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  • So., 09. August 2015, 19:41 Uhr
    SPD-Fraktion Bürstadt stellt Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung

    „Stellenplan um eine Stelle „Flüchtlingsversorgung“ erweitern”

    BÜRSTADT – Nach Vorlage der Aussagen zur Kostentransparenz bei der Flüchtlingsunterbringung sieht es die SPD Bürstadt als konsequent an, künftigen Entwicklungen so zu begegnen, dass auch bei den weiteren Zuwächsen ein reibungsloser Ablauf garantiert werden kann. Von daher stellt die SPD-Fraktion einen Antrag, der diesen heute schon absehbaren Defiziten entgegenwirkt.

    Demnach soll die Stadt Bürstadt  den bisherigen Stellenplan um eine Stelle „Flüchtlingsversorgung“ erweitern. Die Stelle sei zeitnah auszuschreiben und zu besetzen. Zudem soll zur Kostentransparenz und Bilanzierung der laufenden Aus- und Einnahmen im Bereich der Flüchtlingsunterbringung ein neues Produkt im Haushalt erstellt und bereits für das Jahr 2015 eingearbeitet werden.

    „Die detaillierte Auflistung der von der Stadt Bürstadt erbrachten Leistungen zeigt, dass die Stadt Bürstadt auf der einen Seite einen nicht unerheblichen Beitrag leistet, auf der anderen Seite verdeutlicht die Aufstellung aber auch die großen Defizite hinsichtlich Betreuung, Eingliederung und Akzeptanz”, betont Fraktionsvorsitzender Franz Siegl.

    Die durch die städtischen Mitarbeiter erbrachte Arbeit zeigt, die Unterbringung ist wichtig, aber nur ein Eckpfeiler in der Flüchtlingsproblematik. Gerade die Fortschritte in der Integration und Akzeptanz hier in Bürstadt wurden durch ehrenamtliche Tätigkeiten realisiert. Die Sprachkurse, ärztliche Betreuung, Fahrrad und Kleiderbereitstellung etc. erfolgte letztendlich durch ehrenamtliche Arbeit oder durch das Pfarramt St. Michael. „Dort wurden Stellen geschaffen, um die Arbeit der Ehrenamtlichen zu koordinieren und in fruchtbringende Bahnen zu lenken” ergänzt Siegl.

    „In Bürstadt besteht nun die Problematik neuen Flüchtlingen die gleichen Möglichkeiten zu bieten, gleichzeitig aber die Integration der länger hier lebenden Flüchtlinge weiter voranzutreiben.
    Diese Arbeit ist von Ehrenamtlichen nicht zu leisten, gerade vor dem Hintergrund sich verändern- der Gesetze, der Vielfalt der im Prozess involvierten Ämter, der vielfältigen Unterstützungs- und Fördermaßnahmen.”

    Ausgehend von der aktuellen Personalbelastung von etwa zwei Tagen pro Woche und bei gleichzeitigem Anstieg der Flüchtlingszahlen ist nach Ansicht der SPD eine eigene Stelle für diesen Bereich unabdingbar. Außerdem ist der Bereich Ordnungsamt diesbezüglich zu entlasten, damit die Abteilung ihren vielfältigen originären Aufgaben nachkommen kann.

    Die finanztechnische Auflistung in einem eigenen Produkt sollte selbstverständlich gegeben sein, damit gerade hier eine sach- und fachliche Einstufung der zu bilanzierenden Mittel erfolgt. zg

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