Moment sieht man in Lampertheim von ISEK wenig“. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für das Auslaufen des städtischen Förderprogramms „Energetische Gebäudesanierung“ in der derzeitigen Form zum 30. September 2020 aus. Nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Oktober soll das neue Förderprogramm zum 1. Januar 2021 in Kraft treten, kündigte Marius Schmidt (SPD) an, der als Vorsitzender des Arbeitskreises Energie und Nachhaltigkeit an der Ausarbeitung des neuen, breiter aufgestellten Förderprogramms mitgewirkt hat. Hannelore Nowacki

     

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