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  • Di., 23. April 2019, 09:17 Uhr
    Ultranet auf Lampertheimer Gemarkung soll 400 Meter Mindestabstand einhalten

    Stadtverordnete und Verwaltung einig bei Schutz von Wohngebieten

    LAMPERTHEIM – Die Forderung an den Netzbetreiber Amprion ist klar in einer Zahl verankert: Der Mindestabstand der neuen Gleichstromtrasse „Ultranet“ soll  400 Meter zur Wohnbebauung betragen, so wie es bereits im hessischen Landesentwicklungsplan festgelegt ist. Auch soll die Verwaltung Pläne für zwei Alternativtrassen vorlegen. Alle Fraktionen stimmten bei der letzten Stadtverordnetenversammlung für den gemeinsam eingebrachten Antrag. Spannungsgeladene  Debatten waren vorausgegangen, wochenlang hielt die Kritik einzelner Abgeordneter an der Stadtverwaltung an, nicht genügend auf Amprion für eine sogenannte Verschwenkung des geplanten Trassenverlaufs eingewirkt zu haben, um die Bevölkerung vor den befürchteten Gefahren der Stromleitung zu schützen. Stadtverordneter Andreas Ott (CDU) hielt Bürgermeister Gottfried Störmer vor, mit dessen „Strategie der Bedächtigkeit“ den Zug verpasst zu haben. Störmer trat dieser Kritik bei der Stadtverordnetenversammlung in seiner Stellungnahme entschieden entgegen, stellte jedoch die Frage in den Raum, warum man wohl aneinander vorbeigeredet habe. „Warum haben wir uns nicht verstanden?“ Denn im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss (SEBA) zwei Wochen zuvor sei berichtet worden, dass die Verschwenkung bereits erreicht sei. „Wir haben Sie über die sachlichen Dinge informiert, die wir erarbeitet haben“. Schon seit 2016 habe sich die Verwaltung intensiv mit dem Thema befasst und bei Amprion erreicht, dass die Trassenführung über das Lampertheimer Bruch abgewendet wurde. „Wir haben nach geltendem Gesetz alle Tatbestände abgeprüft und Hinweise aufgenommen und ausgewertet – dass wir zum Jagen getragen werden müssen ist falsch“. Auch jetzt arbeite er „mit ruhiger Hand“: „Wir können nicht nach Bedenken und Emotionen handeln, sondern sachlich nach Gesetzen“, bekräftigte Störmer seine Haltung. Vielleicht sei man aber zu leise gewesen. Stadtverordneter Helmut Hummel (FDP) berichtete in seiner Rede von der Informationsveranstaltung, zu der Amprion in Rosengarten eingeladen hatte. Dort hätte sich die Einschätzung der Stadtverwaltung bestätigt, wie sie den Parlamentariern in verschiedenen Stellungnahmen vorliege, aber auch die Bedenken der Politik in mehreren Aspekten. Der gemeinsame Antrag sei dennoch nötig, unter anderem weil mit dem Ausbaubeschleunigungsgesetz Einspruchsmöglichkeiten zu Lasten von Bürgern und Kommunen beschränkt sind. Auch habe Bundeswirtschaftsminister  Altmaier festgelegt, dass es auf dieser Trasse von Osterath nach Philippsburg keine Erdverkabelung gebe. Die neue Hybridleitung werde mit wesentlich höherer Stromdichte gefahren als die Bestandsleitung. Hannelore Nowacki

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