Mo., 08. April 2019, 09:49 Uhr
Gespräche mit dem Dortmunder Unternehmen über Verschwenkung der Trassenführung
Stadtverwaltung äußert Bedenken gegenüber Amprion
LAMPERTHEIM - Die Stromtrasse von Amprion führt dicht an Lampertheim vorbei und soll künftig ausgebaut werden. Die lokale Politik befürchtet durch die neuen Hybridleitungen eine Gesundheitsgefährdung und fordert wie zuletzt im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss die Stadtverwaltung auf, massiv gegen die Pläne vorzugehen.
Bereits am 19. Februar 2019 fand ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister und Mitarbeitern der Verwaltung mit Vertretern des Dortmunder Unternehmens statt. Anlass waren die bereits eingebrachten Vorbehalte der Verwaltung gegenüber der geplanten Hochspannungstrasse, welche durch Lampertheimer Gemarkung verläuft. „Es ist meine Aufgabe und Pflicht, die berechtigten Interessen der Lampertheimer Bürgerinnen und Bürger mit Nachdruck zu vertreten“, sagt Störmer. „Dazu haben wir Amprion eingeladen.“
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Wir haben bei diesem Gespräch ganz konkret an Plänen der Trassenführung über die Verschwenkung der Hybridleitungen diskutiert“, erklärt Bürgermeister Gottfried Störmer. „Amprion hat die von uns vorgetragenen Auffassungen und Wünsche ohne Widerspruch aufgenommen.“ Denn laut Störmer habe der Übertragungsnetzbetreiber signalisiert, das Projekt möglichst konfliktfrei umsetzen zu wollen. Im Übrigen sei es verpflichtend, im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens mögliche Alternativen zu prüfen.
Der Verwaltungschef macht deutlich, dass man sich momentan noch im informellen Abschnitt des Verfahrens befindet. „Amprion hat aufgrund unserer Bedenken das konstruktive Gespräch mit uns gesucht. Das zeigt mir, dass beide Seiten Interesse an einem akzeptablen Ergebnis haben“, sagt Störmer und ergänzt: „Unser zielorientiertes Vorgehen macht mir mal wieder deutlich, dass man nicht lautstark und keulenschwingend vorgehen muss, um seine Ziele zu verfolgen.“ Er bevorzuge stets die sachlich-fachliche Ebene. zg