Mo., 07. September 2015, 12:17 Uhr
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften mobilisieren zur Großdemonstration am 10. Oktober in Berlin/ Busse aus Südhessen
„STOP TTIP und CETA. Für einen gerechten Welthandel“
LAMPERTHEIM/ BÜRSTADT - Im Herbst 2015 tritt die Auseinandersetzung um die Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA in die heiße Phase. Beide Abkommen drohen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben und auszuhebeln. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften mobilisieren gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus sozialen Bewegungen, Umwelt- und Verbraucherverbänden für die Großdemonstration „STOP TTIP und CETA. Für einen gerechten Welthandel“ am 10. Oktober in Berlin: „TTIP und CETA schwächen kleine und mittelständische Unternehmen, sie vergrößern die Macht von Konzernen und Finanzmarkt-Akteuren, statt sie endlich einzudämmen, sie grenzen die Länder des Südens aus, statt zur Lösung globaler Probleme wie Hunger, Klimawandel und Verteilungsungerechtigkeit beizutragen“, heißt es in dem Aufruf. Zu der Demo rufen auch der DGB-Ortsverband Lampertheim-Bürstadt und die DGB Region Südhessen auf. „
Es ist höchste Zeit, unseren Protest gegen die geplanten Abkommen auf die Straße zu tragen“, macht der südhessische DGB-Regionsgeschäftsführer Jürgen Planert deutlich. „Nur durch eine breite Gegenwehr der Bevölkerung kann verhindert werden, dass sich die Wirtschaftslobby auf Kosten der Allgemeinheit durchsetzt“. Auch der DGB Südhessen mobilisiert für die Großdemo in Berlin. Planert: „Wir brauchen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung. Deshalb treten wir für eine Handels- und Investitionspolitik ein, die auf hohen sozialen und ökologischen Standards beruht, nachhaltige Entwicklung in allen Ländern fördert und die Gestaltungsmöglichkeiten von Staaten, Ländern und Kommunen gewährleistet und auch für die Zukunft sichert“. DGB-Regionssekretär Horst Raupp und der Vorsitzende des DGB-Ortsverbandes Lampertheim-Bürstadt, Michael Dörr, unterstreichen: „Die Handelsabkommen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen verhandelt werden, dienen allein den Profitinteressen der großen Konzerne. Ziel der Gewerkschaften ist ein fairer Handel und eine gerechte Handelspolitik, die den Menschen nutzt und kein schrankenloser Handel, der nur den Konzernen dient. Intransparente Geheimverhandlungen in Hinterzimmern und Sonderrechte für Investoren müssen vom Tisch. Mensch und Umwelt müssen Vorrang haben vor Profitinteressen“. Auch aus Südhessen fahren Busse nach Berlin: Darmstadt 4 Uhr, DGB-Haus, Rheinstraße 50, Michelstadt 3 Uhr, Bienenmarktgelände, über Höchst 3.30 Uhr, Bushaltestelle „Am Kirchberg“, Heppenheim 3.30 Uhr, Europaplatz, Groß-Gerau 3.30 Uhr, Bahnhof Dornberg, Ostseite Bushaltestelle, über Rüsselsheim 3.45 Uhr, Am Rathaus, Bushaltestelle. Die Fahrt ist für Gewerkschaftsmitglieder kostenfrei. Anmeldungen erfolgen über die jeweilige Mitgliedsgewerkschaft. Infos gibt es beim DGB Region Südhessen, Telefon 06151/ 39970 sowie unter darmstadt@dgb.de. zg