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  • Mo., 08. September 2014, 23:40 Uhr
    Bazar St. Michael – ein Wochenende für die vergnügliche Begegnung

    Stimmungsvolles Traditionsfest im Zeltdorf und Pfarrgarten

    Der Spielnachmittag mit Betreuung durch die Katholische Junge Gemeinde von St. Peter kam gut an. Am Kreativtisch entstanden Armbänder, plastische Bilder und Malereien. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Weithin sichtbar ist die Pfarrkirche St. Michael mit ihrem Turm, über den Feldern erhebt sie sich am Horizont und kündet von einer stolzen Tradition. Aus der Ferne scheint es, als wollte sich die ganze Stadt an das große Gotteshaus anschmiegen. Ja, sie ist ein Wahrzeichen. Und sie braucht ständige bauliche Begleitung. So war es auch schon vor fast neunzig Jahren, als der Bazar als Fest der Begegnung zum ersten Mal gefeiert wurde. Und das ist auch heute noch die Hauptsache – dass Jung und Alt, Menschen aus nah und fern Spaß an der Unterhaltung haben, gut essen und sich an einem Rahmenprogramm erfreuen können. Weil sich das schon herumgesprochen hat, kamen auch diesmal wieder Besucher aus den Nachbarorten von Lampertheim bis Nordheim. Bei so vielen hungrigen und durstigen Gästen füllt sich auch die Kasse, aus der viele Renovierungsarbeiten bezahlt werden können. Gerade jetzt bereitet der Turm Sorgen, fällt doch immer wieder etwas von der Fassade herunter. Absperrungen zeugen davon. Am Sonntag erwartete die Besucher ein buntes Rahmenprogramm. Zum Frühschoppen hatte der Spielmannszug der Feuerwehr fetzige Stücke mitgebracht. Zur Eröffnung und zum Festausklang unterhielt die Katholische Kirchenmusik die Bazarbesucher mit schwungvollen Stücken. Von den Fotoobjektiven vieler stolzer Eltern fokussiert, präsentierten die Kinder der Kindertagesstätten Arche Noah und Spatzennest am Sonntagnachmittag eindrucksvoll ihre Vorführungen und Lieder. Pfarrer Peter Kern spendierte den Kindern gehaltvolle Kuverts zum Eisessen. „Besser hätte es gar nicht kommen können“, meinte Pfarrer Kern zum gelungenen Bazar. Alles kam wie gewünscht – die Besucher füllten die Zelte, erfreuten an der Sonne unter freiem Himmel und genossen die angenehme Kühle bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria im großen Saal des Gemeindezentrums. Eine sagenhafte Auswahl an Kuchen und Torten war im Angebot. Viele bunte Gartensträußchen zierten die Tische.

    Der Elternbeirat der Kita Spatzennest faszinierte die Kinder mit ihrer Version der Geschichte des Räubers Hotzenplotz in acht Akten. Foto: Hannelore Nowacki


    Den abwechslungsreichen Spielnachmittag auf dem Kirchplatz betreute die Katholische Junge Gemeinde von St. Peter. In der Lernstube hatte sich das Kasperltheater des Elternbeirates der Kita Spatzennest eingerichtet. Dem jungen Publikum und einigen begleitenden Erwachsenen wurde die spannende Geschichte des Räubers Hotzenplotz in eigener Textfassung und Dramaturgie mit Handpuppen vorgeführt und erzählt. Gespannt schauten die Kinder den sieben Akteuren zu und gaben Tipps, wie der Räuber zu fassen wäre. Als Erzählerin kommentierte  Sabine Stebich das Geschehen auf der Bühne. Jürgen Hahn mimte den frechen Räuber, Tanja Schmitzer war die wehrhafte Großmutter. Judit Györi hatte den Wachtmeister Dimpfelmoser in der Hand, Katja Köhler war für den Zauberer Zwackelmann zuständig. Als Seppl stand Bernadette Lamade hinter der Bühne, Sandra Jahr war die Fee Amaryllis und Daniela Hartmann spielte den Kasperl. Großes Interesse weckte der Bücherflohmarkt am Sonntag. Ganze Stapel gingen an neue Leser, die sich teilweise sofort in ihren neuen Stoff vertieften. Die Sonne zeigte sich am ganzen Festwochenende von ihrer besten Seite und tat fast ein wenig zu viel des Guten. Ganz schön heiß ging es in der Bräterei und bei der Essenausgabe zu und auch beim Team in der Spülküche glitzerte die Stirn. Neu und absatzstark auf der Speisekarte war die Currywurst mit Currysoße nach Art des Hauses. Das süffige Bier lief herrlich kalt aus dem Zapfhahn in die Gläser – ein Hochgenuss. Auf Nachhaltigkeit hatte die Projektleitung geachtet, bei der Lichtenergie und beim Geschirr. Deshalb kamen Porzellanteller und Gläser auf den Tisch. Schon vor zwei Jahren hatte der Bazar vom Bistum Mainz für sein umsichtiges Umweltverhalten eine Auszeichnung erhalten. Ein ganzer Saal war den begehrten Tombolagewinnen vorbehalten. Wenn das Zeltdorf am Gemeindezentrum aufgebaut ist und im gemütlichen Pfarrgarten die weißen Sitzgruppen und die Bar zum Verweilen einladen, dann geht es der über hundert Köpfe zählenden Helferschar nur um eins: Die Gäste sollen sich wohlfühlen. Heiter gestimmt, mit einem Tempo, das vollen Einsatz erforderte, kümmerte sich eine Helferhundertschaft um den reibungslosen Ablauf. Eine Stütze seien unter anderem die bewährten Helfer vom HCV. Ein junges Team bediente die Gäste, freundlich, schnell und kompetent. Wo hat Ressortleiterin Catherine Paul diese engagierten jungen Leute gefunden? „Man kennt sich in der Pfarrgemeinde“, sagte sie. Über zwanzig Ressortteams mit ihren Ressortleiterinnen und –leitern hatten die Organisation des Bazars übernommen. Als „Kümmerer“ im Auftrag des Pfarrgemeinderates war „Manfred“ überall zur Stelle, seine Aufgabe: Koordination der Ressortleitungen. „Die schaffen ganz eigenständig“, lobte er deren ehrenamtliches Engagement. Mit hoher Energie gehe auch die Rentnergruppe zu Werke, das Team für den Auf- und Abbau. Für den Einkauf und die Essensausgabe zeichnete Ressortleiterin  „Inge“ verantwortlich. „Was all ist, ist all“, sagte sie mit Blick auf die Vorräte. Am Freitag treffen sich alle Teams zum geselligen Helferabend. Hannelore Nowacki



     

     

     

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