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  • Fr., 16. Juni 2017, 08:41 Uhr
    Kreisbeigeordneter Krug überreichte Bescheid über 85.000 Euro

    Suchtberatung und Suchtprävention der AWO Bergstraße vom Kreis unterstützt



    Kreisbeigeordneter Karsten Krug (links) überbrachte AWO-Geschäftsführer Peter Blessing den Bewilligungsbescheid über 85.000 Euro für das Jahr 2016 persönlich. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – „Die AWO ist ein wichtiger Partner in vielen Bereichen“, erklärte  Kreisbeigeordneter Karsten Krug bei seinem Besuch des Geschäftsführers der AWO Bergstraße Peter Blessing in den Räumen der AWO-Fachstelle Suchtprävention in der Nibelungenstraße 164. Den aktuellen Bewilligungsbescheid in Höhe von 85.000 Euro zur nach Vorlage der Verwendungsnachweise des Jahres 2015 überbrachte er persönlich. Ein erfreuliches Ereignis, wie Blessing betonte, das habe er bei keinem Kreisbeigeordneten zuvor erlebt. In der Region sei die AWO nach der Neuregelung in der Suchtberatung und Suchtprävention  für alle Suchtarten auf der Riedschiene und in der nördlichen Bergstraße zuständig, erläuterte Blessing, während die Caritas die Bereiche südliche Bergstraße und Odenwald betreut. Für die AWO sei diese Änderung vor drei Jahren mit finanziellen Nachteilen verbunden gewesen. Seitdem versuche die AWO durch die Zusammenarbeit mit weiteren Trägern wie das Kreisjugendamt und die Jobcenter durch die Entwicklung von Maßnahmen wie beispielsweise die Familienhilfe neue Geldquellen zu erschließen, um das Fachpersonal weiter beschäftigen zu können. An der Finanzierung dieser Tätigkeiten beteilige sich auch das Land Hessen und als freiwillige Leistung auch die Kommunen nach Einwohnerschlüssel. Je nach Größe der Kommune im Kreis Bergstraße betrage diese Leistung 300 bis 5.000 Euro. Allerdings müsste die AWO alle Leistungen jährlich neu beantragen. Suchtberatung koste Zeit und Geld, machte Blessing deutlich, wobei die Glücksspielsucht bei jungen Männern zunehme. Der Besuch von Spielhallen sei für diese Suchtgruppe jedoch attraktiver als Glücksspiel im Internet. Seit 25 Jahren ist die AWO Bergstraße in der Suchtberatung eine stark frequentierte Anlaufstelle. Ein großes Lob bekommt das Land Hessen von Blessing, das sich stark gegen die Glücksspielsucht engagiere. Unter den drei Standorten der AWO sei Viernheim durch die Nähe zur Großstadt Mannheim ein „Hotspot“.  Da die stetige Zunahme der Ratsuchenden nicht mit einer Personalmehrung verbunden sei, habe die AWO ihre Arbeitsmethodik den knappen Ressourcen angepasst. Für den Erstkontakt bietet die AWO wöchentlich zweimal zwei Stunden Telefonzeit an. Wer Glück hat und durchkommt, erhält einen Termin oder wird auf eine andere Stelle verwiesen. Für die Prävention sei eine Personalstelle vorhanden, die über Multiplikatoren wie Lehrkräfte und andere Hauptamtliche sowie Projekttage einen größeren Personenkreis erreicht. Hingegen gebe es in der AWO-Schuldnerberatung einem Personalstand von einer Kraft in der Intervention und einer halben Personalstelle in der Prävention Wartelisten. „Alle Mittel der öffentlichen Hand in der Suchberatung und Suchtprävention sind gut angelegt“, meinte Blessing. Der Kreis finanziere die Grundstruktur. In diesen Tagen werden die neuen Pläne der AWO für Beratung und sonstige Angebote im Jahr 2018 mit dem Kreis besprochen. Eine Vorauszahlung für 2017 hat der Kreis bereits geleistet. Über die erbrachten Leistungen berichtet die AWO jährlich mit einem inhaltlichen Jahresbericht und einer Statistik sowie einer Kostenstellenrechnung als wirtschaftlicher Verwendungsnachweis. 80 Prozent der Kosten entfallen auf das Personal. Krug erklärte, der Bedarf werde in den politischen Gremien diskutiert. AWO-Geschäftsführer Blessing hofft zukünftig durch den Neubau in Bürstadt auf mehr Platz für die Arbeit in der Suchtprävention und Schuldnerberatung. Zu diversen Themen gebe es Gruppenveranstaltungen und Kleingruppenarbeit. Auch sei die Suchberatungsstelle PRISMA in Lampertheim nicht barrierefrei erreichbar und würde dann nach Bürstadt umziehen. Hannelore Nowacki

     
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