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  • Do., 29. November 2018, 11:01 Uhr
    Spenden sollen zielgerechte Projekte für Kinder mit Behinderung unterstützen

    Sternsingeraktion in Lampertheim und Hüttenfeld

    LAMPERTHEIM - Bald treffen sich in den Gemeinden St. Andreas, Herz Jesu und Mariä Verkündigung wieder Kinder und Jugendliche um sich auf die kommende Sternsingeraktion vorzubereiten. Die einzelnen Gruppen gehen von Haus zu Haus und bringen den Menschen den Segen. Die Inschrift CMB zwischen der Jahreszahl bedeutet: Christus mansionem benedikat – Christus segne dieses Haus. Diesen Schriftzug schreiben die kleinen und großen Könige entweder mit Kreide an die Haustür oder sie haben spezielle Aufkleber dabei. Und natürlich sammeln die Sternsinger wieder Spenden für bedürftige Kinder in aller Welt. Kinder mit Behinderungen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen. Den Sternsingern und den vielen Menschen, denen sie begegnen, soll bewusst werden: Menschen sind nicht behindert, sie werden in vielfacher Weise behindert. Es sind nicht in erster Linie die vielfältigen Barrieren im Alltag, die Menschen mit Behinderungen davon abhalten, selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Vielmehr sind es die Vorurteile in unseren Köpfen, die verhindern, dass Barrierefreiheit selbstverständlich wird. Aus christlicher Sicht besitzt jeder Mensch die gleiche Würde, egal ob behindert, alt, sozial benachteiligt oder aus Sicht der Gesellschaft nicht „voll funktionsfähig“. Kein Leben ist als perfekt anzusehen, überall gibt es Ecken, Kanten und Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Menschen mit Behinderung sehen ihr Anderssein lediglich als Verschiedenheit des Menschseins. Sie entdecken ihre vorhandenen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen als Chancen, ihr Leben sinnvoll zu gestalten. Zu Recht setzen sie sich dafür ein, dass dieses Selbstverständnis respektiert wird. Schätzungsweise sind 165 Millionen Kinder betroffen. Es gibt keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Mädchen und Jungen weltweit geistig oder körperlich beeinträchtigt sind. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen geht von bis zu 165 Millionen betroffenen Kindern und Jugendlichen aus. Sie wachsen überwiegend in Armut auf: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leben rund 80 Prozent der weltweit eine Milliarde Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern. Etwa ein Drittel der Kinder, die auf der Straße leben müssen, haben eine Behinderung. Die Rechte dieser jungen Menschen werden vielfach missachtet und verletzt – oder sie sind ihnen und ihren Familien gar nicht bekannt. Mit Bildungsangeboten und Aufklärungskampagnen, Therapien und medizinisch-technischen Hilfsmitteln, Hausbesuchen und sozial-psychologischer Begleitung setzen sich die Partner des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ weltweit dafür ein, dass Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung geschützt, gestärkt, gefördert und ohne Einschränkungen in die Gesellschaft integriert werden. In den vergangenen zehn Jahren unterstützten die Sternsinger mehr als 750 Projekte für Kinder mit Behinderungen. Die Sternsingeraktion 2019 hat das Motto „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ und möchte die Aufmerksamkeit auf das Leid und die Bedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung lenken. Mit Hilfe der Sternsinger und den Spenden der Menschen können zielgerecht Projekte unterstützt werden. Das erste Treffen im Jugendheim von Mariä Verkündigung, bei dem der Film zur Aktion angeschaut wurde war zwar schon, aber mitmachen kann man noch immer. Die Gruppeneinteilung findet am Donnerstag, 27. Dezember um 11 Uhr, statt. Die Treffen im Christkönigsheim von St. Andreas finden am Donnerstag, 6. Dezember, 16 Uhr mit einem Film zur Aktion, am 13. Dezember, 16 Uhr mit Lieder und Hausbesuch üben sowie 20. Dezember, 16 Uhr, zur Gewänderanprobe statt. Das Treffen im Pater-Delp-Zentrum in Hüttenfeld findet am Samstag, 29. Dezember, 18 Uhr statt. Dabei werden Texte verteilt und die Lieder werden geprobt. Der gemeinsame Aussendungsgottesdienst findet am 2. Januar um 10 Uhr in Mariä Verkündigung statt. Der Rückehrgottesdienst mit der Verkündung der Spendensumme ist am 6. Januar um 9 Uhr in St. Andreas. zg

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